Schutz und Sicherheit – Entdeckung von Gefahrstoffen

Sensoren können winzige Mengen von Sprengstoff aufspüren - in Wasser, Luft oder Boden. Sie melden sofort, wenn sie Verunreinigungen im Trinkwasser entdecken. Und sie sind auf Flughäfen oder Bahnhöfen im Einsatz, um explosive Substanzen aufzuspüren. Passagiere sollen künftig beim Einchecken so wenig wie möglich belästigt werden. Hier helfen neuartige Körperscanner.

Sicherheit und Vorsorge

Referenzprojekte - Entdeckung von Gefahrstoffen

Gefährliche Substanzen vor Ort detektieren

Tragbarer Explosiv- und Gefahrenstoffscanner entwickelt

Gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Industrie hat das Fraunhofer IAF im Rahmen des EU-Projekts CHEQUERS einen tragbaren Gefahrenstoffscanner entwickelt. Der Sensor erkennt explosive, toxische oder anderweitig gefährliche Substanzen in Echtzeit und soll Einsatzkräften zur Vor-Ort-Detektion an Tatorten oder nach Unfällen dienen. 

ROBDEKON: Zentrale Anlaufstelle für die Entwicklung von Robotern für Dekontaminationsaufgaben eröffnet

Wenn chemisch verseuchtes Gelände oder alte Deponien saniert, giftiger Müll sortiert oder kerntechnische Anlagen zurückgebaut werden, arbeiten Menschen in gesundheitsgefährdendem Umfeld: Sie hantieren mit Schadstoffen, es besteht Brand- oder Explosionsgefahr oder die radioaktive Strahlung ist erhöht. Das macht aufwändige und oftmals belastende Schutzmaßnahmen erforderlich. Abhilfe schaffen könnten Roboter und autonome Maschinen, die auch ohne Bediener in der Nähe die Tätigkeiten ausführen. Für die Erforschung und Erprobung der dazu nötigen Technologien gibt es nun eine zentrale Anlaufstelle: Am 25. Juni 2019 wurde in Karlsruhe das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Kompetenzzentrum »ROBDEKON – Roboter für die Dekontamination in menschenfeindlichen Umgebungen« eröffnet.

Detektion unterschiedlicher unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen mittels intelligenter analytischer Sensorik (DURCHBLICK)

Im Projekt DURCHBLICK arbeitet das EMI am robotergestützten Einsatz von Sensortechnologien für Einsatzkräfte.
© Fraunhofer EMI

Im Projekt DURCHBLICK arbeitet das EMI am robotergestützten Einsatz von Sensortechnologien für Einsatzkräfte.

»Sprengstoff oder Seife?« – Forscherinnen und Forscher am Fraunhofer EMI arbeiten an bildgebenden Verfahren zur robotergestützten Untersuchung unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen. Hintergrund sind die zunehmende Verbreitung von Anleitungen zur Herstellung unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen (USBV) im Internet und sich häufende Vorfälle, in denen beispielsweise Bahnhofshallen wegen verdächtiger Objekte gesperrt werden müssen. Das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI koordiniert dieses deutsch-österreichische Forschungsprojekt.

Testcenter für Explosivstoffdetektionssysteme in Kooperation mit der Bundespolizei

Der Test und die Zertifizierung von Explosivstoffdetektionssystemen im Rahmen eines realistischen Testszenarios ist die Grundvoraussetzung für Sicherheitsbehörden und Endanwender wie z.B. Flughafenbetreiber, um belastbare Leistungsdaten zu erhalten. Die Geräteauswahl im Segment der Luftfahrtsicherheit, die auf Basis dieser Resultate getroffen wird, garantiert einen Europaweit einheitlichen Sicherheitsstandard.

AquaBioTox: Biologische Sensoren für die Online-Überwachung von Trinkwasser

Trinkwasser ist das für den Menschen wichtigste Lebensmittel. Wasserleitungen sind dabei durch mögliche Verunreinigungen einer ständigen Gefährdung ausgesetzt. Zudem stellt die Trinkwasserversorgung ein potenzielles Terror-Angriffsziel dar, so dass Gefahren für die öffentliche Gesundheit rechtzeitig erkannt werden müssen.

Die Trinkwasserverordnung sieht daher routinemäßige Untersuchungen auf bestimmte Krankheitserreger und chemische Stoffe vor. Hierzu werden Stichproben genommen und im Labor untersucht. Die hierbei eingesetzten Standard-Analyseverfahren sind jedoch langwierig und auf ausgewählte Parameter beschränkt: Unbekannte oder nicht erwartete toxische Stoffe werden nicht zeitnah detektiert. Diese Verfahren eignen sich somit nicht als Warnsysteme, die einen Eintrag chemischer oder biologischer Stoffe zeitnah anzeigen können.

Fraunhofer-Verbund Verteidigungs- und Sicherheitsforschung

Zusammenschluss von Fraunhofer-Instituten, um ihre Forschungsaktivitäten im Bereich »Defense and Security« zu koordinieren und umzusetzen.

Testcenter für Explosivstoff-detektionssysteme

Der Test und die Zertifizierung von Explosivstoffdetektionssystemen im Rahmen eines realistischen Testszenarios ist die Grundvoraussetzung für Sicherheitsbehörden und Endanwender wie z.B. Flughafenbetreiber, um belastbare Leistungsdaten zu erhalten. Die Geräteauswahl im Segment der Luftfahrtsicherheit, die auf Basis dieser Resultate getroffen wird, garantiert einen Europaweit einheitlichen Sicherheitsstandard.