Geschichte der Fraunhofer-Gesellschaft

Fraunhofer-Gesellschaft

1966 bis 1971

1971

Änderung Organisationsstrukturen

Die neue Satzung der Fraunhofer-Gesellschaft sieht eine Aufwertung des Senats und eine erhebliche Stärkung des dreiköpfigen Vorstands vor, der von nun an hauptamtlich fungiert. Damit zeigt sich eine Hinwendung zu Organisationsstrukturen, wie sie in der freien Wirtschaft üblich sind. Alle Fraunhofer-Institute werden bestimmten Forschungsgebieten zugeordnet. 




Neue Forschungseinrichtungen

Neue Forschungseinrichtungen

Als Ausgliederung aus dem Ernst-Mach-Institut für Kurzzeitdynamik EMI wird das Institut für Festkörpermechanik IFKM in Freiburg gegründet, das später zum Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM wird; das Institut für Silicatforschung ISC in Würzburg wird aus der Max-Planck-Gesellschaft übernommen, die Dokumentationszentrale Wasser DZW in Düsseldorf wird eröffnet. 

1970

Eingliederungen

Das Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart, das bisher verwaltungstechnisch von der Fraunhofer-Gesellschaft betreut wurde, wird eingegliedert. Die Arbeitsgruppe für angewandte Materialforschung AFAM in Bremen wird gegründet; die Eingliederung als Institut für Angewandte Materialforschung IFAM erfolgt im Jahr 1974. 


Empfehlungen »Kommission zur Förderung des Ausbaus der Fraunhofer-Gesellschaft«

Die »Kommission zur Förderung des Ausbaus der Fraunhofer-Gesellschaft« legt ihre Empfehlungen vor. Sie beinhalten Listen von möglichen zukünftigen Fraunhofer-Instituten ebenso wie konzeptionelle und organisatorische Veränderungen. Vorgeschlagen werden u. a. die integrale Verknüpfung von Vorlaufforschung, Vertragsforschung und Auftragsforschung, eine ausgewogene regionale Verteilung der Institute, die Bildung räumlicher und thematischer Schwerpunkte und die Einführung einer leistungsorientierten Vergütung. 

1969

Institutionelle Veränderungen

Die Arbeitsgruppe für Physikalische Weltraumforschung APW nimmt ihre Arbeit auf; sie wird später in Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM umbenannt. Die Dokumentationsstelle für Radiochemie DRc in München wird geschlossen. 

Staatliche Grundfinanzierung

Die Fraunhofer-Gesellschaft wird in die staatliche Grundfinanzierung aufgenommen. 

20 Jahre Fraunhofer

Nach zwanzig Jahren arbeiten bereits mehr als 1 200 Mitarbeiter in den 19 Fraunhofer-Instituten und der Zentralverwaltung. Das Gesamtbudget der Fraunhofer-Gesellschaft liegt jetzt bei 33 Millionen Mark. 

1968

Ausgliederung Institut für Fußbodenforschung und Materialprüfung IFM

Das Institut für Fußbodenforschung und Materialprüfung IFM, vormals IfS, wird aus der Fraunhofer-Gesellschaft ausgegliedert.

Einsetzung »Kommission zur Förderung des Ausbaus der Fraunhofer-Gesellschaft«

Forschungsminister Gerhard Stoltenberg setzt die »Kommission zur Förderung des Ausbaus der Fraunhofer-Gesellschaft« ein.

Kritik an Verteidigungsforschung

Die Fraunhofer-Gesellschaft gerät wegen ihrer Beteiligung an der Verteidigungsforschung ins Kreuzfeuer der Kritik. Institutsbesetzungen können zum Teil nur durch Polizeieinsatz verhindert werden.

Dazu kommt der Fall Petras: Der Mitarbeiter des Grafschafter Instituts für Aerobiologie IAe, Ehrenfried Petras, läuft in die Deutsche Demokratische Republik über. Von dort aus erhebt er den Vorwurf gegen die Fraunhofer-Gesellschaft, sie würde sich an der Vorbereitung eines ABC-Krieges beteiligen. 

Präsidentenwechsel

Seit Oktober 1968 fungiert Otto Mohr als Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.

1967

Gründung Institut für Schwingungsforschung ISF

Das Institut für Schwingungsforschung ISF in Karlsruhe entsteht. Später wird daraus das Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung IITB. 

1966

Fraunhofer-Gedenkmünze

Überreichung der Fraunhofer-Gedenkmünze