Gender Diversity

Fraunhofer-Gesellschaft

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Unternehmenskulturen verändern – Karrierebrüche vermeiden

In Deutschland sind Frauen in Führungspositionen immer noch die Ausnahme. Für die deutsche Wirtschaft bedeutet das brach liegendes Potenzial. Noch erklimmen wenige hoch qualifizierte Frauen die letzten Stufen auf der Karriereleiter. Warum das so ist, will Fraunhofer gemeinsam mit neun Partnerunternehmen im Projekt »Unternehmenskulturen verändern - Karrierebrüche vermeiden« untersuchen.

Aktuelles

Die Zielgruppeninterviews in den Partnerunternehmen sind mittlerweile abgeschlossen und ausgewertet. Momentan werden in den einzelnen Unternehmen Ergebnisworkshops durchgeführt. Im Sommer werden die Gesamtergebnisse vorliegen.

Eine umfassende Publikation wird im Herbst 2012 erscheinen. Im selben Zeitraum wird dazu eine Abschlusskonferenz in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) stattfinden. Der genaue Termin wird an dieser Stelle bekannt gegeben.


Das Wirtschaftsmagazin Capital hat in seiner Ausgabe vom 20.10.2011 in einer ausführlichen Reportage über den bereits begonnen Kulturwandel in den Partnerunternehmen der Initiative berichtet. Die Diskussion wird auch im Internet unter www.capital.de/unternehmenskultur weitergeführt.

Weitere Veröffentlichungen zum Projekt finden Sie unter der Rubrik "Veröffentlichungen".

Projektziele

Mehr Frauen für Führungspositionen zu gewinnen, ist ein wichtiges Anliegen von Wirtschaft und Politik. Die Forschung zeigt, dass heterogene Teams kreativer und innovativer sind als ihre homogenen Pendants und damit auch bessere ökonomische Erfolge erzielen. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ist es unerlässlich, das hohe Qualifikationsniveau und die Kompetenzen von Frauen besser als bisher auch in den oberen und obersten Führungsetagen zu nutzen.
Viele Unternehmen haben diese Notwendigkeit bereits erkannt. Dennoch gelingt es noch zu selten, ausreichend Frauen für Führungspositionen zu gewinnen. Ziel des Projekts »Unternehmenskulturen verändern – Karrierebrüche vermeiden« ist es

  • die Gründe für die Karrierebrüche weiblicher High Potentials in einer wissenschaftlichen Studie in den Blick zu nehmen,
  • auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse einen Diskussionsprozess in den Partnerunternehmen zu initiieren, in dessen Rahmen bestehende Maßnahmen weiterentwickelt werden,
  • das Engagement der Partnerunternehmen für die Förderung der Karrierechancen von Frauen vorzustellen
  • den Transfer der Ergebnisse in der Fachöffentlichkeit zu sichern.

Partner des Projekts

Allianz Deutschland AG
BASF SE
Bayer AG
Bosch-Gruppe
Daimler AG
Deutsche Bahn AG
EADS
Infineon Technologies AG
Microsoft

Projekthintergrund

Mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen, ist erklärtes Ziel vieler Unternehmen, die zur Förderung der Karrierechancen von Frauen bereits zahlreiche Maßnahmen entwickelt und umgesetzt haben. Dennoch ist der Anteil weiblicher Führungskräfte in Deutschland im internationalen Vergleich noch immer gering und steigt nur langsam an – dies gilt insbesondere für die mittlere und obere Managementebene. Im Januar 2010 betrug der Anteil der Frauen im mittleren Management von DAX-notierten Unternehmen nur 12,5 Prozent, im Topmanagement sogar nur 3,2 Prozent. Es gelingt derzeit nicht, ausreichend Potenzialträgerinnen für weitere Karriereschritte zu gewinnen. Auch wenn ein Angebot für den nächsten Karriereschritt vorliegt, entscheiden sich immer noch viele weibliche High Potentials für eine andere Option.

An dieser Stelle setzt die Initiative »Unternehmenskulturen verändern – Karrierebrüche vermeiden« an, die Fraunhofer aktuell gemeinsam mit neun Partnerunternehmen durchführt. Gefördert wird die Initiative vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) als Teil des Stufenplans »Mehr Frauen - mehr Vielfalt in Führungspositionen«. Gemeinsam mit den Partnerunternehmen ist es das Ziel von BMFSFJ und Fraunhofer, im Rahmen des Projekts die Gründe für Karrierebrüche weiblicher Potentialträgerinnen zu analysieren.

Die Untersuchung konzentriert sich dabei weniger auf die bereits fast flächendeckend verfügbaren Maßnahmen wie bspw. Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, zur Kompetenzentwicklung von Frauen oder zur Bildung von Frauennetzwerken, als vielmehr auf die Unternehmenskultur als übergeordneten Stellhebel für die Führungsbeteiligung von Frauen. Die Untersuchungsergebnisse sollen anschließend dazu genutzt werden, bestehende Maßnahmen in den Partnerunternehmen im Rahmen unternehmensspezifischer Workshops entsprechend weiter zu entwickeln und Veränderungsprozesse einzuleiten.

Meilensteine und Zeitplan

Meilensteine und Zeitplan

  • November 2010
    Projektauftakt und Beiratssitzung der Projektpartner mit dem BMFSFJ


    Offizieller Projektstart durch eine gemeinsame Beiratssitzung der Projektpartner mit dem BMFSFJ und Veröffentlichung einer gemeinsamen Pressemitteilung.
  • Januar 2011
    Start der Befragung zur Identifikation der Gründe für Karrierebrüche bei Frauen


    Bei jedem Projektpartner werden 25-30 Einzelinterviews durchgeführt. Im Mittelpunkt stehen dabei weibliche und männliche High Potentials und deren Karriereschritte.
  • Herbst 2011
    Start der unternehmensinternen Workshops zur Diskussion der Studienergebnisse


    In jeweils zwei Workshops je Partner werden die Ergebnisse mit verschiedenen betrieblichen Akteuren diskutiert, eingeordnet und in Empfehlungen zur Weiterentwicklung der bestehenden Aktivitäten übergeführt.
  • Frühjahr 2012
    Gemeinsamer Abstimmungsworkshop aller Partnerunternehmen und -organisationen


    Unternehmensübergreifende Ergebnisse und Empfehlungen werden identifiziert und die Ergebnispressekonferenz inhaltlich vorbereitet.
  • Sommer 2012
    Gemeinsame Ergebnispressekonferenz der Projektpartner mit dem BMFSFJ


    In Gegenwart von Bundesministerin Dr. Kristina Schröder diskutieren die Partnerunternehmen die im Projektverlauf erarbeiteten Maßnahmen und Erfahrungen.

Veröffentlichungen

Die Gendered Innovations Internetseite ist im November 2011 gestartet. Diese fasst praxisnahe Methoden der Gender-Analyse für die Bereiche Naturwissenschaft, Medizin und Ingenieurwesen zusammen und veranschaulicht mit Fallstudien, wie die Gender-Analyse zur Qualität bei der Generierung von Wissen und zu Innovationen beiträgt.

Das Projekt Gendered Innovations wird seit 3 Jahren von der Stanford Universität und der Europäischen Kommission finanziert und stützt sich auf das Wissen und die Erfahrung von Expertinnen und Experten aus Europa und den Vereinigten Staaten. 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch unter http://genderedinnovations.eu 

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20.10.2011: Zweite Pressemitteilung zur Veröffentlichung des zweiten Blitzlichts

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20.10.2011: Zweites Projektblitzlicht mit Ergebnissen aus 41 Umfeldinterviews

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20.10.2011: Reportage des Wirtschafsmagazins Capital

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27.03.2011: Erster Teil des Laborberichts
"Das Abenteuer der Frauen" (26.03.2011 Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

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11.03.2011: Erstes Projektblitzlicht mit ersten Ergebnissen aus den Interviews mit den Themenverantwortlichen

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10.11.2010: Pressemitteilung zum Projektstart