So demonstriert das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS Technologien für eine 5G/6G-Non-Terrestrial-Network-Basisstation, mit deren Hilfe künftige Satellitenkommunikation unter realen Orbitbedingungen getestet und validiert werden kann – ein Schlüssel für robuste Netzanbindung, exakte Zeitreferenzen und stabile Kommunikationssysteme.
Hochpräzise Erdbeobachtung aus dem All, die Mensch und Umwelt dient, ermöglicht das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF mit seinen optischen Baugruppen für die ESA-Mission CO2M, die künftig weltweit CO₂-Emissionen messen sollen. Die am Institut entwickelten, weltweit einzigartigen Disperser werden hochauflösende, quantitative Messungen von Treibhausgasen ermöglichen und sollen verlässliche Daten für Klimaschutz und -Monitoring liefern.
Vorgestellt wird auch das für ressourceneffizientes Smart Farming entwickelte, kompakte Weltraum-Spektrometer des Fraunhofer IOF mit der Bezeichnung »Rainbow«, das wiederum für die Nutzung auf Kleinsatelliten und die Bestimmung von Bodenfeuchte und Nährstoffverfügbarkeit optimiert ist.
Ebenfalls im Fokus der Fraunhofer-Expertinnen und -Experten: Die Industrialisierung der Raumfahrt durch robuste Systeme, zuverlässige Qualität und wirtschaftliche Fertigung – auch in Klein- und Mittelserien. Zahlreiche Exponate erläutern, wie additive und hochpräzise Fertigungsverfahren den Übergang von Einzelstücken zu reproduzierbaren Raumfahrtkomponenten ermöglichen.
Eine Mission Wall und ein virtueller Satellit visualisieren die gesamte Bandbreite und Kontinuität der innerhalb von Fraunhofer AVIATION & SPACE gebündelten Raumfahrtkompetenzen für die Erde und darüber hinaus: von Materialwissenschaften und Prozessen, boden- wie weltraumgebundener Sensorik über Technologien für die Erdbeobachtung, sichere Kommunikation und den Schutz von Weltraumsystemen bis hin zu planetaren Missionen.
Innovation braucht Umsetzung
Die Zukunft der Luft- und Raumfahrt wird entscheidend durch die industrielle und digitalisierte Umsetzung innovativer Technologien beeinflusst. Elektrifizierung, Wasserstofftechnologien, Satellitenkommunikation und Erdbeobachtung entfalten ihren Nutzen erst dann vollständig, wenn sie skalierbar, robust und wirtschaftlich in der industriellen Fertigung realisierbar sind. Digitalisierung, beispielsweise über Cyber Physical Systems, macht die Prozesse sicherer, planbarer und wirtschaftlicher.
Der Auftritt auf der ILA 2026 unterstreicht an dieser Stelle die Rolle der Fraunhofer-Gesellschaft als wertvoller Innovationspartner für Luft- und Raumfahrtforschung. Die präsentierten Technologien verbinden wissenschaftlichen Vorsprung mit industrieller Umsetzbarkeit – von der Idee bis zur Anwendung.
In Ergänzung zu den gezeigten Lösungen bietet die Speakers Corner an Stand 240 in Halle B Raum für Kurzvorträge und Diskussionen zu aktuellen Forschungsthemen, technologischen Trends und zukünftigen Anwendungen. Begleitend gestalten Fraunhofer-Forschende weitere Fachbeiträge und Diskussionsformate, etwa auf der ILA Stage AVIATION des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie BDLI.
Eine Übersicht der Themen und Formate ist zu finden unter: