Arbeitswelten der Zukunft

In der neuen Microsoft-Deutschland-Zentrale in München sind die offenen Arbeitslandschaften der Zukunft schon heute Realität. Konzipiert wurden sie vom Fraunhofer IAO.

Wo die Zukunft der Arbeit beginnt

Die Innovationen, die die Arbeitswelt von morgen prägen, entstehen jetzt. Wir haben Fraunhofer-Forscherinnen und -Forscher gefragt, wie ihre Entwicklungen den Arbeitsalltag eines Ingenieurs in den nächsten Jahren verändern könnten. Ihre Antworten und Zukunftsszenarien bilden die Basis für die fiktive Geschichte von Jens Kowalski. Sie spielt im Jahr 2025 in der Arbeitswelt einer Forschungs- und Entwicklungsabteilung der deutschen Industrie.  

Die neuen Arbeitswelten

Die Technologien, die in Zukunft unsere Arbeitswelt prägen, werden jetzt entwickelt. Fraunhofer-Forscherinnen und -Forscher tragen mit einer breiten Palette an Projekten dazu bei.

Arbeitsumgebung

 

Workspace Innovation Lab

Die Bürowelt des Zentrums für virtuelles Engineering des Fraunhofer IAO dient als Experimentierraum, um die Wirkungen innovativer Arbeitsumgebungen zu erforschen | Kurzlink

 

Das Immersive Engineering Lab IELab des Fraunhofer IAO ist eine Arbeits- und Präsentationsumgebung, die immersive 3D-Darstellungen zur detailgenauen und anmutungstreuen Echtzeitvisualisierung in Virtual Reality (VR) erlaubt.

Visualisierungstechnologien

 

Extended Workdesk

Der Extended Workdesk des Visual Technologies Teams am Fraunhofer IAO ist ein innovatives digitales Arbeitsumfeld, das die Grenzen der heutigen Computerarbeitsplätze überwindet. Die gesamte Oberfläche des Schreibtischs ist ein OLED Multi-Touch-Bildschirm, auf dem 2D-Anwendungsfenster und 3D Objekte frei angeordnet werden können.

Multi-Biometrische Gesichtserkennung

Das Ziel des Projekts am Fraunhofer IGD ist es, ein einfach zu nutzendes multi-biometrisches System für die Identifizierung von tatverdächtigen Personen aus Foto- bzw. Videodaten unter Einsatz von 3D-Gesichtsbilddaten zu erarbeiten. Durch die Kombination von 3D-Gesichts- und Ohrenerkennung können Personen eindeutig identifiziert werden. 

 

Pro Table

Der ProTable vom Visual Technologies Team am Fraunhofer IAO ist ein innovatives digitales Arbeitsumfeld für Meetings und Gruppenkooperationen. Durch hochauflösende Aufprojektion wird ein normaler Konferenztisch zu einer interaktiven Oberfläche, auf der 3D-Objekte dargestellt werden, als ob sie auf dem Tisch stehen. 

Immersive Video Communications

Spezielle Kamerasysteme und komplexe Algorithmen des Immersive-Video-Communications-Konzepts des Fraunhofer HHI ermöglichen es, dass das virtuelle Abbild eines Menschen in voller Größe und dreidimensional in einem Raum erscheint. 

Mensch-Roboter-Kollaboration

 

Care-O-bot 4

Der mobile Roboterassistent verfügt über beste soziale Umgangsformen und kann als Kellner, für Hol-  und Bringdienste oder als Lotse in Kaufhäusern eingesetzt werden. Er kann über sein Display im Kopf mehrere Stimmungen anzeigen. 

NeuroLab

In einem Labor für Neuroarbeits­wissenschaft am Fraunhofer IAO werden für ein Brain-Computer-Interface Hirnströme mittels EEG (Elektroenzephalographie) und Nahinfrarotspektroskopie abgeleitet und in Echtzeit von einem Algorithmus analysiert. Die Daten geben Auskunft  über die Konzentration oder die Emotionen einer Person und können für die Steuerung eines Roboters oder Computers genutzt werden.  

Additive Fertigung

Fraunhofer-Allianz Generative Fertigung

Die Allianz koordiniert 15 Fraunhofer-Institute, die sich mit generativer Fertigung befassen. Sie bildet die gesamte Prozesskette ab. Dies umfasst die Entwicklung, Anwendung und Umsetzung generativer Fertigungsverfahren und Prozesse sowie die dazugehörigen Materialien. 

Aachen Center for Additive Manufacturing ACAM

In dem Zentrum für generative Fertigung arbeiten die Fraunhofer Institute ILT und IPT mit Partnern aus der Wissenschaft zusammen. Ziel ist es, produzierende Unternehmen in die Lage zu versetzen, diese Technologie sinnvoll und gewinnbringend für ihre Produktionsprozesse einzusetzen. 

AGENT-3D

Das Konsortium formiert eine strategische Allianz für Forschung, Innovation und Wachstum im Bereich der additiv-generativen Fertigung mit über 120 Partnern aus Forschung und Industrie. Ziel ist es, Deutschland die Technologieführerschaft in den zentralen Bereichen der additiv-generativen Fertigung zu sichern. Die Leitung liegt bei der Fraunhofer-Gesellschaft. 

Digital Engineering

Smart Factory

Das Fraunhofer IFF ist Technologie-partner bei der Umsetzung der Smart Factory. Wichtiger Schritt ist das Digital Engineering, mit dem die digitalen Konstruktionsdaten eines Produkts auf allen Stufen seines Entwicklungs- und Produktionsprozesses genutzt werden können.

Engineering Collaboration Lab (E-Co-Lab)

Im E-Co-Lab des Fraunhofer IEM erhalten Unternehmen einen Testzugang für Engineering-Lösungen und können am Beispiel eines eigenen Projekts den Nutzen verschiedener Anwendungen für die eigene Entwicklungsarbeit testen und validieren. 

Digital Engineering Lab

Im Digital Engineering Lab – kurz DELab – des Fraunhofer IAO werden das Produkt und seine Produktion erlebbar gemacht, bevor sie real existieren. Schwerpunkt der Arbeiten in diesem »lebenden Labor« oder »Living Lab« ist die Prozesskette von der Idee für ein neues Produkt bis hin zur Planung dessen Fertigung und Montage.

Digitaler Zwilling

Mit einem neuartigen Konzept realisieren Forscher des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK die Vision von Industrie 4.0. Ein digitaler Zwilling bildet den gesamten Produktionsprozess ab und ermöglicht jederzeit den direkten Eingriff in die Fertigung. Reale und virtuelle Produktion verschmelzen zu einem intelligenten Gesamtsystem. Die reale Produktionsstätte wird vollständig auf digitaler Ebene nachgebildet. Es entsteht ein virtueller Zwilling, der den Ablauf der Fertigung in Echtzeit wiedergibt. 

Arbeitsorganisation und sozialer Wandel

Zukunftsstudie 2027, #ICHINZEHNJAHREN

Wie aktuelle Technologien und Entwicklungen unsere Lebens-welten verändern, untersuchte das Fraunhofer IAO in einer Online-Befragung von rund 3000 Menschen. Ein Ergebnis: Der typische Acht-Stunden-Tag gehört 2027 der Vergangenheit an. Arbeit und Freizeit werden verschmelzen, es kommt zum Work-Life-Blending.

Foresight-Studie zum digitalen Wandel der Arbeitswelt

Die Studie des Fraunhofer ISI für die Vodafone Stiftung ergab, dass die Unternehmen zukünftig immer mehr Arbeitsschritte auslagern. Um die Aufträge müssen sich Click- und Crowdworker auf Internet-Plattformen jedes Mal wieder neu bewerben. 

Mobile Arbeit

Eine Befragung durch das Fraunhofer IAO von ca. 680.000 Beschäftigten des verarbeitenden Gewerbes ergab, dass örtlich flexible Arbeit zu ausufernden Arbeitszeiten führen kann. Die positiven Wirkungen der mobilen Arbeit auf die Work-Life-Balance scheinen diesen Nachteil allerdings zu kompensieren.

SANDRA – intelligentes betriebliches Erreichbarkeits-management

Im Projekt »SANDRA« (Gestaltung der Arbeitswelt der Zukunft durch Erreichbarkeitsmanagement) wollen Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer IAO und ihre Partner arbeitnehmerfreundliche Lösungen für das Problem der technisch bedingten ständigen Erreichbarkeit finden. Ein digitaler Erreichbarkeitsassistent klassifiziert E-Mails nach ihrer Wichtigkeit. Der Nutzer entscheidet, welche Priorität Mails haben müssen, damit sie ihm auch nach Feierabend oder am Wochenende zugestellt werden. 

Zukunftsfähige Führung

In der Studie für die Bertelsmann Stiftung wird deutlich, dass Hierarchien an Bedeutung verlieren. Die Projektarbeit rückt in den Vordergrund, die Führungskraft orchestriert die Projektteams, sucht Synergien und Kompetenzen. 

Weitere Publikationen zum Thema »Führung in der grenzenlosen Arbeitswelt« 

Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft

Logo Arbeitswelten der Zukunft

 

Das Wissenschaftsjahr 2018 widmet sich dem Thema Arbeitswelten der Zukunft. Durch die Digitalisierung, alternative Arbeitsmodelle und die Entwicklung künstlicher Intelligenz stehen Forschung und Zivilgesellschaft vor neuen Chancen und Herausforderungen: Wie werden die Menschen in Zukunft arbeiten? Wie machen sie sich fit dafür? Und welche Rolle spielen Wissenschaft und Forschung bei der Gestaltung eben dieser neuen Arbeitswelten? Das Wissenschaftsjahr 2018 zeigt, welchen Einfluss soziale und technische Innovationen auf die Arbeitswelten von morgen haben – und wie diese nicht nur den Arbeitsalltag verändern, sondern auch neue Maßstäbe im gesellschaftspolitischen Dialog setzen. „Erleben. Erlernen. Gestalten.“ – unter diesem Motto werden Bürgerinnen und Bürger im Wissenschaftsjahr 2018 dazu aufgerufen mitzumachen, Fragen zu stellen und gemeinsam Lösungsansätze zu finden.

Fraunhofer IAO startet Mitmach-Aktionen zum Wissenschafts­jahr »Arbeitswelten der Zukunft«

Fraunhofer IAO startet  Mitmachaktion zum Wissenschafts­jahr »Arbeitswelten der Zukunft«
© Ludmilla Parsyak / Fraunhofer IAO

Mit Veranstaltungen, Projekten, einer Erlebniswelt sowie einer Blogreihe bietet das Fraunhofer IAO im Wissenschaftsjahr 2018 zum Motto »Arbeitswelten der Zukunft« vielfältige Informations-, Mitmach- und Unterstützungsangebote. Eingeladen sind Unternehmen, Politik sowie Bürgerinnen und Bürger. Den Auftakt bildet das Zukunftsforum am 1. und 2. Februar 2018 im Wizemann in Stuttgart.