Pressemappe zur Hannover Messe 2016

Fraunhofer stellt auf der Hannover Messe vom 25. – 29. April ihre neuesten Forschungsergebnisse vor. Unsere Gemeinschaftsstände finden Sie in:

  • Halle 2 Stand C16/C22: Hauptstand und Adaptronik
  • Halle 7 Stand E11: Simulation
  • Halle 17 Stand C18: Produktion

 

Pressekonferenz  »Digitalisierung in der Automobilproduktion«

Montag 25. April 2016, 14.00 – 15.00 Uhr, im Convention Center, Saal 12

mit

Professor Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft

Wolfram Thomas, Leiter Konzern-Produktion, Volkswagen Aktiengesellschaft

Prof. Peter Gutzmer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand Technologie Schaeffler AG

Prof. Wilhelm Bauer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Thema: »Digitalisierung in der Automobilproduktion«

 

Pressefrühstück »Numerische Simulation in der Produkt- und Prozessentwicklung«

Dienstag, 26. April 2016, 10.00 Uhr, Halle 7, Stand E11

mit Andreas Burblies, Sprecher der Fraunhofer-Allianz Simulation 

Thema: »Numerische Simulation«

Presseinformationen

 

DUPLOcator: Das Unerwartete wird planbar

In der Industrie 4.0 erhalten Roboter Fähigkeiten, um mit Menschen und anderen technischen Systemen zu kooperieren. Fraunhofer zeigt in diesem Jahr mit dem DUPLOcator wie eine Maschine selbst erkennt was zu tun ist.

 

Unterwasserfahrzeuge vom Fließband

Den Meeresboden erkunden, nach Ölquellen oder Mineralien suchen – all dies funktioniert nur mit autonom operierenden Unterwasserfahrzeugen. Fraunhofer-Forscher haben dafür erstmals ein robustes, leichtes und leistungsfähiges Fahrzeug entwickelt, das in Serie hergestellt werden soll. 

 

Produktion ohne starre Pläne

Wie lässt sich eine hochgradig flexible Produktion zu den Kosten und mit dem Tempo einer Linienfertigung erreichen?  Wie das geht, zeigen Fraunhofer- Forscher auf der Hannover Messe 2016 – die Preview am 27. Januar 2016 gewährte erste Einblicke.

 

Produktionsprozesse in Echtzeit anpassen

Eine biotechnologische Produktionsanlage zu digitalisieren und zu vernetzen, ist eine große Herausforderung. Es fehlt an entsprechenden Standards, und die Biologie hat eine eigene Dynamik. Mit einer vollautomatischen Anlage zum Generieren von Stammzellen ist es Fraunhofer-Forschern gelungen, die Prozesssteuerung an das Wachstum der Zellen anzupassen. 

 

Industrie 4.0 – »Smart Glasses« im ersten Shop-Floor-Einsatz verkürzen Informationsprozesse

»oculavis«, eine vom Fraunhofer IPT in Aachen entwickelte Softwarelösung zur Integration von Smart Devices in der Produktion, befindet sich nun erstmals im Shop-Floor-Einsatz.

 

Neues Exoskelett für maximale Bewegungsfreiheit

Muskel-Skelett-Erkrankungen sind die Hauptursache für Arbeitsunfähigkeit in Deutschland. Exoskelette, also am Körper getragene Stützstrukturen, können das Verletzungsrisiko minimieren. Das Fraunhofer IPA hat ein Oberkörperexoskelett entwickelt, das den Träger mit zusätzlicher Kraft versorgt, ohne ihn körperlich einzuschränken.

 

Langzeit-EKG für Windanlagen

Offshore-Windanlagen müssen vieles aushalten – das gilt vor allem für die Fundamente, die im Meeresboden verankert sind. Von Zeit zu Zeit untersuchen Taucher diese Gründungsstrukturen auf Mängel. Mit einer Sensormanschette lassen sich die Kontrollen künftig schneller und einfacher durchführen.

 

Erntemaschinen auf dem Weg ins Internet der Dinge

Die Migration der klassischen Industrie in das Internet der Dinge ist das Thema des Fraunhofer ESK auf der Hannover Messe. Als Beispiel zeigen wir die vorausschauende, Cloud-gestützte Wartung von Erntemaschinen der Firma Holmer. Von Huawei stammt die Hardware und on uns das Konzept und die Einführungsmethodik. 

 

Industrie 4.0 erleben und begreifen

Die diesjährige Hannover Messe steht für uns im Kontext vernetzter Systeme. Was dank Smartphone, Tablet und Co. im Consumer-Bereich schon selbstverständlich ist, muss auch in der industriellen Produktion verankert werden. Von Assistenzsystemen mit Sprach- und Gestensteuerung, Möglichkeiten der Produktionsplanung per digitaler Webplattform und App bis hin zu autonomen und selbstfahrenden Robotern zeigen wir verschiedene Forschungs- und Entwicklungsszenarien im Kontext Industrie 4.0 an unserem Stand C18 in Halle 17. Ein Highlight ist die erstmalige Vorstellung der Lernfabrik für vernetzte Produktion LVP. Eine reale Schulungsumgebung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das Potenzial der Digitalisierung in der Produktion praxisnah anhand eines konkreten Anwendungsfalles der Getriebeproduktion zu vermitteln.

 

Umweltfreundlicher Strom mit Rotorblättern aus Metall

Windkraftanlagen speisen umweltfreundlichen Strom in die Netze. Der überwiegende Teil großer Rotorblätter besteht gewichtsbedingt aus faserverstärkte Kunststoffen. Diese Materialien lassen sich derzeit noch kaum recyceln, die
Wiederverwertung ist sehr aufwändig. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz setzen daher auf Metall als Flügelmaterial, insbesondere auf Stahl für kleinere Anlagen.

 

Industrie 4.0: IT-Sicherheitslabor ermöglicht sichere Produktion

Moderne Produktionsanlagen sind  hochgradig vernetzt. Steuerungen und eingebettete Systeme kommunizieren selbständig miteinander, Planungssysteme aus der Cloud berechnen Auftragsschritte und Maschinenbelegungen, Anlagenführer überwachen und steuern aus der Ferne, Wartungspersonal greift weltweit zu und führt Konfigurationsänderungen aus.

 

Industrie 4.0: PLUGandWORK – Automatisierte Kommunikation in der Produktion

Ziel ist es, die sichere Integration von Daten und Services in Anwendungen und Plug and Work-Funktionen für Geräte, Datenanalysesoftware oder Fabrikanlagen zu zeigen. Die Standards AutomationML (IEC 62714) und OPC UA werden hierbei eine Schlüsselrolle einnehmen. Diese Kombination-Standards reduzieren den manuellen Engineering-Aufwand für den Austausch von Informationen in Fabriken. Somit können die Fabrikbetreiber die Fertigungsprozesse und Wertschöpfungsketten durch neuer Kundenanforderungen flexibel anpassen

 

Industrie 4.0 - Smart Factory Web: Ein Testbed beim IIC

Das koreanische Forschungsinstitut KETI und das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) in Karlsruhe haben ein vom koreanischen Ministerium für Handel, Industrie und Energie (MOTIE) finanziertes Projekt gestartet: basierend auf den Konzepten des »Industrial Internet of Things« (IIoT) erforschert das IOSB integrierte Architekturen und Technologien für ein Web von verteilten intelligenten Fabriken (Smart Factories). Die Architektur des Smart Factory Web nutzt die Industrie 4.0-Konzepte des Referenzarchitekturmodells RAMI4.0 und die Spezifikationen des Industrial Internet Consortiums (IIC), die in dessen Industrial Internet Referenz-Architektur (IIRA) festgelegt sind. Das Smart Factory Web wird beim IIC als Testbed für dessen Referenzarchitektur beantragt.

 

Autonome Systeme für menschenfeindliche Umgebungen

Menschenfeindliche Umgebungen sind durch Bedingungen gekennzeichnet, die Menschen besonders belasten oder gefährden, wie zum Beispiel unter Wasser, extreme Höhen (Weltraum), Kontamination (Strahlung, Viren, Gifte), Extrembedingungen (Sauerstoffmangel, Verschmutzung, Hitze/Kälte), hohes Gefahrenpotenzial (Einsturz- und Explosionsgefahr) oder Bedrohungen durch Menschen (Krisen- und Kriegsgebiete, Polizei-Sondereinsätze).

 

Industriereife Terahertz-Technologie

 

Terahertz ist eine neue Technik, mit der sich Bauteile und Oberflächen zerstörungsfrei prüfen lassen. Bislang sind die Geräte und insbesondere die Messköpfe teuer und unhandlich. Fraunhofer-Forschern ist es gelungen, die Messköpfe deutlich kompakter und somit günstiger zu fertigen. Dies erleichtert ihre Handhabe erheblich. Erste Prototypen sind bereits in der Produktion von Kunststoffrohren im Einsatz. Zudem eignen sie sich sehr gut, um Beschichtungen von Faserverbundwerkstoffen zu untersuchen. Auf der Hannover Messe vom 25. bis zum 29. April 2016 werden die neuen Sensorköpfe vorgestellt (Halle 2, Stand C16/C22).

 

 

Reale Umweltdaten in Echtzeit für Simulationen nutzen

 

Um Fahrzeuge am Computer zu entwickeln, benötigt man genaue Daten unterschiedlicher Umwelteinflüsse. Nur so können die Entwickler wie in echten Autos testen. Fraunhofer-Forscher zeigen auf der Hannover Messe ein System, das reale Daten bei normaler Fahrgeschwindigkeit mit Laserscannern sammelt und in Echtzeit als Fein- oder Grobdaten für 3D-Fahrzeugsimulationen aufbereitet – schnell und günstig (Halle 7, Stand E11).

 

 

Presswerk 4.0 - Stillstandszeiten halbieren, Fertigung flexibilisieren

Fallen Maschinen aufgrund eines Fehlers aus, kommt dies Unternehmen teuer zu stehen – so auch im Presswerk. Mit dem Presswerk 4.0 wollen Fraunhofer-Forscher die fehlerbedingten Stillstandszeiten um mindestens die Hälfte reduzieren. Durch gezielte Vernetzung von Daten in der Produktion können Mitarbeiter Fehler schneller erkennen und beheben. Intelligente, vernetzte Maschinen gleichen Störeinflüsse aus, sodass Material verarbeitet werden kann, das im Ausschusscontainer landen würde.

 

 

Radar mit Rundumblick

Der Einsatz von Robotern in der Industrie ist nicht mehr wegzudenken. Sicherheits-Laserscanner sichern meist die Gefahrenbereiche ab und schützen Menschen vor Kollisionen. Doch den optischen Sensoren sind Grenzen gesetzt, etwa wenn Kunststoffplatten, Staub oder Rauch die Sicht behindern. Ein neuer Hochfrequenz-Radarscanner von Fraunhofer-Forschern durchdringt diese Hindernisse. Der Clou: Er erfasst die Umgebung im 360-Grad-Radius. Somit zeichnet sich das System für Sicherheitsanwendungen in der Mensch-Maschine-Kollaboration aus.

 

Taktile Servolenkung für Kommissionierwagen

Fahrzeuge in Logistikzentren lassen sich künftig intuitiver lenken. Dies erleichtert die Arbeit und erhöht die Sicherheit. Möglich machen es »taktile« Griffe von Fraunhofer-Forschern: Sie erkennen mittels Drucksensoren, in welche Richtung der Nutzer den Wagen schiebt oder zieht. Bei Kollisionsgefahr stoppt das Gefährt sofort.

 

 

Digitaler Schulterschluss von Mensch und Maschine

Ein Interview mit Prof. Wilhelm Bauer, Institutsleiter am Fraunhofer IAO, über die Auswirkungen von Industrie 4.0 auf die Arbeitswelt.

Fraunhofer IESE und amerikanisches Schwesterinstitut CESE präsentieren sich gemeinsam

Auf der Hannover Messe, der weltweit größten Industriemesse, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern seine transatlantische Zusammenarbeit mit seinem amerikanischen Schwesterinstitut, dem Fraunhofer Center für Experimental Software Engineering CESE in College Park, Maryland, USA.

Digitalisierung in der Automobilproduktion

Innovationspartnerschaft: Fraunhofer zeigt zusammen mit der Volkswagen AG und Schaeffler AG neue Lösungsansätze für Industrie 4.0 am Beispiel der Automobilproduktion auf 

Mensch und Maschine: Forscher zeichnen Szenarien für künftige Arbeitswelten in der digitalen Produktion

 

26.4.2016

Mit flexiblen Drucksensoren Geräte stufenlos steuern

Silikon ist so weich, dass es auch dem Druck eines Fingers nachgibt. Fraunhofer-Forscher haben Sensoren aus diesem flexiblen Material hergestellt, mit denen Geräte stufenlos bedient werden können. Auf der Hannover Messe zeigen sie einen Handschuh, der Druckkräfte misst, sowie ein Autolenkrad, mit dem sich Musik, Licht und Lüftung per Fingerdruck steuern lassen (Halle 2, Stand C16/C22).