manager magazin nimmt Hans-Jörg Bullinger in Hall of Fame auf

Presseinformation / 17.12.2013

Hans-Jörg Bullinger, der ehemalige Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, ist zusammen mit dem Nobelpreisträger Klaus von Klitzing in die Hall of Fame der deutschen Forschung aufgenommen worden. Das manager magazin ehrt mit dieser Auszeichnung Persönlichkeiten, die einen herausragenden Beitrag zur Weiterentwicklung der Forschung in Deutschland geleistet haben.

© Foto Fraunhofer

Prof. Hans-Jörg Bullinger war bis 2012 Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Jetzt hat ihn das manager magazin in seine Hall of Fame aufgenommen.

»Professor Hans-Jörg Bullinger hat als Arbeitswissenschaftler und Innovationsforscher maßgeblich dazu beigetragen, dass Produkte und Arbeitsplätze menschengerechter gestaltet werden und dass die Ergonomie ein im Wettbewerb entscheidendes Produktmerkmal geworden ist. Die Einführung der von ihm voran getriebenen neuen Konzepte der Arbeitsstrukturierung in Deutschland erlauben nicht nur eine wirtschaftlichere Produktion, sondern führen auch zu besseren Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten«, sagte Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, anlässlich der Preisvergabe am gestrigen Abend in der Zeche Zollverein in Essen.

Die Erkenntnisse aus Prof. Bullingers Arbeiten und Forschung werden nicht nur in der Produktion, sondern auch bei der Planung und Gestaltung von Büros angewendet. Davon zeugt auch sein Engagement in der Dienstleistungsforschung, die von ihm in Deutschland mitbegründet wurde. Menschen, Technik und Organisation so zu verbinden, daß Neues besser und schneller entstehen kann, war Prof. Bullinger ein zentrales Anliegen. Sein Rat dazu wurde von mehreren Bundes- und Landesregierungen gesucht und hat über die Forschungsunion auch Eingang in die Hightech-Strategie der Bundesregierung gefunden.

Dieser Tage wurde Prof. Bullinger außerdem in die Royal Academy of Engineering in England aufgenommen und er hat den Hans-Peter Stihl Preis zur Förderung der Wirtschaftsregion Stuttgart erhalten. Von seiner Anerkennung in der Wissenschaft und in der Wirtschaft zeugen auch zahlreiche andere Auszeichnungen, so auch das große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Sein Werdegang ist ungewöhnlich: vom Betriebsschlosser zum Professor für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement und zum Präsidenten der Fraunhofer Gesellschaft, die während seiner Amtszeit ihr Budgetvolumen auf 1,9 Millarden Euro verdoppelt hat und mit mehr als 22 000 Mitarbeitern eine in der Welt einzigartige und oft auch im Ausland als vorbildhaft beschriebene Position hat.

Viele seiner ehemaligen Schüler sind heute in leitender Stellung in der Wirtschaft und leisten ihren Beitrag zur Umsetzung arbeitswissenschaftlicher Forschungsergebnisse der »Stuttgarter Schule«.