Schutz und Sicherheit – Entdeckung von Gefahrstoffen

Sensoren können winzige Mengen von Sprengstoff aufspüren - in Wasser, Luft oder Boden. Sie melden sofort, wenn sie Verunreinigungen im Trinkwasser entdecken. Und sie sind auf Flughäfen oder Bahnhöfen im Einsatz, um explosive Substanzen aufzuspüren. Passagiere sollen künftig beim Einchecken so wenig wie möglich belästigt werden. Hier helfen neuartige Körperscanner.

Sicherheit und Vorsorge

Referenzprojekte - Entdeckung von Gefahrstoffen

Detektion unterschiedlicher unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen mittels intelligenter analytischer Sensorik (DURCHBLICK)

Im Projekt DURCHBLICK arbeitet das EMI am robotergestützten Einsatz von Sensortechnologien für Einsatzkräfte.
© Fraunhofer EMI

Im Projekt DURCHBLICK arbeitet das EMI am robotergestützten Einsatz von Sensortechnologien für Einsatzkräfte.

»Sprengstoff oder Seife?« – Forscherinnen und Forscher am Fraunhofer EMI arbeiten an bildgebenden Verfahren zur robotergestützten Untersuchung unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen. Hintergrund sind die zunehmende Verbreitung von Anleitungen zur Herstellung unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen (USBV) im Internet und sich häufende Vorfälle, in denen beispielsweise Bahnhofshallen wegen verdächtiger Objekte gesperrt werden müssen. Das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI koordiniert dieses deutsch-österreichische Forschungsprojekt.

Testcenter für Explosivstoffdetektionssysteme in Kooperation mit der Bundespolizei

Der Test und die Zertifizierung von Explosivstoffdetektionssystemen im Rahmen eines realistischen Testszenarios ist die Grundvoraussetzung für Sicherheitsbehörden und Endanwender wie z.B. Flughafenbetreiber, um belastbare Leistungsdaten zu erhalten. Die Geräteauswahl im Segment der Luftfahrtsicherheit, die auf Basis dieser Resultate getroffen wird, garantiert einen Europaweit einheitlichen Sicherheitsstandard.

Gassensoren warnen vor Schwelbränden

Rauchmelder sind allgegenwärtig. Dennoch geht die Zahl der Brandopfer jährlich in die Tausende. Grund sind oftmals Schwelbrände, bei denen sich giftiges Kohlenstoffmonoxid im Raum ausbreitet und von Rauchmeldern nicht erkannt wird. Das bedeutet höchste Gefahr für Schlafende. Lebensretter können Brandgasmelder sein, die auf giftige Gase reagieren und Brände bereits im Frühstadium entdecken. Bisher waren diese jedoch sehr teuer. Durch ein neues Messprinzip von Fraunhofer IPM werden die Sensoren nun kostengünstig und damit bereit für den Massenmarkt.

Wasserüberwachung in Echtzeit

Werkzeuge für den Trinkwasserschutz
© Fraunhofer IOSB

Online-Überwachung von Trinkwasserleitungen: Der biologische Breitbandsensor AquaBioTox reagiert unmittelbar auf Gefahrstoffe im Wasser.

Trinkwasser wird streng kontrolliert, allerdings nur in regelmäßigen Stichproben. Im Projekt »AquaBioTox« haben Forscher ein System entwickelt, dass das Trinkwasser ständig in Echtzeit überwachen kann. Es ist in der Lage, minutenschnell vor gesundheitsschädlichen Stoffen zu warnen. Herzstück ist ein BlOSensor, der wie ein Vorkoster funktioniert: Ein Teil des Trinkwassers wird abgezweigt und durch den Sensor geleitet.

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Fraunhofer-Verbund Verteidigungs- und Sicherheitsforschung

Zusammenschluss von Fraunhofer-Instituten, um ihre Forschungsaktivitäten im Bereich »Defense and Security« zu koordinieren und umzusetzen.