Wissenschaftsjahr 2026: Medizin der Zukunft

Früher erkennen. Passgenau behandeln. Heilung neu denken. Die Forschung für Präzisionsmedizin bei Fraunhofer verbindet biologische Erkenntnisse, digitale Technologien und medizinische Erfahrung, um Krankheiten früher zu erkennen und Therapien individuell abzustimmen. So entstehen Innovationen für das Gesundheitswesen, die Leben verbessern und Leben retten. Fraunhofer-Forschende entwickeln dafür neue Wirkstoffe, präzise Diagnostikmethoden, intelligente Datenanalysen und smarte Medizintechnik. In unserem »4D«-Ansatz bringen wir Drugs, Diagnostics, Devices und Data interdisziplinär zusammen.

Drugs, Diagnostics, Devices, Data

Fraunhofer-Institute arbeiten in den vier großen Themenfeldern der Gesundheitsforschung.

 

Drugs – Entwicklung neuer Wirk- und Impfstoffe

Viele Krankheiten lassen sich bislang nur unzureichend behandeln, weil Wirkstoffe zu unspezifisch wirken, Nebenwirkungen verursachen oder gar nicht am richtigen Ort im Körper ankommen. Fraunhofer entwickelt neue Wirkstoffklassen, zellbasierte Therapien und Impfstoffe entlang der gesamten Innovationskette – vom computergestützten Wirkstoffdesign über präklinische Modelle bis hin zur klinischen Prüfung. 

 

Diagnostics – präzise und digitale Diagnostik

Wertvolle Zeit für eine gezielte Behandlung geht verloren, wenn eine Diagnose zu spät oder ungenau erfolgt, besonders bei Krebs oder chronischen Erkrankungen.
Fraunhofer-Forschende entwickeln hochsensitive Diagnostikverfahren, die biologische Marker, Erreger oder funktionelle Veränderungen frühzeitig erfassen.

 

Devices – innovative Medizintechnik

Viele Patientinnen und Patienten verlieren durch Krankheit, Unfall oder Alter an Mobilität, Selbständigkeit und Lebensqualität – technische Hilfen sind oft noch zu wenig intuitiv oder alltagstauglich. Neue Technologien unterstützen Menschen im Alltag, in Therapie und Pflege, entlasten Fachpersonal und ermöglichen ein selbstbestimmtes Leben – mit Medizintechnik, die sich dem Menschen anpasst, nicht umgekehrt.

 

Data – intelligente Auswertung großer Datenmengen

Gesundheitsdaten sind heute oft fragmentiert, schwer zugänglich oder nicht miteinander kompatibel – ihr enormes Potenzial für bessere Diagnosen und Therapien bleibt ungenutzt. Fraunhofer verknüpft medizinische Daten aus Klinik, Forschung und Versorgung in sicheren Datenräumen und nutzt KI-Methoden wie digitale Zwillinge und In-silico-Modelle. Dabei bleiben sensible Daten geschützt und unter der Kontrolle von Patientinnen und Patienten.

Weitere Informationen

Fraunhofer-Verbund Gesundheit

Ziel des Fraunhofer-Verbunds Gesundheit ist ein hohes Maß an Interdisziplinarität entlang des 4D-Modells – »Drugs«, »Diagnostics«, »Devices« und »Data«. Das Innovationspotenzial durch die Vernetzung der verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen soll einen erkennbaren Mehrwert für die Gesundheitsforschung und die Patienten erzielen.

 

Der Medical Data Space – ein sicherer Datenraum für die Medizin

Sicherheit bei der Übertragung und Speicherung sensibler Daten wird immer wichtiger. Daher entwickelt Fraunhofer mit Partnern aus dem Gesundheitswesen den Medical Data Space. Wenn unterschiedliche medizinische Daten auf einer IT-Plattform miteinander verknüpft werden, kann das für Diagnose und Therapie große Vorteile bringen.

  • mehr Info (medical-data-space.fraunhofer.de)

Fraunhofer-Leitprojekt

RNAuto – mRNA-Wirkstoffe automatisiert produzieren

Auf mRNA basierende Impfstoffe sowie Gen- und Zelltherapeutika sind innovative Arzneimittel mit welchen Infektionskrankheiten, Erbkrankheiten und Krebs verhindert oder behandelt werden können. Daher werden automatisierte und digital unterstützte Produktionstechnologien benötigt, um innovative mRNA-Arzneimittel schnell, sicher und zuverlässig zu entwickeln und zu produzieren.

 

Fraunhofer-Magazin
3/2025

Titelthema: Tür auf! Neue Wege für die Medizin | u.v.m.

Positionspapier »Medizintechnik in Deutschland«

Die von führenden Köpfen der Medizintechnik entwickelten Lösungsansätze richten sich nicht nur an die Politik und Regulierungsbehörden, sondern zeigen auch der Industrie, den Kliniken und Kostenträgern neue Wege auf. Entlang verschiedener Aspekte zeigt dieses Positionspapier, wie entscheidende Weichen gestellt werden müssen, damit Chancen genutzt und Herausforderungen bewältigt werden können, sodass Deutschland seine weltweite Spitzenposition in der Medizintechnik halten und sogar stärken kann.

Künstliche Intelligenz in der Medizin

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist ein wichtiger Akteur in der Anwendung und Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) für den medizinischen Bereich. Mit spezieller Expertise schafft sie innovative Lösungen, die verschiedene Stakeholder in der Medizin unterstützen und die Qualität der Gesundheitsversorgung maßgeblich verbessern.

 

Podcast / 3.2.2026

Medizin der Zukunft: Macht Digitalisierung uns gesünder?

Das Wissenschaftsjahr 2026 »Medizin der Zukunft« zeigt auf, wie Forschende schon heute die Medizin von morgen formen – eine Medizin, die präventiv, personalisiert, digital und partizipativ ist. Wie neue Technologien und KI Diagnostik und Therapie unterstützen, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren, hören Sie in einer neuen Folge von »Die Datenräumer«, ein Podcast des Fraunhofer ISST.

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Contact Press / Media

Monika Landgraf

Direktorin Unternehmenskommunikation und Sprecherin des Präsidenten

Fraunhofer-Gesellschaft
Hansastraße 27 c
80686 München

Telefon +49 89 1205-1333

Fax +49 89 1205-771333

Contact Press / Media

Ingrid Breitenberger

Leiterin Stabsstelle Bürgerformate | Unternehmenskommunikation | Ansprechpartnerin für Veranstaltungen im Wissenschaftsjahr

Fraunhofer-Gesellschaft
Hansastraße 27c
80686 München

Mobil +49 173 3728983

Contact Press / Media

Dr. Otto Quintus Russe

Geschäftsführer Fraunhofer Gesundheit

Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP
Sandhöfer Allee 1
60528 Frankfurt am Main

Telefon +49 69 6301 84900