Presseinformation

Fraunhofer-Gesellschaft

Hans-Jörg Bullinger: Höchste Ehre zum Abschied

An Joseph von Fraunhofers Wirkungsstätte in Benediktbeuern verabschiedete sich die Fraunhofer-Gesellschaft von ihrem Präsidenten Prof. Dr.-Ing. Hans-Jörg Bullinger, der zehn Jahre an der Spitze der Forschungsorganisation stand und nun in den Fraunhofer-Senat wechselt.

Mit einem Symposium zum Thema »Forschungsmanagement für den Innovationsstandort Deutschland« feierte die Fraunhofer-Gesellschaft ihren scheidenden Präsidenten Hans-Jörg Bullinger – im Kloster Benediktbeuern, dem Ort im bayrischen Alpenvorland, an dem der Namenspatron der Forschungsorganisation Joseph von Fraunhofer vor rund 200 Jahren eine Glashütte und optische Werkstätten betrieb.

Der Senatsvorsitzende Ekkehard Schulz begrüßte über 200 Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Bundesforschungsministerin Annette Schavan würdigte die Leistungen Hans-Jörg Bullingers für die High-Tech-Strategie der Bundesregierung und die Forschungsunion, dem Beratungsgremium der Bundesregierung. Beide wären ohne sein Engagement und seine Überzeugungskraft nicht möglich gewesen. Bullinger habe in den vergangenen zehn Jahren maßgeblich an der Gestaltung des deutschen Forschungsraums mitgewirkt. Für die außerordentlichen und anhaltenden Verdienste überreichte ihm die Bundesministerin im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, das der Bundespräsident Hans-Jörg Bullinger am 12. Juli verliehen hatte.

Für den Freistaat Bayern würdigte der stellvertretende Ministerpräsident Martin Zeil den intensiven Ausbau der Forschungsinfrastruktur in Bayern. Michael Macht, Vorstandsmitglied der Volkwagen AG und ehemaliger Doktorand und Mitarbeiter Bullingers, hob insbesondere dessen Fähigkeiten als »brillanter Rhetoriker und Überzeugungskünstler« hervor.  »Da trifft messerscharfer Verstand auf geistreichen Witz«, beschrieb er den gefragten Redner.

Prof. Dieter Prätzel-Wolters, der Vorsitzende des Wissenschaftlich-Technischen Rats der Fraunhofer-Gesellschaft, dankte Bullinger für seinen rastlosen Einsatz: Er habe bewiesen, dass man auch eine Forschungsorganisation hervorragend managen kann. Deshalb sei er 2009 zum Manager des Jahres gewählt worden. Bullinger wirkte 21 Jahre als Institutsleiter und prägte in seinen zehn Jahren als Präsident das Profil von Fraunhofer als international bekannte und starke Marke für angewandte Forschung. Für seine außerordentlichen Verdienste ehrte der Senatsvorsitzende Schulz am Ende der Veranstaltung Hans-Jörg Bullinger mit der höchsten Auszeichnung der Fraunhofer-Gesellschaft, mit dem »Fraunhofer«, einer Skulptur aus Aluminiumguss, die den Kopf Joseph von Fraunhofers zeigt. Schulz ist überzeugt, dass »Mister Innovation« mit seinem »beeindruckenden Netzwerk« auch weiterhin viele Fäden ziehen wird – zum Wohl der Fraunhofer-Gesellschaft und des Innovationsstandorts Deutschland.

Social Bookmarks