Menschen brauchen Zukunft – Zukunft braucht Forschung
Fraunhofer-Gesellschaft
Menschen brauchen Mobilität
Wir wollen zum Wandern in die Berge, zum Baden an den See und im Urlaub an einen Palmenstrand. Wir sollten die Verwandten besuchen, Einkäufe erledigen, die alte Stereoanlage zum Wertstoffhof bringen. Wir müssen in die Schule, ins Büro oder auf Dienstreise. Ein Leben lang sind wir in Bewegung – zu Wasser, zu Land und in der Luft.
Mobilität ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis. Wer rastet, der rostet, sagt schon das alte Sprichwort. Der Spaß an der Bewegung ist universell – unabhängig von Kultur, Sprache, Rasse, Alter und Geschlecht.
Die Mobilität nimmt zu
Mobilität erweitert den Horizont: Kleine Kinder fl itzen mit Begeisterung auf ihren Bobbycars durch die Wohnung; später, wenn sie Radfahren lernen, erweitert sich ihr Aktionsradius, und sobald sie erwachsen sind, wollen sie schnelle Autos oder schwere Motorräder fahren und die Welt erkunden.
Wenn die Prognosen stimmen, wird bis zum Jahr 2015 die Zahl der Pkws in Deutschland auf 50 Millionen ansteigen. Gleichzeitig wird der Warenverkehr um 60 Prozent zunehmen, denn im Zeitalter der Globalisierung reisen immer mehr Produkte – egal ob Kühlschränke oder Kameras, tropische Früchte oder Jeans – Tausende von Kilometern, bevor der Verbraucher sie in den Warenkorb lädt.
Management gegen Staus
Damit Menschen und Waren auch in Zukunft schnell ans Ziel kommen, entwickeln die Fraunhofer-Forscher Technologien, die Staus und Unfälle vermeiden, das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel erleichtern und die Warenströme optimieren.
Mit Simulationssystemen lassen sich die Auswirkungen von geplanten Baustellen, neuen Straßen und Wegführungen vorab sichtbar machen.
Die neue Software erlaubt Verkehrsplanern, ihre Baumaßnahmen zu optimieren, lange bevor Bagger und Planierraupen vollendete Tatsachen schaffen.
Wenn es dennoch zu Staus kommt, werden intelligente Navigationssysteme, die ständig aktuelle Verkehrsinformationen empfangen und verarbeiten, den Fahrer umleiten. Die neuen Systeme können verschiedene Routen mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln analysieren. Sie liefern – abhängig von Tageszeit und Verkehrssituation – stets den schnellsten Weg.
Rundum sicher
Ganz ohne Risiko ist Mobilität nicht zu haben. Technische Entwicklungen können die Sicherheit jedoch enorm steigern. Die Fraunhofer-Forscher prüfen die Zuverlässigkeit von Materialien, die im Automobilbau eingesetzt werden. Und sie arbeiten an innovativen Sicherheitskonzepten – beispielsweise an einem neuen, intelligenten Seitenaufprallschutz für Pkws.
Hilfe im Fall der Fälle
Im Katastrophenfall entscheidet Mobilität über Leben und Tod: Notdienste und Rettungsfahrzeuge müssen den Einsatzort schnell erreichen, Verletzte in Krankenhäuser transportiert werden. Moderne Software erleichtert das Katastrophenmanagement: Per Mausklick kann der Einsatzleiter aktuelle Verkehrsberichte, die Pegelstände der Flüsse sowie Informationen über die Infrastruktur in der näheren und weiteren Umgebung abrufen. Das Programm hilft außerdem bei der grenzüberschrei tenden Koordination von Rettungseinsätzen.


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