Wissenschaftliche Integrität

Die wissenschaftliche Integrität beschreibt die ethische Grundhaltung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie ihre Verantwortung für die Redlichkeit und Qualität ihres wissenschaftlichen Wirkens. Für die Fraunhofer-Gesellschaft als Organisation der angewandten Forschung ist die wissenschaftliche Integrität Basis ihres Selbstverständnisses. Die Anwendung hoher Sorgfalt bei den wissenschaftlichen Methoden und bei der Dokumentation der Daten ist auch Grundlage für das Vertrauen der Wirtschaftskunden, Kooperationspartner und der Öffentlichkeit. Deshalb begrüßt die Fraunhofer-Gesellschaft die Empfehlungen der Kommission »Selbstkontrolle in der Wissenschaft« durch die Mitgliedseinrichtungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie die »Empfehlungen des Wissenschaftsrats zur wissenschaftlichen Integrität« und setzt diese innerhalb der Organisation um.
 

Umsetzung bei Fraunhofer

Die Fraunhofer-Gesellschaft hat eine »Fraunhofer Policy zur Umsetzung wissenschaftlicher Integrität« entwickelt. Die darin enthaltenen Grundsätze sind weiterhin im internen Fraunhofer-Verhaltenskodex sowie in den »Erklärungen der Fraunhofer-Gesellschaft zur Zusammenarbeit mit Dritten« verankert. Damit hat die Fraunhofer-Gesellschaft als dezentral agierende Organisation klare Regeln und Verfahren für ihre Institute und Einrichtungen etabliert. Für die Mitwirkung bei der Vermittlung der wissenschaftlichen Integrität sowie für Beratung in Konfliktfällen in Fragen guter wissenschaftlicher Praxis ist in jeder Fraunhofer-Einheit eine wissenschaftlich erfahrene und qualifizierte Ombudsperson für gute wissenschaftliche Praxis von der Institutsleitung benannt.

Förderung von Open Access

Um die Zugänglichkeit und Nachvollziehbarkeit der Forschungsergebnisse zu fördern, verfolgt die Fraunhofer-Gesellschaft bei der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen das Prinzip des Open Access. Bereits 2003 war Fraunhofer unter den Erstunterzeichnern der »Berliner Erklärung« über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen und hat seit 2008 eine Open Access Policy. In Weiterentwicklung dieser Policy verabschiedete Fraunhofer 2015 als erste Wissenschaftsorganisation in Deutschland eine Open Access-Strategie 2020,  die konkrete Ziele und Umsetzungsmaßnahmen beinhaltet. So soll durch gezielte Förderung zugleich erreicht werden, dass – soweit möglich – auch zugehörige Forschungsdaten frei zugänglich gemacht werden.