Das Fraunhofer ESK in München wird zum Institut

Presseinformation / 2.7.2013

Zum 1. Juli 2013 hat der Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft die Fraunhofer-Einrichtung ESK in das Fraunhofer-Institut für Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik umgewandelt. Das Fraunhofer ESK erforscht mit 80 Mitarbeitern Kommunikationstechnologien für eingebettete Systeme am Standort München.

Prof. Dr.-Ing. Rudi Knorr, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik ESK
© Foto Fraunhofer ESK

Prof. Dr.-Ing. Rudi Knorr, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik ESK

Das ESK gestaltet die zunehmend verteilten, heterogenen und vernetzten IKT-Systeme zuverlässig, flexibel und ressourceneffizient. Die steigende Vernetzung elektronischer Geräte betrifft inzwischen alle Branchen.

»Wir haben eine starke Historie in der Kommunikationstechnik und konnten diese Erfahrung immer mehr Branchen anbieten. Zudem sehen wir den Trend, dass die Kommunikation vor allem auch unter Einbeziehung von vernetzten eingebetteten Systemen Branchenübergreifend zukünftig eine große Bedeutung haben wird, zum Beispiel bei der Elektromobilität, wo Fahrzeuge untereinander aber auch mit dem Internet und dem Energienetz Daten austauschen müssen«, erläutert Prof. Dr.-Ing. Rudi Knorr die Schwerpunkte des ESK.

Für die Automobilbranche entwickelt das ESK Lösungen für die Fahrzeug-Umwelt-Vernetzung, energieeffizientere Bordnetze und IT-Lösungen für Elektromobilität. Auch die Energietechnik hat durch die Themen Smart Grid und Smart Metering hohen Bedarf an Kommunikationstechnik. Der Telekommunikation macht der steigende Bandbreitenbedarf zu schaffen, weshalb die Wissenschaftler neue Lösungen, wie Vectoring, für die Datenübertragung mit der bestehenden Infrastruktur entwickeln. Schließlich benötigt auch Industrie 4.0 und damit die Automatisierung Methoden zur zuverlässigen und effizienten Kommunikation.

Der Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft entschloss sich zur Umwandlung der Fraunhofer-Einrichtung ESK in ein auf Dauer angelegtes Institut nach einem positiven Technologieaudit in 2012. Die Auditoren bescheinigten, dass »durch die ESK Wettbewerbsvorteile in Deutschland, aber auch darüber hinaus, auf den Gebieten der zunehmenden Vernetzung (Internet of Things, Cyber-Physical-Systems) erzielt werden«. Zudem weist das ESK ein kontinuierliches Wachstum auf: von 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 2008 bis zu 80 in 2013, vorwiegend im wissenschaftlichen Bereich. Als Institut will es 2018 rund 110 Arbeitsplätze anbieten.

»Wir freuen uns sehr, dass München mit dem Fraunhofer ESK wieder ein vollwertiges Fraunhofer-Institut hat. München ist ein starker Wirtschaftsstandort und das ESK gut vernetzt mit der IT-Branche und den Anwendern innovativer Kommunikationstechnik«, so Prof. Dr.-Ing. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.
1999 als eigenständige Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK unter der Leitung von Prof. Ruge gegründet, lag der Fokus der Einrichtung zunächst auf der Telekommunikationsbranche. Mit der Übernahme der Leitung durch Prof. Dr.-Ing. Rudi Knorr in 2003, wurde das zweite Geschäftsfeld, Automotive, gegründet. In den folgenden Jahren wurde die Fraunhofer-Einrichtung konsequent ausgebaut, unter anderem durch die Gründung des Geschäftsfelds Industrial Communication in 2008.

Als Forschungsinstitut unterhält das Fraunhofer ESK enge Verbindungen zu den Universitäten im Großraum München, insbesondere zur Universität Augsburg, an der Prof. Dr.-Ing. Rudi Knorr den Lehrstuhl für Kommunikationssysteme inne hat, sowie zu den Münchener Hochschulen Technische Universität München und Ludwig-Maximilians-Universität.