Wissenschaftliche Exzellenz

Fraunhofer-Gesellschaft

Fraunhofer-Forscher für den Deutschen Zukunftspreis 2012 nominiert

Deutscher Zukunftspreis – Preis des Bundespräsidenten für Forschung und Innovation

Jährlich werden Teams, die zukunftsweisende Produkte auf den Markt bringen, von der Jury des Deutschen Zukunftspreises für ihre exzellente Forschungsarbeit nominiert. Am 12. September 2012 wurden die diesjährigen Nominierten in München auf einer Pressekonferenz im Deutschen Museum vorgestellt. Eines von den vier nominierten Teams sind Wissenschaftler vom Fraunhofer HHI, die für ihre Arbeiten an der Videocodierung gewürdigt werden sowie ein weiteres Team mit Fraunhofer-Beteiligung, das sich um die Entwicklung von Hörsystemen verdient gemacht hat.

Mit dem Deutschen Zukunftspreis für Technik und Innovation würdigt der Bundespräsident Forscherinnen und Forscher für ihre exzellente Forschungsleistung. Sie entwickeln neue Produkte und Verfahren, die das Leben der Menschen verbessern und schaffen damit Arbeitsplätze. Der Deutsche Zukunftspreis ist mit 250.000 Euro dotiert und gehört zu den bedeutendsten Wissenschaftspreisen in Deutschland. Er wird in diesem Jahr am 28. November in Berlin durch Bundespräsident Joachim Gauck verliehen.

Brillante Videos durch effiziente Videocodierung H.264/AVC

Drei Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut HHI, in Berlin: Prof. Dr.-Ing. Thomas Wiegand, Dr.-Ing. Detlev Marpe und Dr.-Ing. Heiko Schwarz wurden für den Deutschen Zukunftspreis 2012 vorgeschlagen. Mit ihren Arbeiten zum H.264/MPEG4-AVC-Standard haben die drei Wissenschaftler nicht nur entscheidende Grundlagen für die Videocodierung gelegt, sondern auch an der Etablierung des Standards sowie dessen Erweiterungen mitgewirkt. Sie leisteten einen wesentlichen Beitrag zu neuen und effizienteren Lösungen in der Videocodierung und haben damit neue Funktionalitäten für mobiles Fernsehen, Videos auf dem Handy oder Filme auf DVD geschaffen.

Der Videocodierstandard ermöglicht ohne Qualitätsverluste eine deutlich höhere Komprimierung und damit Übertragungsrate gegenüber allen vorausgegangenen Standards. Das Verfahren wird heute in nahezu allen modernen videofähigen Endgeräten weltweit ausgeliefert.

Prof. Dr. Thomas Wiegand leitet am Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut HHI die Abteilung Image Processing sowie an der TU Berlin das Fachgebiet Bildkommunikation am Institut für Telekommunikationssysteme.

Dr. Detlev Marpe forscht am Fraunhofer HHI und ist Lehrbeauftragter an der TU Berlin sowie der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft. Gemeinsam mit ihm steht Heiko Schwarz am Fraunhofer HHI der Arbeitsgruppe Bild- und Videocodierung vor.

Binaurale Hörgeräte – räumliches Hören für alle

Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Prof. Dr. Volker Hohmann (beide Universität Oldenburg, Exzellenzcluster „Hearing4all") und Dr. Torsten Niederdränk (Siemens AG) sind von der Jury als eines von vier Teams für den renommierten Deutschen Zukunftspreis 2012 nominiert worden. Damit werden die herausragenden Entwicklungen des Teams im Bereich der Hörsysteme gewürdigt.

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