Geschichte der Fraunhofer-Gesellschaft
Fraunhofer-Gesellschaft
1982
Gründung Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS
Das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS wird gegründet. Aus der Abteilung für Mikrostrukturtechnik des Fraunhofer-Instituts für Festkörpertechnologie IFT entsteht das Fraunhofer-Institut für Mikrostrukturtechnik in Berlin, das im Jahr 1994 als Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT nach Itzehoe verlagert wird.
1981
Gründung Fraunhofer-Institut für Transporttechnik und Warendistribution ITW
In Dortmund entsteht das Fraunhofer-Institut für Transporttechnik und Warendistribution ITW, das später in Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML umbenannt wird.
Umbenennung Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO
Aus dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart wird das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO ausgegliedert.
1980
Gründung Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT
Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT in Aachen wird gegründet.
Schließung Fraunhofer-Institut für angewandte Mikroskopie, Photographie und Kinematographie IMPK
Das Institut für angewandte Mikroskopie, Photographie und Kinematographie IMPK, das als erstes Fraunhofer-Institut entstanden war, stellt in diesem Jahr seine Arbeit ein.
Gründung Arbeitsgruppe für Solare Energiesysteme ASE
Die steigende Nachfrage nach Solarforschung in Folge von Umweltschutz und Energiekrisen führt zur Gründung der Arbeitsgruppe für Solare Energiesysteme ASE. Sie wird später in Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE umbenannt.
1979
30 Jahre Fraunhofer
30 Jahre nach der Gründung weist die Fraunhofer-Gesellschaft 27 Forschungs-Institute auf. 2 200 Mitarbeiter erwirtschaften ein Finanzvolumen von rund 187 Millionen Mark.
1978
Gesamtprogramm des Bundes für den Mittelstand
Das Fraunhofer-Programm zur Förderung der Vertragsforschung für kleinere und mittlere Unternehmen aus dem Jahr 1976 mündet in ein Gesamtprogramm des Bundes für den Mittelstand. Für die Fraunhofer-Gesellschaft wird dies zu einem wichtigen Wachstums- und Prestigefaktor.
Auflösung Verwaltungsrat, Einsetzung Vorstand bzw. Senat
Mit einer Satzungsänderung wird der Verwaltungsrat aufgelöst. Seine vereinsrechtlichen Funktionen gehen auf den Vorstand bzw. den Senat über.
Einheitlicher Name »Fraunhofer-Institute«
Auf Wunsch der Landesregierung benennt sich das Freiburger Fraunhofer-Institut für Sonnenforschung - es gehört nicht zur Fraunhofer-Gesellschaft - in Kiepenheuer-Institut für Sonnenforschung (KIS) um. Damit ist juristisch der Weg für die Fraunhofer-Gesellschaft frei, ihre Einrichtungen einheitlich als »Fraunhofer-Institute« zu bezeichnen.
Gründung Fraunhofer-Technologie-Entwicklungsgruppe TEG
Die Fraunhofer-Technologie-Entwicklungsgruppe TEG nimmt in Stuttgart ihre Arbeit auf.
Einführung »Joseph-von-Fraunhofer-Preis«
Der »Joseph-von-Fraunhofer-Preis« wird eingeführt. Er wird jährlich an Mitarbeiter der Fraunhofer-Gesellschaft für herausragende wissenschaftliche Leistungen zur anwendungsnahen Lösung technischer und wissenschaftlicher Probleme vergeben.
1977
Rahmenvereinbarung Forschungsförderung für nicht verteidigungsbezogenen Institute
Die Rahmenvereinbarung Forschungsförderung tritt für die nicht verteidigungsbezogenen Institute der Fraunhofer-Gesellschaft in Kraft. Forschungs- und Verteidigungsministerium teilen sich die politische Verantwortung für Fraunhofer, der Bereich der zivilen Forschung wird von Bund und Ländern im Verhältnis 9 : 1 gefördert.
Vorstandswechsel
Hans-Ulrich Wiese wird zum Vorstand für Finanzen berufen und löst August Epp ab
1976
Fraunhofer-Programm zur Förderung der Vertragsforschung für kleinere und mittlere Unternehmen
Das Fraunhofer-Programm zur Förderung der Vertragsforschung für kleinere und mittlere Unternehmen läuft an. Die staatliche Förderung der Projekte verbessert die Akquisitionschancen der Fraunhofer-Gesellschaft erheblich.
Dreiteilung Leistungsbereiche
Der Institutsbestand wird in drei Leistungsbereiche untergliedert: Verteidigungsforschung, Vertragsforschung, Dienstleistungseinrichtungen.
Gründung Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK
In Berlin entsteht das Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK.
Übernahme und Schließung
Die Hamburger Forschungsgruppe für Radiometeorologie IRM wird durch die Max-Planck-Gesellschaft übernommen; das Fraunhofer-Institut für angewandte Hygiene in München geschlossen.
1975
Evaluation
Der Wissenschaftsrat liefert erneut eine Evaluation der Fraunhofer-Gesellschaft, die aber in ihren Auswirkungen nicht an das Votum von 1965 heranreicht.
Abnahme Verteidigungsforschung
Abnahme Verteidigungsforschung
Der Anteil der Verteidigungsforschung am Gesamtbudget der Fraunhofer-Gesellschaft ist von mehr als 50 Prozent gegen Ende der 60er Jahre auf rund ein Viertel gesunken.
1974
Steigende Mitgliederzahl
Neue Institute
Neue Institute
Neugründungen in diesem Jahr: das Institut für Festkörpertechnologie IFT in München und das Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT in Euskirchen.
25 Jahre Fraunhofer
25 Jahre Fraunhofer
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- Jahrestagung 1974: Fraunhofer-Präsident Keller, Held, Bundesforschungsminister Matthöfer, Golo Mann, Ehrensenator Mohr, Ministerialrat Trabandt (v.l.n.r.).
Zum 25jährigen Jubiläum kann die Fraunhofer-Gesellschaft bereits auf eine beeindruckende Erfolgsbilanz zurückblicken. Fast 1 700 Mitarbeiter in den 27 Instituten und der Zentralverwaltung erwirtschaften ein Gesamtvolumen, das erstmals 100 Millionen Mark überschreitet.
1973
Stärkung der Zentralverwaltung
Vorstand und Zentralverwaltung, bisher auf neun Häuser im Münchener Stadtteil Nymphenburg verteilt, ziehen in der Leonrodstraße 54 in ein gemeinsames Gebäude. Die politisch erwünschte personelle und organisatorische Stärkung der Zentralverwaltung führt zu Konflikten mit den auf Autonomie bedachten Instituten, die erst in den folgenden Jahren ausgeräumt werden können.
Billigung »Fraunhofer-Modell«
Ein Kabinettsbeschluss billigt in den Grundzügen die Strukturen des »Fraunhofer-Modells« der weitgehend erfolgsabhängigen Grundfinanzierung und der vom Vorstand selbständig verwalteten Verstärkungsfonds. Damit wird u. a. der politische Wille festgeschrieben, die Fraunhofer-Gesellschaft zur führenden Trägerorganisation für Institute der Angewandten Forschung zu machen. Gleichzeitig erhält die Gesellschaft die Flexibilität, auf sich ändernde Rahmenbedingungen in der Wissenschaft und auf dem Markt für Vertragsforschung entsprechend zu reagieren. In den folgenden Jahren führt die neue Regelung zu permanentem und nachhaltigem Wachstum der Fraunhofer-Gesellschaft.
Öffnung für zivile Forschung
In einer Ressortvereinbarung zwischen Forschungs- und Verteidigungsministerium sowie der Fraunhofer-Gesellschaft wird unter anderem die Öffnung der verteidigungsbezogenen Institute für zivile Forschung beschlossen.
Übernahme Präsidentenamt
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- Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Heinz Keller.
Im Oktober übernimmt Heinz Keller, ehemaliges Vorstandsmitglied der Metallgesellschaft, das Amt der Präsidenten. Eberhard Schlephorst wird erster hauptamtlicher Vorstand für Recht und Personal.
Eingliederung Institut für Lebensmitteltechnologie und Verpackung ILV
Das Institut für Lebensmitteltechnologie und Verpackung ILV in München wird eingegliedert. Später wird es zum Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV umbenannt.
1972
Entwurf »Fraunhofer-Modell«
Einführung Bundesangestelltentarifvertrag (BAT)
Einführung Bundesangestelltentarifvertrag (BAT)
Die Vergütungsordnung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter orientiert sich ab diesem Jahr in vollem Umfang am Bundesangestelltentarifvertrag (BAT). Die Konkurrenzfähigkeit auf dem Arbeitskräftemarkt gegenüber der Industrie wird durch den Zwang zur Einhaltung des BAT beeinträchtigt.
Konstituierung Gesamtbetriebsrat
Konstituierung Gesamtbetriebsrat
Im Februar hält der Gesamtbetriebsrat der Fraunhofer-Gesellschaft seine konstituierende Sitzung ab. Zum ersten Vorsitzenden wird Rudolf Zapp gewählt.
Erste institutsübergreifende Kooperation
Erste institutsübergreifende Kooperation
Das Reaktorsicherheitsprogramm des Bundesforschungsministeriums von 1971 führt zur ersten institutsübergreifenden Kooperation in der Fraunhofer-Gesellschaft.
Änderungen Instituts-Bestand
Änderungen Instituts-Bestand
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- Technische Entwicklungsstelle Lindau.
Umfangreiche Änderungen ergeben sich in diesem Jahr im Bestand der Fraunhofer-Institute: Neu sind die Institute für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP in Saarbrücken, für Systemtechnik und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe, für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut, WKI in Braunschweig, und für Höchstspannungs-Elektronen-Mikroskopie IHEM in Karlsruhe. Noch im gleichen Jahr scheiden das letztgenannte Institut und die Technische Entwicklungsstelle Lindau TES wieder aus der Fraunhofer-Gesellschaft aus.

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