Geschichte der Fraunhofer-Gesellschaft

Fraunhofer-Gesellschaft

2000-2009

2009

Gründung Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES

Das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES in Bremerhaven wird gegründet. Es baut auf dem seit 2006 bestehenden Fraunhofer-Center für Windenergie und Meerestechnik CWMT auf.

60 Jahre Fraunhofer

Die Fraunhofer-Gesellschaft feiert ihr 60-jähriges Jubiläum. 15 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 57 Instituten und der Zentrale erwirtschafteten das Finanzvolumen von 1,4 Milliarden Euro.

Gründung Fraunhofer Austria Research GmbH

Erstmalig werden Tochtergesellschaften in Europa gegründet. In Österreich bildet die Fraunhofer Austria Research GmbH die Dachorganisation für die bestehenden und zukünftigen Projektgruppen und Niederlassungen der Fraunhofer-Gesellschaft.

Integration der Forschungsgesellschaft für Angewandte Naturwissenschaften (FGAN) in die Fraunhofer-Gesellschaft

Mit Wirkung vom 17. August 2009 ist die Forschungsgesellschaft für Angewandte Naturwissenschaften (FGAN) in die Fraunhofer-Gesellschaft integriert worden. Die drei Institute der FGAN sind daher ab sofort Fraunhofer-Institute.

Fraunhofer-Präsident Bullinger »Manager des Jahres 2009«

Das manager magazin stellt in seiner aktuellen Ausgabe den »Manager des Jahres 2009« vor. Die sechsköpfige Jury von Wirtschaftsexperten hat in diesem Jahr Prof. Dr.-Ing. Hans-Jörg Bullinger, den Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft, zum Manager des Jahres gewählt. In der Begründung heißt es, dass die Fraunhofer-Gesellschaft unter seiner »Führung intensiver als je zuvor beiträgt zu technologischen Innovationen und zum Wirtschaftswachstum«.

Integration MeVis Research GmbH

Die MeVis Research GmbH mit ihrer Forschungskompetenz im Bereich Medizintechnik wird als neues Bremer Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS in die Fraunhofer-Gesellschaft integriert.

Forschungspolitik in der Wirtschaftskrise

Als international agierende Vertragsforschungseinrichtung passt sich Fraunhofer kontinuierlich an Entwicklungen im Forschungsbereich und an Veränderungen in der Wirtschaft an. Dabei werden gesellschaftliche Makrotrends interpretiert, innovative Forschungsszenarien integriert und relevante Märkte identifiziert. Die Kernkompetenzen und Geschäftsfelder müssen dabei flexibel auf den Wandel reagieren, bedürfen aber auch mittelfristiger, verlässlicher Perspektiven, da der Aufbau von Kompetenzen im FuE-Bereich Zeit braucht.

Neue Strategien und Konzepte für die Zukunft

Trotz Wirtschaftskrise erreichte das Finanzvolumen der Fraunhofer-Gesellschaft mit 1,6 Mrd Euro im Jahr 2009 einen neuen Höchststand. Es ist um 15 Prozent gestiegen. 2009 wurden etwa 900 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Mitarbeiterzahl stieg insgesamt auf 17 150.

2008

Prof. Marion Schick neuer Vorstand Personal und Recht

Die Präsidentin der Hochschule München, Prof. Dr. Marion Schick, tritt am 1. Oktober 2008 die Nachfolge des Vorstands Personal und Recht Dr. Dirk-Meints Polter an.

Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie EMB wird selbständig

Die Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie EMB in Lübeck, bisher ein Teil des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik IBMT, wird selbständige Forschungseinrichtung.

Kompetenzen bündeln für Zukunftsthemen

Auf Unternehmensebene wird regelmäßig eine Diskussion zur Identifizierung von signifikanten Leitthemen geführt, denen für einen Zeitraum von rund drei Jahren ein besonderer Stellenwert beigemessen wird. Neben den Initiativen auf Instituts- und Verbundsebene besteht mit den Fraunhofer-Zukunftsthemen ein zusätzlicher verbundübergreifender Prozess. Dabei sollen Ressourcen und Kompetenzen gebündelt werden, um Zukunftsthemen mit einer hohen Markt- und Gesellschaftsrelevanz innerhalb eines Zeithorizonts von drei bis fünf Jahren synergetisch bis zur Marktreife zu entwickeln.

Ausbau der internationalen Beziehungen

Großes Wachstum bei der weltweiten bilateralen Auftragsforschung sowie EU-geförderten Verbundprojekten, eine im größten und wichtigsten Forschungsmarkt der Welt erfolgreich operierende Tochtergesellschaft, der Aufbau von weiteren Töchtern, Außenstellen und Repräsentanzen und die Initiierung von zahlreichen Kooperationen mit renommierten Partnern unterstreichen die internationale Entwicklung eindrucksvoll. Diese Position soll nicht nur konserviert, sondern kontinuierlich ausgebaut werden.

Gründung Fraunhofer Center for Sustainable Energy Systems (CSE)

Mit dem Fraunhofer Center for Sustainable Energy Systems (CSE) wird das Netzwerk von Fraunhofer USA weiter ausgebaut. Der direkte Kooperationspartner vor Ort, das Massachusetts Institute of Technology (MIT), gehört zum Kreis der renommiertesten Forschungseinrichtungen weltweit.

Fraunhofer-Einrichtung für Elektronische Nanosysteme ENAS wird selbständig

Der Chemnitzer Institutsteil des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM wird zur selbständigen Fraunhofer-Einrichtung für Elektronische Nanosysteme ENAS.

Leibniz-Preis 2008 für Prof. Holger Boche

Neue Impulse für die mobile Kommunikationstechnik - für seine Arbeiten an den Mobilfunknetzen der Zukunft wird Prof. Dr.-Ing. Dr. rer.nat. Holger Boche, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut HHI mit dem renommierten Leibniz-Preis 2008 ausgezeichnet und erhält 2,5 Mio Euro.

Auflösung Fraunhofer-Technologie-Entwicklungsgruppe TEG

Die Fraunhofer-Technologie-Entwicklungsgruppe TEG wird als selbständige Organisationseinheit aufgelöst, ihre Kapazitäten werden in andere Institute des Institutszentrums in Stuttgart integriert.

Gründung Fraunhofer-Zukunftsstiftung

Mit einem Stiftungskapital von 95 Millionen Euro aus den MP3-Lizenzerlösen wird die Fraunhofer-Zukunftsstiftung gegründet. Ihre Aufgabe ist es, Vorlaufforschung in Technologiefeldern zu fördern, in denen sich gezielt Patentcluster aufbauen lassen.

Entstehung Fraunhofer-Forum

In Berlin entsteht das Fraunhofer-Forum. Es wird als die Kommunikationsplattform der Fraunhofer-Gesellschaft in der Hauptstadt etabliert.

Gründung Associação Fraunhofer Portugal Research

In Portugal wird die Associação Fraunhofer Portugal Research gegründet. Sie fungiert als Träger für das neue Fraunhofer Center for Assistive Information and Communication Solutions (AICOS) in Porto.

2007

Leibniz-Preis 2007 für Prof. Peter Gumbsch

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG vergibt den Leibniz-Preis an Peter Gumbsch, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik IWM in Freiburg und Halle. Dieser wird so für seine herausragenden Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Verformungs- und Bruchprozesse von Werkstoffen mit dem höchsten deutschen Forschungspreis 2007 geehrt.

Integration Institute der Forschungsgesellschaft für angewandte Naturwissenschaften

In einer Stellungnahme empfiehlt der Wissenschaftsrat, die drei sicherheitstechnisch forschenden Institute der Forschungsgesellschaft für angewandte Naturwissenschaften e.V. (FGAN) in die Fraunhofer-Gesellschaft zu integrieren.

Einführung »Fraunhofer Attract«

Mit der Einführung des Programms »Fraunhofer Attract« verfolgt Fraunhofer das Ziel, exzellente externe Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit innovativen Ideen zu gewinnen. Für den Zeitraum von 2007 bis 2009 werden 40 »Attract Forschungsgruppen« ausgeschrieben, die jeweils bis zu 2,5 Mio Euro erhalten sollen.

Gründung Fraunhofer Center für Silizium-Photovoltaik

In Halle wird das Fraunhofer Center für Silizium-Photovoltaik gegründet. Es wird von den Fraunhofer-Instituten für Werkstoffmechanik IWM und für Solare Energiesysteme ISE betrieben und soll die in Sachsen-Anhalt ansässigen Photovoltaik-Unternehmen forschungstechnisch unterstützen.

Investitionen in geistiges Eigentum

Die Fraunhofer-Gesellschaft hat ein umfangreiches Programm aufgelegt, um in den nächsten Jahren verstärkt Patentcluster zu erzeugen. Mit diesen massiven Investitionen in Eigenforschung können Fraunhofer-Wissenschaftler schutzfähige Ideen und Erfindungen konsequent voranbringen und durch Patentfamilien die wirtschaftliche Verwertung absichern. Die ersten beiden Projekte »Solarzellen auf Basis metallurgischen Siliziums« und »Mikrobrennstoffzellen« werden jeweils mit bis zu 10 Mio Euro gefördert.

Mit Europa wachsen

Europa ist für die Fraunhofer-Gesellschaft Herausforderung und Bereicherung in einem: Die Forscher müssen sich im internationalen Wettbewerb bewähren, gleichzeitig gewinnen sie durch grenzüberschreitende Projekte und Excellenznetzwerke neue Erfahrungen und Kompetenzen.