Geschichte der Fraunhofer-Gesellschaft

Fraunhofer-Gesellschaft

1983 bis 1989

1989

Gründung European Association of Contract Research Organisations (EACRO)

Die Vertragsforschungsorganisationen aus Frankreich, Italien, Großbritannien, den Niederlanden und die Fraunhofer-Gesellschaft gründen zusammen die European Association of Contract Research Organisations (EACRO), über die gemeinsame Interessen in der Europäischen Union vertreten werden sollen. 

Umstellung auf zivile Vertragsforschung

Die Fraunhofer-Gesellschaft reagiert auf die Verringerung des Umfangs der Verteidigungsforschung mit der Zielsetzung, Forschungsbereiche und ganze Institute von der Rüstungsforschung auf zivile Vertragsforschung umzustellen. Die Konversion findet im Wesentlichen in den folgenden fünf Jahren statt. Ein vollständig und erfolgreich auf Vertragsforschung umgestelltes Institut ist z. B. das Fraunhofer-Institut für Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen, das 1999 in Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung umbenannt wird. 

Entwicklung Cochlea-Implantat

Die Entwicklung eines Cochlea-Implantats am Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS erlaubt es, Gehörlosen wieder ein rudimentäres Hörerlebnis zu verschaffen.



40 Jahre Fraunhofer

In den letzten zehn Jahren konnte die Fraunhofer-Gesellschaft ihre Kenngrößen verdreifachen: Fast 6 400 Mitarbeiter in 37 Instituten erwirtschaften jetzt ein Gesamtvolumen von knapp 700 Millionen Mark im Jahr.

1988

Rückgang Verteidigungsforschung

Der Anteil der Verteidigungsforschung am gesamten Aufwand der Fraunhofer-Gesellschaft liegt jetzt nur noch bei 10 Prozent. Der prozentuale Rückgang ist vor allem auf das starke Wachstum der zivilen Forschungsbereiche und Institute zurückzuführen. 

1987

Gründung Arbeitsgruppe für Graphische Datenverarbeitung AGD

In Darmstadt wird die Arbeitsgruppe für Graphische Datenverarbeitung AGD ins Leben gerufen, die nach schneller Entwicklung im Jahr 1992 zum Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD aufgewertet wird. Einen Forschungsschwerpunkt in der AGD bildet die Virtuelle Realität.

 

1985

Arbeitsgruppen Bereich Mikroelektronik

In Erlangen werden im Bereich Mikroelektronik zwei Arbeitsgruppen gebildet, die später zum Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen ISB, Bereich Angewandte Elektronik, und zum Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen ISB, Bereich Bauelementetechnologie, umbenannt werden.

Umbenennung Fraunhofer-Institut für Umweltchemie und Ökotoxikologie IUCT

Aus dem Institut für Aerosolbiologie IAe in Schmallenberg wird das Fraunhofer-Institut für Umweltchemie und Ökotoxikologie IUCT. 

1984

Gründung Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Um eine zukunftsweisende Technologie für die einheimische Industrie zu erschließen und zu entwickeln, wird in Aachen das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT gegründet.

Gründung Fraunhofer-Verbund Mikroelektronik

Der Fraunhofer-Verbund Mikroelektronik wird mit dem Ziel gegründet, thematische Überschneidungen und Doppelarbeit bei den beteiligten Instituten zu vermeiden. Heute gehört der Verbund zu den vier weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Mikroelektronik.

Förderung Spin-offs

In einem Thesenpapier beschließt die Fraunhofer-Gesellschaft, Ausgründungen von Fraunhofer-Mitarbeitern, sogenannte Spin-offs, zu fördern, da sie einen besonders effektiven Weg des Know-how-Transfers von der Wissenschaft in die industrielle Praxis darstellen.

35 Jahre Fraunhofer

Nach 35 Jahren besteht die Fraunhofer-Gesellschaft aus 3 500 Mitarbeitern. In 33 Instituten wird ein Forschungsvolumen von 360 Millionen Mark erarbeitet.

1983

Präsidentenwechsel

Max Syrbe, bisher Leiter des Fraunhofer-Instituts für Informations- und Datenverarbeitung IITB, übernimmt von Heinz Keller das Amt des Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft. Seine Zielsetzung ist es, an das rasante quantitative Wachstum der Fraunhofer-Gesellschaft im letzten Jahrzehnt eine Phase des qualitativen Wachstums anzuschließen.








Ausgliederung Dokumentationszentrale Wasser DZW

Die Dokumentationszentrale Wasser DZW in Düsseldorf wird ausgegliedert.