GreenTec Award 2015

GreenTec Award 2015 für Schaumstoffe aus Holz vom Fraunhofer WKI

Preisverleihung GreenTec Award 2015 an das Fraunhofer WKI
© Foto GdW/Urban Ruths

Zwei im Fraunhofer WKI gefertigte Platten aus Holzschaum
© Foto Manuela Lingnau / Fraunhofer WKI

Diese Schaumstoffplatten bestehen zu 100 Prozent aus Holz.,Zwei im Fraunhofer WKI gefertigte Platten aus Holzschaum

Fraunhofer WKI won the GreenTec Award 2015 in the “Construction and Living” category.
© Foto GdW/Urban Ruths

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung WKI in Braunschweig entwickelten einen umweltfreundlichen Schaumstoff aus Holz. Sie erhielten dafür den GreenTec Award 2015 in der Kategorie Bauen und Wohnen.

Die GreenTec Awards sind Europas größte Umwelt- und Wirtschaftspreise für  Projekte, die auf nachhaltige Umwelttechnologien setzen. Die Preise werden seit 2008 in verschiedenen Kategorien an Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen oder private Projekte verliehen. Über die Nominierten und Sieger im Wettbewerb entscheidet eine sechzigköpfige Jury, die sich aus Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Medien zusammensetzt. In jeder der 14 Kategorien kommt jeweils das Projekt mit den meisten Stimmen aus der Online-Abstimmung in die nächste Runde. Die Jury nominiert darüber hinaus zwei weitere Projekte pro Kategorie. Mit insgesamt rund 100 000 abgegebenen Stimmen war die Resonanz bei der Online-Abstimmung für die GreenTec Awards 2015  sehr groß. Aus den besten drei Projekten jeder Kategorie wählte die Jury die diesjährigen Preisträger.

Der Holzschaum des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI hat Jury und Online-Voter vom umweltschonenden Potenzial und Innovationsgrad des neuartigen Materials überzeugt. Der Holzschaum vereint die positiven Materialeigenschaften von erdölbasierten Schaumstoffen mit einer sehr guten Öko-Bilanz – denn er besteht zu hundert Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen. In Sachen CO₂-Bilanz nimmt er im Gegensatz zu anderen Dämm-Materialien damit eine Spitzenstellung ein. Zukünftig könnte Holzschaum konventionelle, auf petrochemischer Basis hergestellte Schaumstoffe in den verschiedensten Einsatzgebieten ersetzen: als Verpackungsmaterial, zur Wärme- und Schalldämmung, als Verbundwerkstoff oder für konstruktive Anwendungen. Nach seiner Nutzung kann das Material problemlos recycelt werden.

Die Preisverleihung fand am Montag, den 27.4.2015 im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in Berlin im Beisein von Staatssekretär Gunter Adler statt. Marco Vogt, Geschäftsführer der GreenTec Awards und Benjamin Reuter, Online Chefredakteur der WirtschaftsWoche, als Medienpartner der GreenTec Awards überreichten den Preis an Professor Bohumil Kasal, Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Holzforschung WKI,  Professor Volker Thole, Leiter des Fachbereichs Verfahrens- und Systemtechnik Holzwerkstoffe, und Dr. Julia Scholtyssek, Wissenschaftlerin am Institut.

Vom Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V., der die Patenschaft für die Kategorie Bauen und Wohnen übernommen hatte, waren  Präsident Axel Gedaschko, Geschäftsführer Dr. Christian Lieberknecht und Pressesprecherin Katharina Burkhardt anwesend.

Als Trophäe erhielten die Preisträger eine Holzkugel aus Olivenholz, die mit einer gravierten Aluminiumplakette versehen ist. Die Kombination aus Holz und Metall symbolisiert die Verbindung von Natur und Technik und steht für die GreenTec Awards.

Am 29. Mai 2015 findet eine Gala zur Verleihung der GreenTec Awards mit rund 1000 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien im Tempodrom in Berlin statt.

Schaumstoffe aus Holz

Presseinformation 28.4.2015

Schaumstoffe setzen sich aus petrochemischen Kunststoffen zusammen – und sind damit nicht besonders umweltfreundlich. Abhilfe verspricht ein neuartiges Schaummaterial: Es besteht zu hundert Prozent aus Holz, ist klimafreundlich und recycelbar. Langfristig könnte der Holzschaum herkömmliche Schaumstoffe ersetzen, sei es bei Wärmedämmungen, Verpackungen oder Leichtbaumaterialien.