OLEDs – Leuchtende Zukunft
Fraunhofer-Gesellschaft
Organische Leuchtdioden (OLEDs)
Derzeit werden ca. 16 Prozent der weltweit erzeugten elektrischen Energie für Beleuchtung verwendet, und der Bedarf an Licht steigt weiter. Organische Leuchtdioden sind die Zukunft der Lichterzeugung und können einen wichtigen Beitrag zum Energiesparen leisten. Das Ausgangsmaterial für OLEDs sind organische Halbleiter, die elektrisch angeregt, Licht aussenden. Die Fraunhofer-Einrichtung für Organik, Materialien und Elektronische Bauelemente COMEDD in Dresden entwickelt zusammen mit Partnern neuartige Designerlampen auf Basis von OLED-Modulen. Die OLED-Technologie eröffnet neue vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Die Beleuchtung kann großflächig in die Raumarchitektur integriert werden, auch variierende Farben oder Lichtsteuerung durch Berührung ist mit dieser Technologie möglich.
OLED-Mikrodisplays
OLEDs können nicht nur großflächig, sondern auch als winzige Pixel leuchten, die sich elektrisch einzeln ansteuern lassen. Durch diese Technologie werden neuartige Anzeigegeräte wie zum Beispiel Datenbrillen möglich. Dabei kommen sogenannte »bidirektionale Mikrodisplays« zum Einsatz, die nicht nur das Licht emittieren, sondern gleichzeitig eine Kamerafunktion haben. Eine solche Brille ermöglicht dem Nutzer sowohl die Sicht auf die reale Welt als auch gleichzeitig auf zusätzliche virtuelle Informationen. Datenbrillen finden in Bereichen Anwendung, in denen freihändiges Arbeiten bei gleichzeitigem Informationsbedarf notwendig ist, z. B. in der Medizin oder als Unterstützung bei Montagearbeiten. Fraunhofer COMEDD erhielt für seine Datenbrille am 6. Juni 2012 den »Best in Show Award« von der weltweit wichtigsten Displaykonferenz SID in Boston.
Organische Solarzellen
Mit organischen Halbleitern lässt sich nicht nur Licht erzeugen, sie können umgekehrt auch Sonnenlicht in elektrischen Strom umwandeln. Organische Halbleiter erschließen neue Möglichkeiten: Mit transparenten, flexiblen Photovoltaik-Modulen lassen sich beispielsweise auch Fensterflächen zur Energiegewinnung nutzen. Professor Karl Leo, Dr. Jan Blochwitz-Nimoth und Dr. Martin Pfeiffer erhielten für ihre Entwicklungen in der »Organischen Elektronik« den Deutschen Zukunftspreis 2011.
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Fraunhofer COMEDD in Dresden
Die Fraunhofer-Einrichtung für Organik, Materialien und Elektronische Bauelemente COMEDD, bisher ein Institutsteil des Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme IPMS ist seit 1. Juli 2012 eine selbstständige Fraunhofer-Einrichtung.
Fraunhofer COMEDD ist ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für organische Halbleiter mit thematischer Fokussierung auf organische Leuchtdioden (OLED) und Vakuumtechnologien und ist einer der weltweit führenden Anbieter dieser Technologie. Die anwendungsnahe Forschung am Fraunhofer COMEDD ermöglicht neuartige Flächenleuchten, Mikrodisplays und Solarzellen. Neben Pilotfertigungsmöglichkeiten bietet es auch eine Forschungslinie für eine Rolle-zu-Rolle-Fertigung flexibler OLEDs.


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