Schutz und Sicherheit – Leben retten durch Katastrophen- und Krisenmanagement

Extreme Wetterlagen, Großunfälle, Waldbrände oder Anschläge: Im Katastrophenfall sind die Rettungskräfte auf verläßliche Informationen angewiesen.
Intelligente Analyse- und Informationssysteme helfen Einsatzkräften. In modernen Lagezentren, ausgestattet mit Videowand oder Monitoren, haben sie alle Informationen im Blick.

Referenzprojekte - Katastrophen- und Krisenmanagement

Zivile Gefahrenabwehr: Robotik-Technologie für Rettungskräfte

Ob Feuer, Hochwasser oder Gefahrstoffe: Als Rettungskraft ist man regelmäßig großen Risiken ausgesetzt. Mit dem Einsatz moderner Robotertechnologie sollen diese gemindert werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert in den nächsten vier Jahren die Einrichtung eines neuen Kompetenzzentrums für Robotersysteme in menschenfeindlichen Umgebungen. Einsatzkräfte und Robotersysteme sollen zukünftig so zusammenarbeiten, dass Einsätze effizienter und vor allem sicherer ablaufen können. Der Verbund wird von Anwendern, Industrie, Hochschulen und Forschungseinrichtungen getragen und durch das Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie der Feuerwehr Dortmund koordiniert. Das Fraunhofer IAIS ist zuständig für die Konzeption und Entwicklung von Methoden und Softwarewerkzeugen für die Anwenderinnen und Anwender.

INACHUS – gewusst wohin: schnelle Lokalisierung verschütteter Personen bei Gebäudeeinstürzen

Im EU-Projekt INACHUS (Technological and Methodological Solutions for Integrated Wide Area Situation Awareness and Survivor Localisation to Support Search and Rescue (USaR) Teams) werden neue Technologien entwickelt, um Such- und Rettungsmannschaften zum Beispiel im Falle eines Erdbebens zu unterstützen. Für das Ziel einer schnellen Lokalisierung verschütteter Personen in kollabierten Gebäuden ist das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI mit seinem Cavity Identification Tool (CIT) zuständig.

IMSK: Sicherheit bei Großveranstaltungen

Gemeinsam mit 26 Institutionen und Technologiepartnern aus ganz Europa arbeitet Fraunhofer im Projekt IMSK daran, die Sicherheit auf Großveranstaltungen zu verbessern. Das Fraunhofer IIS entwickelt eine mobile Ad-hoc-Kommunikation samt Netzwerkstruktur und einer Technik zur schnellen Ortung von Sicherheits- und Einsatzkräften.

Sensornetzwerk mit mobilen Robotern für das Katastrophenmanagement SENEKA

Ob die Erde bebt oder ein Tsunami übers Land fegt – trotz aller Vorwarnsysteme kommen Naturkatastrophen häufig überraschend. Umso wichtiger ist es für die Rettungsmannschaften, die Situation schnell zu erfassen. Im Projekt SENEKA arbeiten Fraunhofer-Forscher daran, die von den Helfern benutzten verschiedenen Roboter und Sensorensysteme situationsabhängig zu vernetzen, um im Ernstfall schneller und effizienter nach Opfern und Überlebenden suchen zu können.

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XP-DITE – Accelerated Checkpoint Design Integration Test and Evaluation

Das Fraunhofer EMI entwickelt im Rahmen des Forschungsprogramms XP-DITE gemeinsam mit seinen Partnern eine Methode die es ermöglicht die Qualität und gleichzeitig den Komfort und die Effizienz von Sicherheitsschleusen auf Flughäfen zu bewerten. Per ausgeklügelter Simulation ermittelt sie das Sicherheitsniveau, aber auch den Zeitaufwand für die Passagiere und ebenso wichtig auch die Kosten des Systems für die Betreiber. Damit ist es künftig möglich, die Sicherheit auf Flughäfen nachhaltig zu verbessern und gleichzeitig den Komfort für die Nutzer und ihre Ökonomie zu erhöhen.

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Asteroidenabwehr statt Armageddon

Der Barringer-Krater in Arizona
© Stefan Seip/DLR

Trifft ein Asteroid auf die Erde, sind die Folgen deutlich: Der Barringer-Krater in Arizona hat einen Durchmesser von 1200 Metern und wurde von einem 50-Meter-Asteroiden verursacht.

Es liest sich wie das Drehbuch für einen Hollywoodfilm: Ein riesiger Meteorit aus dem All steuert geradewegs auf die Erde zu und droht die Menschheit zu vernichten. Tatsächlich beschreibt dieses Szenario eine reale Gefahr für die Erde. Denn Forscher gehen davon aus, dass alle paar hundert Jahre ein Asteroid die Erde treffen wird. Deshalb wurde das europäische Forschungsprojekt NEOShield ins Leben gerufen.

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Hangrutsche präzise vorhersagen

Bild: Risikokarte
© Fraunhofer IOSB

Beispielhafte Risikokarte des österreichischen Burgenlandes: Die roten Kästen markieren Bereiche, in denen erhöhte Gefahr für einen Hangrutsch besteht.

Kommen Hänge ins Rutschen, können Menschen schwer oder gar tödlich verletzt werden. Ein Frühwarnsystem koppelt nun erstmals geologische Daten mit aktuellen Wettervorhersagen – und gibt im Bedarfsfall konkrete Warnungen aus.

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KATWARN – das kommunale Warn- und Informationssystem für die Bevölkerung

KATWARN ist ein Warnsystem, das nicht nur informiert, DASS es eine Gefahr gibt, sondern auch, WIE zu handeln ist - und zwar Postleitzahlengenau. Entwickelt vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS in Berlin in Kooperation mit den Öffentlichen Versicherern ist KATWARN bereits in verschiedenen Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland im Regelbetrieb, z. B. in Hamburg und Berlin.

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Fraunhofer-Verbund Verteidigungs- und Sicherheitsforschung

Zusammenschluss von Fraunhofer-Instituten, um ihre Forschungsaktivitäten im Bereich »Defense and Security« zu koordinieren und umzusetzen.