Bioenergy

Fraunhofer-Gesellschaft

Bioenergy, Oberhausen

Die stoffliche und energetische Biomassenutzung wird zukünftig einen wichtigen Beitrag zur Deckung des weltweiten Rohstoff- und Energiebedarfs einnehmen und so zur Emissionsminderung klimaschädigender Gase, insbesondere CO2, dienen. Bestehende Nutzungskonzepte für Biomasse gehen derzeit entweder von lignocellulosearmer Biomasse (Biogas, Bioethanol, Biodiesel, weiße Biotechnologie etc.) aus oder sind fokussiert auf trockene lignocellulosehaltige Biomasse (Verbrennung, Biomass to Liquid-Prozesse etc.).

Das Ziel des Innovationsclusters ist die Bereitstellung von Technologien, die mobil und dezentral eingesetzt werden können, um aus lignocellulosehaltiger und/oder feuchter Biomasse sowie entsprechenden Reststoffen lager- und transportwerte Zwischenprodukte herzustellen. Dies reicht von der Gewinnung von proteinreichen Presssäften, der Vorbehandlung über die Konversion von Biomasse bis hin zur Verwertung der erzeugten Zwischenprodukte in vielfältigsten Anwendungen.

Die mit dem Innovationscluster im weitesten Sinne angesprochenen Industriebereiche sind die Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung, Energieversorger, Petrochemie, Chemieindustrie und Biotechnologie sowie der Anlagen-, Maschinen- und Landmaschinenbau.

 

Themenfelder

  • Vorbehandlung nasser Biomasse: Technologien zum mobilen Entwässern feuchter Biomasse und zur Presssaftfraktionierung auf Basis von Press- und Membrantechnologien
  • Dezentrale Biomasseverarbeitung: Entwicklung einer Technologie zur mobilen erntenahen Biorohölproduktion auf Basis der thermochemische Konversion, Pyrolyse
  • Semi-dezentrale Biomasseverarbeitung: Entwicklung einer Technologie zur stationären Nutzung feuchter Biomasse bzw. Reststoffen auf Basis der hydrothermalen Carbonisierung (HTC)