Energieeffiziente Stadt – Lösungen für Städte und Kommunen

Fraunhofer-Gesellschaft

Die Preisträger des Projekts "Wolfhagen 100 % EE" des BMBF-Wettbewerbs "Energieeffiziente Stadt" mit Bundesforschungsministerin Annette Schavan.
© Hans-Joachim Zylla

Fraunhofer-Forscher erfolgreich beim Wettbewerb »Energie-effiziente Stadt«

Fünf Städte - Delitzsch, Essen, Magdeburg, Stuttgart und Wolfhagen - sind die Gewinner des Wettbewerbs »Energie-effiziente Stadt«, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. An drei Standorten (Magdeburg, Stuttgart, Wolfhagen) haben die Fraunhofer-Institute für Bauphysik IBP und für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF ihre Energie eingebracht.

Die Bundesforschungsministerin Annette Schavan gab am Mittwoch, den 15. September 2010 in Berlin die Gewinner des Wettbewerbs bekannt mit den Worten: »Sie sind mit Ihren zukunftsweisenden Konzepten Vorreiter für Innovationen, die auf andere Städte und Kommunen übertragbar sein werden«.

Der Kern der BMBF-Initiative war die Frage, welche Technologien und Dienstleistungen am effektivsten Energie einsparen. Eine Stadt kann auf vielfältige Weise seinen Energieverbrauch senken. Das BMBF unterstützt Städte und ihre Projektkonsortien, die außer Forschungseinrichtungen vor allem kommunale Entscheidungsträger, Energieversorger und Finanzierungspartner mit einbeziehen. Der Wettbewerb setzt Ziele der Hightech-Strategie 2020 für Deutschland um, bei der Klima / Energie eines von fünf zentralen Handlungsfeldern ist.

Mitwirkende Fraunhofer-Institute:

  • Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP

Stuttgart mit dem Beitrag: »Stadt mit Energie-Effizienz - SEE Stuttgart« – Entwicklung und Umsetzung einer Energieeffizienz-Strategie für die Gesamtstadt Stuttgart

Die aus der umfassenden Energiebilanz abgeleiteten Strategien und Maßnahmen überzeugen durch die energetische und ökonomische Prioritätensetzung, die auch die Interessen und Verhaltensmuster der zu beteiligenden Privathaushalte berücksichtigt.

Wolfhagen mit dem Beitrag: »Wolfhagen 100% EE - Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung für Wolfhagen«

Das Konzept für eine kleine Mittelstadt mit hohem Sanierungsbedarf und kleinteiliger Eigentümerstruktur überzeugt durch eine konsequente Bürgeraktivierung.

 

  • Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF

Magdeburg mit dem Beitrag: »EnergieEffiziente Stadt und Modellstadt für Erneuerbare Energien (MD-E4)«

Überzeugt haben die detaillierten Analysen und zielgerichteten Projektplanungen unter Einbindung der unterschiedlichsten Akteure, insbesondere auch im Bereich Verkehr.

 

Hintergründe

Weltweit wohnen etwa 45 Prozent aller Menschen in Städten. Im Jahr 2020 werden es voraussichtlich mehr als 60 Prozent sein. In Deutschland liegt der Anteil der Stadtbewohner sogar jetzt schon bei über 80 Prozent. Die urbanen Entwicklungen wirken sich weltweit auf den Energieverbrauch aus und sind richtungsweisend für ganze Generationen. Dies betrifft auch technologische Neuerungen, die in diesen Strukturen oft ihrenAusgang nehmen.

Energie ist die zentrale Ressource des 21. Jahrhunderts, mit deren Verbrauch im Interesse der künftigen Generationen sorgsam umgegangen werden muss. Daher ist neben der Weiterentwicklung von Techniken zur Gewinnung erneuerbarer Energie die Suche nach Einsparpotenzialen vorrangiges Ziel einer vorausschauenden Energiepolitik. Besonders der Lebensraum Stadt oder Kommune bietet vielfältige Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz. Hier verspricht neben der energetischen Optimierung einzelner Gebäude vor allem die ganzheitliche Betrachtung städtischer Siedlungsräume großes Potenzial.

Bei der Entwicklung und Umsetzung wirksamer Effizienzmaßnahmen sind die beteiligten Akteure auf die Daten verlässlicher Analyse- und Planungstools angewiesen. Eine integrale Planung erfordert unter anderem Werkzeuge für die vereinfachte Erstellung von kommunalen Energiekonzepten, Modelle zur Energie- und CO2-Bilanzierung sowie Software zur energetischen Analyse von Siedlungsstrukturen und ausgewählten Einzelobjekten.

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