Produktion und Dienstleistung – Fertigungstechnologien und -verfahren

Innovative Fertigungstechnologien erhöhen die Produktionseffizienz und Produktqualität. Fraunhofer-Forscher arbeiten mit Hochdruck an neuen, umweltfreundlichen und zugleich großserientauglichen Fertigungstechniken. Optimierte Umform-, Kleb- und Pulvertechniken gehören ebenso dazu wie die Mikromontage, lackverlustfreie Beschichtungsverfahren und die Lasertechnik.

Produktion und Dienstleistung

Referenzprojekte – Fertigungstechnologien und -verfahren

Holographische Messtechnik im Produktionstakt

Mit der Entwicklung der produktionstauglichen digitalen Holographie ermöglichen Markus Fratz, Alexander Bertz und Tobias Beckmann die vollflächige Prüfung aller Teile im Herstellungsprozess – und das im Sekundentakt.

Das System kann zentimetergroße raue Objekte in Sekundenbruchteilen mikrometergenau erfassen – auch unter Störeinflüssen wie Erschütterungen.
© Foto Fraunhofer IPM

Das System kann zentimetergroße raue Objekte in Sekundenbruchteilen mikrometergenau erfassen – auch unter Störeinflüssen wie Erschütterungen.

Die Fehlertoleranz in der Automobilproduktion wird zusehends kleiner. Zulieferer stellte das bislang vor ein Problem: Es mangelt an Methoden, Mikrodefekte in der laufenden Fertigung zu erkennen. Bisher ist Sichtkontrolle das Mittel der Wahl, das jedoch für die linienintegrierte Messungen während der Herstellung ungeeignet ist. Mit der Entwicklung der produktionstauglichen digitalen Holographie beenden Forscher des Fraunhofer-Instituts für Physikalische Messtechnik IPM in Freiburg dieses Dilemma. Die digitale Holographie ermöglicht die vollflächige Prüfung aller Teile – und das im Sekundentakt.

Fraunhofer-Leitprojekt »Go Beyond 4.0«

Fraunhofer-Leitprojekt »Go Beyond 4.0«

Digitale Druck- und Laserverfahren werden bislang kaum in der Massenproduktion eingesetzt, um Produkte zu individualisieren. Dabei ließen sich mit dieser Kombination Serienprodukte ressourcenschonend und kosteneffizient bis hin zum Unikat individuell gestalten. Dieser Herausforderung nimmt sich das neue Fraunhofer-Leitprojekt »Go Beyond 4.0« an.

Übermorgen-Projekt »Molecular Sorting« – Perfekt getrennt – ressourcenschonend produziert

Mit konventionellen Recycling- und Produktionsprozessen lassen sich Primärrohstoffe künftig nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll ersetzen. Forscher entwickeln neue Trenn- und Sortiertechniken bis hinab auf die molekulare Ebene.

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Ultrakurze Prozesskette für Antriebsstrangkomponenten

Die Fraunhofer-Gesellschaft hat sich die systematische und institutsübergreifende Entwicklung neuer, effizienter und energiesparender Technologien und Baugruppen für den Antriebsstrang heutiger und zukünftiger Antriebssysteme auf die Fahnen geschrieben. Das Fraunhofer-lnstitut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU koordiniert die Arbeiten zu dem unter »Green Powertrain Technologies« zusammengefassten Thema.

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Fraunhofer und Continental bringen zusammen den Löwenzahn-Kautschuk auf die Straße

© Foto Fraunhofer IME

Wissenschaftler von Fraunhofer haben den Löwenzahn von einer Wild- in eine Nutzpflanze verwandelt, die besonders viel Naturkautschuk. liefert.

Aus dem Saft des Löwenzahns lässt sich Kautschuk gewinnen. Doch der entscheidende Durchbruch zur industriellen Fertigung gestaltete sich schwierig. Das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie IME optimierte in den letzten Jahren gemeinsam mit Industrie und Wissenschaft die Züchtung und die Produktionstechnik. Jetzt bauen die Forscher zusammen mit Continental erstmals eine Pilotanlage, um große Mengen Löwenzahn-Kautschuk für die Herstellung von Reifen zu gewinnen. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Kautschukproduktion in Europa.

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Industrielle Teile schneller Reinigen mit KODIWASCH

Zwischenprodukte und Bauteile aus industrieller Fertigung werden vor der Weiterverarbeitung oder dem Verkauf von Produktionsrückständen vorwiegend mit nasschemischen und wässrigen Verfahren gereinigt. Im VDI VDE IT Innonet Projekt »KodiWasch« wurde komprimiertes flüssiges und überkritisches Kohlendioxid (CO2) als alternatives Reinigungsmedium untersucht und in Form einer Reinigungsanlage auf Basis von flüssigem CO2 zur Praxisreife geführt.

Industriereife Terahertz-Technologie

Hannover Messe 2016: Industriereife Terahertz-Technologie
© Foto Fraunhofer HHI

Die Sende- und Empfangseinheit für Terahertz-Strahlung haben Fraunhofer-Forscher in einem Sensorkopf verpackt, der einen Durchmesser von nur 25 und eine Länge von 35 Millimetern hat.

Terahertz ist eine neue Technik, mit der sich Bauteile und Oberflächen zerstörungsfrei prüfen lassen. Bislang sind die Geräte und insbesondere die Messköpfe teuer und unhandlich. Fraunhofer-Forschern ist es gelungen, die Messköpfe deutlich kompakter und somit günstiger zu fertigen. Dies erleichtert ihre Handhabe erheblich. Erste Prototypen sind bereits in der Produktion von Kunststoffrohren im Einsatz. Zudem eignen sie sich sehr gut, um Beschichtungen von Faserverbundwerkstoffen zu untersuchen.

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Fraunhofer-Verbund Produktion

Der Fraunhofer-Verbund Produktion ist eine Kooperation von Fraunhofer-Instituten mit dem Ziel, produktionsorientierte Forschung und Entwicklung gemeinsam zu betreiben, um den Kunden in Industrie, Handel und Dienstleistung durch die Bündelung der vielfältigen Kompetenzen und Erfahrungen der einzelnen Institute auch umfangreiche, ganzheitliche Problemlösungen aus einer Hand anbieten zu können.

Exzellenzcluster »Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer«

Im Exzellenzcluster »Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer« arbeiten unter anderem die Bereiche Maschinenbau, Materialwissenschaften, Mathematik, Betriebswirtschaftslehre und Psychologie der RWTH Aachen gemeinsam mit Fraunhofer IPT und ILT in interdisziplinären Teams an Lösungen, die das produzierende Gewerbe in Hochlohnländern langfristig konkurrenzfähig erhalten.