Forschungsrating 2011
Fraunhofer-Gesellschaft
Fraunhofer schneidet beim Forschungsrating in der Elektrotechnik und Informationstechnik hervorragend ab
Der Wissenschaftsrat hat ein Forschungsrating für 47 Forschungseinrichtungen, darunter 31 Universitäten und 16 außeruniversitäre Einrichtungen in den Fächern Elektrotechnik und Informationstechnik durchgeführt.
Das Ergebnis des Forschungsratings zeigt, dass sich diese Fachbereiche in Deutschland insgesamt durch hohe Leistungsqualität auszeichnen, wobei die außeruniversitäte Forschung besonders gut abschneidet. Die teilnehmenden Fraunhofer-Institute ernteten häufig die Bestnote »herausragend« für den Transfer ihrer wissenschaftlichen Erkenntnisse in Wirtschaft, Politik und Verbände. Die Stärke der Fraunhofer-Institute im Wissenstransfer begründet den engen Kontakt der Institute mit der Industrie. Aber auch die Forschungsqualität und die geleisteten Beiträge der Forschungseinrichtungen zur wissenschaftlichen Entwicklung des Fachgebiets und darüber hinaus wurden die Fraunhofer-Institute meist mit »sehr gut« bewertet.Das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM, das sich für die Teilbereiche Elektronik und Mikrosysteme am Forschungsrating beteiligte, wurde sogar in allen fünf Bewertungskriterien (Forschungsqualität, Impact/Effektivität, Effizienz, Nachwuchsförderung, Transfer) mit der Bestnote »herausragend« bzw. »herausragend/sehr gut« bewertet.
Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung. Er hat das Forschungsrating ins Leben gerufen, das Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in ausgewählten Fächern nach verschiedenen Bewertungskriterien bewertet. Das Forschungsrating soll den wissenschaftlichen Einrichtungen helfen, ihre Stärken und Schwächen im Vergleich mit ihren Wettbewerbern zu identifizieren und ihre strategische Planung zu verbessern. Die Bewertungen nach den fünf Kriterien werden nicht zu einer Gesamtnote verrechnet. Auf die Bildung einer Rangliste zu den Gesamtergebnissen wird im Forschungsrating generell verzichtet, um so unterschiedlichen Aufgabenstellungen verschiedener Einrichtungstypen gerecht zu werden. Die Ergebnisse können für jede Einrichtung anhand eines Datenblattes eingesehen werden. Diese Einzelbewertung ermöglicht eine differenzierte Betrachtung der Stärken und Schwächen in den einzelnen Leistungsbereichen.
Das Forschungsrating verleiht deutschen Forschungseinrichtungen auch in der internationalen Wissenschaftscommunity mehr Sichtbarkeit. Davon profitieren auch wissenschaftliche Nachwuchskräfte oder potenzielle Industriepartner auf der Suche nach exzellenten Forschungseinrichtungen. Der Wissenschaftsrat entscheidet voraussichtlich 2012, ob ein Forschungsrating in Deutschland regelmäßig und flächendeckend eingeführt wird.


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