Prof. Holger Hanselka, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, eröffnete die Auftaktveranstaltung mit einer Festrede und würdigte den Namensgeber einer der bedeutendsten Forschungsorganisationen: »Joseph von Fraunhofer zeigte schon vor über 200 Jahren, dass Forschung und praktische Anwendung zusammengehören – eine Haltung, die bis heute die Arbeit der Fraunhofer-Gesellschaft prägt. Fraunhofer steht für Innovationskraft und die Fähigkeit, Wissen in Wertschöpfung zu verwandeln. Unser Antrieb ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse schnell und wirkungsvoll in marktfähige Lösungen zu überführen. Damit leisten wir einen unverzichtbaren Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes und zur Bewältigung globaler Herausforderungen.«
Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, unterstrich in ihrem Grußwort die Bedeutung der Fraunhofer-Gesellschaft für die Innovationskraft des Landes: »Der Namensgeber der Fraunhofer-Gesellschaft war ein neugieriger Forschergeist und erfolgreicher Unternehmer. Joseph von Fraunhofer hat den Grundstein gelegt, wofür die Fraunhofer-Gesellschaft heute noch steht: Mit ihrer klaren Ausrichtung auf neue Technologien treibt sie Innovationen in der deutschen Wirtschaft voran und gehört damit zu den wirkungsstärksten Organisationen des deutschen Wissenschaftssystems. Wir wollen unser Land mit der Hightech Agenda Deutschland zum Top-Technologieland machen – für internationale Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und technologische Souveränität. Dafür müssen wir nicht nur exzellent forschen, wir müssen die Ergebnisse auch in die Anwendung bringen. Dafür steht die Fraunhofer-Gesellschaft. In Deutschland haben wir beste Voraussetzungen, um im Technologie-Wettrennen zu bestehen und technologische Durchbrüche zu feiern.«
Die Rolle der Fraunhofer-Gesellschaft für Innovation und Transfer
Die Fraunhofer-Gesellschaft ist heute eine der führenden Organisationen für angewandte Forschung Europas und ein zentraler Akteur im deutschen Innovationssystem. »Technologietransfer ist unser Kerngeschäft. Um den Transfer technologischer Lösungen in die Anwendung spürbar zu beschleunigen und Innovationskraft in Wertschöpfung zu überführen, braucht es den Schulterschluss zwischen Forschung, Industrie und Politik«, betonte Holger Hanselka. In diesem Zusammenhang begrüßte der Fraunhofer-Präsident die Hightech Agenda Deutschland als Motor für nachhaltigen Fortschritt: »Mit der Hightech Agenda schaffen wir die Grundlage, damit innovative Ideen nicht nur in den Köpfen entstehen, sondern auch ihren Weg in die Anwendung finden. Sie ist unser Kompass, um den digitalen und technologischen Wandel aktiv mitzugestalten. Fraunhofer ist bereit, als systemrelevanter Innovationspartner der Wirtschaft Verantwortung zu übernehmen und die Brücke zwischen politischer Zielsetzung, technologischer Exzellenz und industrieller Skalierung zu schlagen.«
Paneldiskussion über die Zukunftsfähigkeit Deutschlands im globalen Innovationswettbewerb
Prof. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, richtete sich mit einer kurzen Videobotschaft an die Teilnehmenden. In einem hochrangigen Panel diskutierten Expertinnen und Experten über die Zukunftsfähigkeit Deutschlands im globalen Innovationswettbewerb. Prof. Irene Bertschek, Vorsitzende Expertenkommission Forschung und Innovation, Prof. Siegfried Russwurm, designierter Präsident der acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Dr. Effrosyni Chelioti, Abteilungsleiterin Strategien und Grundsatzfragen im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, und Prof. Constantin Häfner, Vorstand für Forschung und Transfer der Fraunhofer-Gesellschaft, zeigten wichtige Ankerpunkte auf, wo Deutschland ansetzen muss, um im globalen Wettbewerb mithalten zu können. So sei es erforderlich, regulatorische und strukturelle Barrieren abzubauen, damit Deutschland seine Rolle als Innovationsführer behaupten kann. Ein wichtiger Schritt sei das Innovationsfreiheitsgesetz, um den Technologietransfer zu beschleunigen, Bürokratie abzubauen und die Innovationskraft in Deutschland nachhaltig zu fördern. Denn visionäre Projekte schneller und effizienter umzusetzen, sei das Gebot der Stunde.
Weitere Informationen zum Joseph-von-Fraunhofer-Gedenkjahr unter Schirmherrschaft der UNESCO anlässlich seines 200. Todestages finden Sie hier: Joseph-von-Fraunhofer