Geschichte der Fraunhofer-Gesellschaft

2010–2018

2010

50 Jahre Laser: Laserlicht als Werkzeug

Fraunhofer-Forscher haben maßgeblich dazu beigetragen, den Laser in Deutschland industrietauglich zu machen. Einst verspottet als »Erfindung auf der Suche nach einer Anwendung « hat sich der Laser inzwischen zum beinahe universellen Werkzeug entwickelt. Seine herausragenden Eigenschaften, die höchste Energiekonzentration auf kleinstem Raum erlauben, machen ihn unentbehrlich für fast alle Materialien und Aufgabenbereiche.

Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft begleitet die Hightech-Strategie der Bundesregierung

Am 25. Februar 2010 nimmt die Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft mit ihrer konstituierenden Sitzung die Arbeit auf. Sie berät die Bundesregierung bei der Umsetzung der neuen Hightech-Strategie. Geleitet wird die Forschungsunion wie bisher von Prof. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, und Dr. Arend Oetker, Präsident des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft. 23 Promotoren, die teilweise von Ministerin Prof. Dr. Annette Schavan neu berufen wurden, sollen jetzt die Umsetzung der Hightech-Strategie in zielgerichtete Forschungskooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft aktiv weiterverfolgen.

Die Preisträger der Wissenschaftspreise auf der Fraunhofer-Preisverleihung am 19. Mai 2010 in Leipzig mit Dr. Arend Oetker, Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft (links außen), Frau Prof. Dr. Annette  Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung (Bildmitte) und Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft (rechts außen)

Die Preisträger der Wissenschaftspreise auf der Fraunhofer-Preisverleihung am 19. Mai 2010 in Leipzig mit Dr. Arend Oetker, Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft (links außen), Frau Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung (Bildmitte) und Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft (rechts außen)

Fraunhofer-Preisverleihung 2010

Auf der Jahrestagung der Fraunhofer-Gesellschaft unter dem Motto »Verbindungen – Bausteine des Fortschritts« am 19. Mai 2010 in Leipzig werden der Wissenschaftspreis des Stifterverbandes sowie drei Joseph-von-Fraunhofer-Preise und drei Hugo-Geiger-Preise verliehen. Als Ehrengast ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Annette Schavan geladen. Zusammen mit über 600 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft werden die Preise in einem feierlichen Rahmenprogramm übergeben.

Wissenschaftspreis des Stifterverbands
Wissenschaftlern aus vier Fraunhofer-Instituten ist es gemeinsam mit Partnern aus der Industrie gelungen, einen neuen Werkstoffverbund herzustellen und für Anwendungen nutzbar zu machen. Der Werkstoffverbund »Diamantbeschichtete Keramik DiaCer®« vereint in sich das Beste von beiden Materialien. Überall dort wo Bauteile und Werkzeuge stark beansprucht werden, etwa in Pumpen oder bei Umformwerkzeugen, bietet DiaCer® maximalen Verschleißschutz gepaart mit niedrigen Reibwerten. Das interdisziplinäre Team wird mit dem Wissenschaftspreis des Stifterverbands 2010 ausgezeichnet.

  • Dr. Lothar Schäfer, Dr. Markus Höfer, Dipl.-Ing. Markus Armgardt, Dr. Simone Kondruweit (Fraunhofer-Institut für Schicht-und Oberflächentechnik IST)
  • Dr. Bernhard Blug und Dr. Thomas Hollstein (Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM)
  • Dr. Mathias Herrmann, Dipl.-Ing. Axel Bales, Dipl.-Ing. Kerstin Sempf (Fraunhofer-Institut für keramische Technologien und Systeme IKTS)
  • Dipl.-Ing. Tom Hühn und Dr. Jens König (Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK) und ihre Partner von Burgmann Industries GmbH & Co. KG, Ceram Tec AG, Condias GmbH, Drahtwerk Elisental W. Erdmann GmbH & Co. KG, H.C. Starck Ceramics GmbH & Co. KG, KSB AG für die Entwicklung eines neuen Werkstoffverbunds für extreme Anforderungen: Diamantbeschichtete Keramik DiaCer®

Preisträger des Joseph-von-Fraunhofer-Preises

  • Dr. Andreas Bett und Dr. Frank Dimroth
    vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE für die Entwicklung höchsteffizienter Mehrfachsolarzellen mit 41,1 Prozent Rekordwirkungsgrad und deren Kommerzialisierung in FLATCON®-Konzentratorsystemen
  • Dr. rer. nat. Joachim Storsberg
    vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP für die Entwicklung einer biomimetischen Keratoprothese (künstliche Augenhornhaut)
  • Dipl.-Ing. Manfred Peschka, Dr. rer. nat. Volkmar Stenzel und Dipl.-Ing. Yvonne Wilke
    vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM für die Entwicklung von Lacken mit strömungswiderstandsreduzierenden Eigenschaften zur Treibstoffeinsparung (»Haifischhaut«) für Flugzeuge und Schiffe

Preisträger Hugo-Geiger-Preise

  • Dipl-Phys. Marcel Sieler
    vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF für das Design und die Realisierung eines mikrooptischen Array-Projektors
  • Dipl.-Ing. Sebastian Polster
    vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB für die strukturelle Defektcharakterisierung von 4H-SiC-Substraten und Epitaxieschichten mittels Röntgentopographie und Röntgendiffraktometrie
  • Dipl.-Phys. Nils Brinkmann
    vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE für die Epitaxie durch Löcher – Prozessentwicklung und Charakterisierung
Wissenschaftspreis des Stifterverbands fuer die deutsche Wissenschaft 2010: Dr. Thomas Hollstein und Dipl.-Phys. Bernhard Blug lieferten mit den Bauteil-Simulationen wesentliche Erkenntnisse.
© Fraunhofer / Dirk Mahler

Dr. Thomas Hollstein und Dipl.-Phys. Bernhard Blug lieferten mit den Bauteil-Simulationen wesentliche Erkenntnisse.

Bild: Axel Bales, Dr. Mathias Herrmann, Kerstin Sempf
© Fraunhofer / Dirk Mahler

Wissenschaftspreis des Stifterverbands fuer die deutsche Wissenschaft 2010: Axel Bales, Dr. Mathias Herrmann, Kerstin Sempf (vlnr)

Wissenschaftspreis des Stifterverbands fuer die deutsche Wissenschaft 2010: Dr. Lothar Schäfer, Dr. Markus Höfer, Dipl.-Ing. Markus Armgardt, Dr. Simone Kondruweit (Fraunhofer-Institut für Schicht-und Oberflächentechnik IST)
© Fraunhofer / Dirk Mahler

Wissenschaftspreis des Stifterverbands fuer die deutsche Wissenschaft 2010: Dr. Lothar Schäfer, Dr. Markus Höfer, Dipl.-Ing. Markus Armgardt, Dr. Simone Kondruweit (Fraunhofer-Institut für Schicht-und Oberflächentechnik IST)

Bild: Preisträger
© Fraunhofer / Dirk Mahler

Joseph-von-Fraunhofer-Preistraeger 2010 Dr. Andreas Bettt und Dr. Frank Dimroth (v.l.n.r.) Fraunhofer ISE

Bild: Preisträger
© Fraunhofer / Dirk Mahler

Joseph-von-Fraunhofer-Preistraeger 2010 Dr. Joachim Storsberg Fraunhofer IAP

Bild: Preisträger
© Fraunhofer / Dirk Mahler

Joseph von Fraunhofer-Preis 2010: Yvonne Wilke, Dr. Volkmar Stenzel, Manfred Peschka (vlnr) Fraunhofer IFAM

Fraunhofer gründet Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen in Hamburg

Fraunhofer eröffnet am 2. Dezember das Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML in Hamburg. Das neue Center konzentriert sich auf die Optimierung von Prozessen entlang der maritimen Wertschöpfungskette. Forschungsschwerpunkte sind u. a. die Seehafenplanung und das Flottenmanagement. Das CML ist eine Einrichtung des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML.

Verleihung des Deutschen Zukunftspreises 2010
© Christian Hass

Verleihung des Deutschen Zukunftspreises 2010

Deutscher Zukunftspreis 2010

Bundespräsident Christian Wulff verleiht am 1. Dezember 2010 den Entwicklern des Projekts »Vorbild Elefantenrüssel – ein Hightech-Helfer für Industrie und Haushalt« den Deutschen Zukunftspreis 2010.

Dr. Peter Post und Markus Fischer von der Festo AG & Co. KG, Esslingen und Andrzej Grzesiak vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart und ihre Teams schufen nach dem Muster von Konstruktionsprinzipien aus der Natur einen einzigartig flexiblen Handling-Assistenten für eine neue Generation vielseitig einsetzbarer Assistenzsysteme. Bemerkenswert ist dabei die Hightech-Symbiose aus Bionik, Pneumatik, Mechatronik und Handhabungstechnik sowie Generativer Fertigungstechnologie.

2011

Fraunhofer-Einrichtung für Elektronische Nanosysteme ENAS in Chemnitz wird Institut

Die Fraunhofer-Einrichtung für Elektronische Nanosysteme ENAS in Chemnitz ist seit 1. Januar eigenständiges Institut. Die Forscher des Fraunhofer ENAS sind auf Smart Systems Integration unter Nutzung von Mikro- und Nanotechnologien spezialisiert.

Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut jetzt auch in Boston vertreten

Fraunhofer USA eröffnet am 5. Mai in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut HHI ein Büro in Cambridge MA, USA. Das neue Forschungszentrum bietet Unternehmen in Nordamerika innovative Technologien deutscher Forscher an. Die Schwerpunkte liegen auf der Medizin- und Sicherheitstechnik.

Fraunhofer-Preisverleihung 2011

Auf der Jahrestagung der Fraunhofer-Gesellschaft unter dem Motto »Technik erleben – Zukunft hören« am 26. Mai 2011 in Nürnberg werden drei Joseph-von-Fraunhofer-Preise, der Preis »Technik für den Menschen« sowie drei Hugo-Geiger-Preise verliehen.

Preis »Technik für den Menschen«

Dr. Jürgen Drossard, Dr. Thomas Rademacher und Dr. Stefan Schillberg vom Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME gelang es zusammen mit Prof. Dr. Wiltrud Treffenfeldt von Dow AgroSciences und Dr. Uwe Gottschalk von der Sartorius Stedim Biotech S.A., Wirkstoffe in transgenen Pflanzen und Pflanzensuspensionszellen herzustellen – wirtschaftlich und sicher. Die produzierten Proteine werden zurzeit mit dem Ziel geprüft, sie in klinischen Studien einzusetzen.

Die Preisträger des Joseph-von-Fraunhofer-Preises

  • Dipl.-Ing. Marc Gayer, Dipl.-Ing. Manfred Lutzky, Dipl.-Ing. Markus Schnell
    vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS für ein Audiocodierverfahren, das die Sprach- und Klangqualität in der Telefonie entscheidend verbessert.
  • Dr. Sabine Amberg-Schwab
    vom Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC und Dr. Klaus Noller vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV entwickelten eine speziell beschichtete Kunststofffolie für die Photovoltaik.
  • Dr.-Ing. Heribert Schmidt
    vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE entwickelte ein neues Wechselrichterkonzept mit einem Weltrekord-Wirkungsgrad von 99 Prozent zur Umwandlung photovoltaisch gewonnener Energie.

Hugo-Geiger-Preis

  • Georg Hackenberg M. Sc. vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT entwickelte ein Multi-Touch Interface, bei dem ein 3D-Kamerasystem Gesten bis hin zu den Bewegungen einzelner Finger aufnimmt und in Echtzeit verarbeitet und so die Technik der Gestenerkennung stark verbessert.
  • Dipl.-Ing. (FH) Stefan Hebele vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS konstruierte aus Leichtbauwerkstoffen ein handliches, leichtes Computertomographie-System für den mobilen Einsatz.
  • Anika Brahm, M. Eng. vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF konstruierte ein Terahertz-Messsystem, mit dem man die Struktur und die chemische Zusammensetzung von Gegenständen, zum Beispiel beim Einsatz in der Qualitätskontrolle und in der Sicherheitstechnik, erkennen kann.
Fraunhofer-Preisverleihung 2011 in Nürnberg

Fraunhofer-Preisverleihung 2011 in Nürnberg

Preis »Technik für den Menschen« 2011: Dr. Jürgen Drossard, Dr. Thomas Rademacher und Dr. Stefan Schillberg (v.l.n.r.) vom Fraunhofer IME
© Dirk Mahler

Preis »Technik für den Menschen« 2011: Dr. Jürgen Drossard, Dr. Thomas Rademacher und Dr. Stefan Schillberg (v.l.n.r.) vom Fraunhofer IME

Josepf-von-Fraunhofer-Preisträger 2011: Marc Gayer, Manfred Lutzky und Markus Schnell (v.l.n.r.) vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS.
© Dirk Mahler

Josepf-von-Fraunhofer-Preisträger 2011: Marc Gayer, Manfred Lutzky und Markus Schnell (v.l.n.r.) vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS.

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2011: Dr. Sabine Amberg-Schwab vom Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC und Dr. Klaus Noller vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV
© Dirk Mahler

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2011: Dr. Sabine Amberg-Schwab vom Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC und Dr. Klaus Noller vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2011: Dr.-Ing. Heribert Schmidt vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE.
© Dirk Mahler

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2011: Dr.-Ing. Heribert Schmidt vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE.

Dr. Alexander Kurz
© Fraunhofer-Gesellschaft

Dr. Alexander Kurz, Vorstand Personal und Recht

Dr. Alexander Kurz wird neuer Fraunhofer-Vorstand für Personal und Recht

Dr. Alexander Kurz ist seit 1. Juni neues Vorstandsmitglied der Fraunhofer-Gesellschaft für Personal und Recht. Der erfahrene Forschungs-Manager war zuletzt Vizepräsident des Karlsruher Instituts für Technologie KIT, das aus der Fusion von Universität und Forschungszentrum neu entstanden ist.

Projektgruppe Fraunhofer SIT in München wird Fraunhofer AISEC

Die Münchner Projektgruppe »Sicherheit und Zuverlässigkeit« des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT ist seit 1. Juli eine selbstständige Fraunhofer-Einrichtung für Angewandte und Integrierte Sicherheit. Forscher arbeiten unter anderem daran, die Sicherheit von Cloud-Computing und Eingebetteten Systemen zu erhöhen.

Fraunhofer-Center in Chile

Eröffnung des ersten Fraunhofer-Centers in Chile

Das Center for Systems Biotechnology startete zum Jahreswechsel unter dem Dach der Stiftung Fraunhofer Chile Research. Es beschäftigt sich mit anwendungsnaher biotechnologischer Forschung. Die chilenischen Wissenschaftler kooperieren eng mit dem Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME.

Bild: pi65_fo1g_Zwei Fraunhofer-Forscher für den Deutschen Zukunftspreis 2011 nominiert
© Deutscher Zukunftspreis/Ansgar Pudenz

Organische Elektronik – mehr Licht und Energie aus hauchdünnen Molekülschichten (v.l.n.r) Prof. Dr. rer. nat. Karl Leo, Dr. rer. nat. Martin Pfeiffer, Dr. rer. nat. Jan Blochwitz-Nimoth

Deutscher Zukunftspreis 2011

Der Deutsche Zukunftspreis 2011 geht an ein Forscher-Team mit Fraunhofer-Beteiligung. Professor Karl Leo, Dr. Jan Blochwitz-Nimoth und Dr. Martin Pfeiffer erhalten am 14. Dezember für ihre Entwicklungen in der »Organischen Elektronik« den Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation.

2012

Joseph von Fraunhofer
© Fraunhofer-Gesellschaft

Joseph von Fraunhofer

225. Geburtstag von Joseph von Fraunhofer

Am 6. März 2012 geben die Fraunhofer-Experten Pater Leo Weber und Carl R. Preyß zum Andenken an den 225. Geburtstag von Joseph von Fraunhofer (1787-1826) in einem Video einen Einblick in sein Leben und seine Wirkungsstätte im Kloster Benediktbeuern.

 

Fraunhofer-Preisverleihung 2012
© Fraunhofer

Verleihung der Wissenschaftspreise auf der Fraunhofer-Jahrestagung am 8. Mai 2012 in Stuttgart

Auf der Jahrestagung der Fraunhofer-Gesellschaft unter dem Motto »Leben und Arbeiten in der Morgenstadt« am 8. Mai 2012 in Stuttgart werden wieder die Joseph-von-Fraunhofer-Preise, der Wissenschaftspreis des Stifterverbands sowie die Hugo-Geiger-Preise verliehen.

Gründungen im Ausland

Die Fraunhofer UK Research Ltd. wird im März 2012 als selbstständige britische Fraunhofer-Auslandsgesellschaft mit Sitz in Glasgow, Schottland gegründet. Das Fraunhofer Center for Applied Photonics CAP soll demnächst als erstes Center unter dem juristischen Dach der Auslandstochter eingerichtet werden.

Am 9. März 2012 wird das erste Fraunhofer-Projektcenter in Brasilien in Salvador, Bahia eröffnet. Das neue Fraunhofer Project Center on Software and Systems Engineering wird sich u.a. mit folgenden Themen befassen: innovative Lösungen für kritische bzw. große Systeme, mobile Geschäftsanwendungen, e-Government sowie Lebensassistenzsysteme (Ambient Assisted Living).

Professor Reimund Neugebauer
© Fraunhofer / Jörg Lange

Professor Reimund Neugebauer

10. Fraunhofer-Präsident

Am 1. Oktober 2012 tritt Professor Reimund Neugebauer sein Amt als Fraunhofer-Präsident in der Zentrale in München an. Er ist nun verantwortlich für Europas größte Organisation für angewandte Forschung mit mehr als 20 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

2013

© Fraunhofer AISEC

Schutzfolie gegen Produktpiraten: Sie ist fest mit der Hardware verschweißt und macht bei der kleinsten Beschädigung das Auslesen sensibler Daten unmöglich.

IT-Sicherheit wird Eckpfeiler der deutschen Wirtschaft

Unsere Abhängigkeit von Informationstechnologien wächst. Genauso wie die Angriffe auf IT-Systeme, um diese zu manipulieren oder zu kopieren. Gemeinsam mit Politik, Wirtschaft und Wissenschaft arbeitet Fraunhofer an Strategien und Lösungen, die das verhindern sollen. Mit intelligenten Technologien für die Sicherheit von eingebetteten Systemen, Smart Grids, Cloud Computing oder mobilen Geräten verbessern die Forscher unsere private Sicherheit und schützen Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen.

Neue Potenziale durch Exzellenz und Effizienz

Um auch zukünftig erfolgreich auf Herausforderungen wie Klimawandel, demografische Entwicklung und knappere Ressourcen reagieren zu können, setzt Fraunhofer auf neue strategische Maßnahmen: systematische Verwertung, Standortkonzepte und Leitprojekte.

Fraunhofer und DLR eröffnen Leichtbau-Forschungszentren in Augsburg

Leichtbau gehört zu den wichtigsten Zukunftstechnologien im Flugzeug-, Fahrzeug- und Maschinenbau. DLR- und Fraunhofer-Wissenschaftler arbeiten gemeinsam an automatisierten Fertigungsverfahren für Carbonfasern, die sich für Großserien eignen. Im Augsburger Innovationspark werden am Dienstag, den 14. Mai 2013 Büro- und Technikumsgebäude der beiden Forschungseinrichtungen eröffnet.

© Ansgar Pudenz/Fraunhofer

Abschied Professor Ulrich Buller

Nach fast 30 Jahren bei Fraunhofer wechselt Professor Ulrich Buller, Vorstand Forschungsplanung, in den Ruhestand. In verschiedenen Funktionen wirkte er an der erfolgreichen Entwicklung der Gesellschaft mit, regte immer wieder Neues an und setzte sich für die Vernetzung mit Industrie, Universitäten, Hochschulen und der Max-Planck-Gesellschaft ein.

Fraunhofer-Preisverleihung 2013

Auf der Jahrestagung der Fraunhofer-Gesellschaft unter dem Motto »wissen – können – effizienter machen« am 10. Juni 2013 in Hannover werden die Joseph-von-Fraunhofer-Preise, der Fraunhofer-Preis »Technik für den Menschen« und die Hugo-Geiger-Preise verliehen. Zu der Wissenschaftsshow im Hannover Congress Centrum sind 700 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik geladen. Ehrengast ist Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Preisträger »Technik für den Menschen«

Dr. Kristina Lachmann und Dr. Michael Thomas vom Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST sowie Dr. Kurt Dittmar und Dr. Werner Lindenmaier vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung und Dr. Henk Garritsen vom Klinikum Braunschweig entwickelten gemeinsam eine Möglichkeit, die Zellen auf der inneren Oberfläche von kommerziellen Kunststoffbeuteln zu kultivieren.

 

Die Preisträger des Joseph-von-Fraunhofer-Preises 2013

  • Michael Hackner, Dr.-Ing. Hans-Peter Hohe und Dr.-Ing. Markus Stahl-Offergeld
     
    vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS entwickelten einen 3D-Hall-Sensor, der exakte Positionsmessungen ermöglicht
  • Zwei Fraunhofer-Forscher aus den USA, Prof. Dr. Andre Sharon vom Fraunhofer Center for Manufacturing Innovation CMI in Boston, Partner-Institut des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT, und Prof. Dr. Vidadi Yusibov vom Fraunhofer CMB, Partner-Institut des Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME, entwickelten eine komplett automatisierte Pflanzenfabrik mit einer Zulassung nach GMP-Kriterien, den Good-Manufacturing-Process-Richtlinien zur Qualitätssicherung in der Arzneimittelproduktion.
  • Dr. Carsten Lojewski und Rui Machado vom Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, entwickelten gemeinsam mit Dr. Christian Simmendinger von der T-Systems Solutions for Research ein Programmiermodell, das Hochleistungsrechner maximal effizient nutzt.

Hugo-Geiger-Preis

  • Dipl.-Ing. Andrea Hickisch vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV für ihre Forschungsarbeit an Hopfenextrakten als Konservierungsmittel
  • René Berlich M. Sc. vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF für seine Forschungsarbeit an einem ultraflachen Mikroskop
  • Yannick Bantel vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB für seine Forschungsarbeit in der Biotechnik
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Preisträger – Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ihren Forschungsergebnissen – hier zusammen mit Prof. Dr. Reimund Neugebauer.
© Fraunhofer

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Preisträger – Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ihren Forschungsergebnissen – hier zusammen mit Prof. Dr. Reimund Neugebauer.

© Fraunhofer

© Dirk Mahler/Fraunhofer

Das Preisträgerteam präsentiert einen Beutel, der mit Plasma innen beschichtet wurde – Henk Garritsen, Werner Lindenmaier, Michael Thomas, Kristina Lachmann, Kurt Dittmar (v.l.n.r.)

© Dirk Mahler/Fraunhofer

Exakte Positionsmessungen ermöglicht der 3-D-Hall-Sensor, den Dr.-Ing. Markus Stahl-Offergeld, Dr.-Ing. Hans-Peter Hohe und Michael Hackner (v.l.n.r.) entwickelten.

© Dirk Mahler/Fraunhofer

Professor Vidadi Yusibov und Professor Andre Sharon (v.l.n.r.) in der vollautomatisierten Pflanzenfabrik.

© Dirk Mahler/Fraunhofer

Dr. Carsten Lojewski, Dr. Christian Simmendinger, Rui Machado (v.l.n.r.) entwickelten ein Programmiermodell, das Hochleistungsrechner maximal effizient nutzt.

Fraunhofer ESK wird Institut

Zum 1. Juli 2013 wandelt der Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft die Fraunhofer-Einrichtung ESK in das Fraunhofer-Institut für Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik um. Das Fraunhofer ESK erforscht mit 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Kommunikationstechnologien für eingebettete Systeme am Standort München.

Operationsraum im Hospital Engineering Labor
© Markus Steur/Fraunhofer

»Hospital Engineering Labor«

Trotz steigendem Kostendruck und geringer Personaldecke erhalten Patienten heutzutage im Krankenhaus immer komplexere und anspruchsvollere Behandlungen. Das erfordert nicht nur ausgefeilte medizinische Technologie, sondern auch flexible Versorgungswege und optimal abgestimmte Arbeitsabläufe. Mit der Eröffnung des »Hospital Engineering Labors« im Fraunhofer-inHaus-Zentrum in Duisburg gibt es jetzt eine Forschungs- und Kooperationsplattform, in der erprobt wird, wie sich Kliniken aufstellen und organisieren müssen – für eine effiziente und wettbewerbsfähige Zukunft.

Fraunhofer Center for Energy Innovation CEI in USA gegründet

Die Fraunhofer-Familie bekommt Zuwachs: Mit Vertragsunterzeichnung am 25. Juli wird das Fraunhofer Center for Energy Innovation CEI an der Universität von Connecticut UConn gegründet. Ziel des neuen Centers ist es, zukunftsweisende Technologien für Energiespeicherung, -management, und -verteilung, Wasserkraftnutzung sowie Brennstoffzellenentwicklung durch Auftragsforschung weiter voranzutreiben.

Forschen in Deutschland: Zehn Empfehlungen für die Wissenschaftspolitik

Fraunhofer-Experten suchen und finden Lösungen für globale Herausforderungen. Sie tragen dazu bei, die Zukunft durch Innovationen zu sichern. Um die Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung zu verbessern, haben Fraunhofer-Strategen zehn Empfehlungen für die Wissenschaftspolitik erarbeitet.

© Fraunhofer AISEC

Fraunhofer AISEC wird Institut

Das Fraunhofer AISEC am Standort Garching-Hochbrück wird zum 1.12.2013 in ein eigenständiges Fraunhofer-Institut überführt. Damit folgt der Senat der Forschungsgesellschaft den Empfehlungen der externen Gutachter, die der Fraunhofer-Einrichtung für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC im Juni ein exzellentes wissenschaftliches Profil und eine hervorragende Zusammenarbeit mit der Industrie bescheinigten. Im Zuge der Digitalisierungsstrategie »Digital Bavaria« des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie ist zudem ein Ausbau des AISEC als Kompetenzzentrum für IT-Sicherheit von europäischer Bedeutung geplant.

© Ansgar Prudenz / Deutscher Zukunftpreis

Deutscher Zukunftspreis 2013

Mit ultrakurzen Laserpulsen lassen sich unterschiedlichste Werkstoffe schnell und präzise bearbeiten, ohne sie aufzuheizen. Mitarbeiter von Bosch, Trumpf, der Universität Jena und des Fraunhofer IOF haben Ultrakurzpulslaser zu einem erfolgreichen Werkzeug der Serienproduktion gemacht. Dafür erhalten sie am 4. Dezember 2013 den Deutschen Zukunftspreis.

© Fraunhofer IPK

Europäischer Innovationspreis

Technik kann helfen, Geschichte aufzuarbeiten. Für eine Software, die zerrissene Stasi-Akten automatisiert rekonstruiert, erhalten Fraunhofer-Forscher am 4. Dezember den EARTO-Innovationspreis der European Association of Research and Technology Organisations.

2014

© Fraunhofer IVI / Elke Sähn

Am Steuer des längsten Buses der Welt: Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, und Prof. Dr. Matthias Klingner am Tag der offenen Bundesregierung im August 2013 in Berlin.

Fraunhofer IVI wird Institut

Auf Beschluss des Fraunhofer-Senats wird das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI in Dresden zum 1. Januar 2014 ein eigenständiges Fraunhofer-Institut. Bisher war das IVI ein Teilinstitut des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB in Karlsruhe.

© Ryan Carter/Crown Prince Court – Abu Dhabi

Prof. Dr. Eicke Weber nimmt die Ehrung von Scheich Mohammed Bin Zayed Al Nahyan, Kronprinz von Abu Dhabi, entgegen.

Zayed Future Energy Prize 2014 für Fraunhofer-Solarforscher

Lange bevor die Energiewende geboren war, entwickelten Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg Lösungen für die Nutzung erneuerbarer Energien – insbesondere der Sonne. Für dieses langjährige Engagement wird das Institut am 20. Januar 2014 mit dem Zayed Future Energy Prize 2014 ausgezeichnet. Er ist mit 1,5 Millionen US-Dollar dotiert. Ausschlaggebende Kriterien für die Auswahl der Preisträger sind deren Einfluss auf einen spürbaren industriellen, gesellschaftlichen und ökologischen Wandel, ihre Führungsrolle und Vorbildfunktion sowie die Zukunftsfähigkeit und das Innovationspotenzial der Einrichtung.

Lange bevor die Energiewende geboren war, entwickelten Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg Lösungen für die Nutzung erneuerbarer Energien – insbesondere der Sonne. Für dieses langjährige Engagement wurde das Institut am 20. Januar 2014 mit dem Zayed Future Energy Prize 2014 ausgezeichnet. Er ist mit 1,5 Millionen US-Dollar dotiert. Ausschlaggebende Kriterien für die Auswahl der Preisträger sind deren Einfluss auf einen spürbaren industriellen, gesellschaftlichen und ökologischen Wandel, ihre Führungsrolle und Vorbildfunktion sowie die Zukunftsfähigkeit und das Innovationspotenzial der Einrichtung.
Lange bevor die Energiewende geboren war, entwickelten Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg Lösungen für die Nutzung erneuerbarer Energien – insbesondere der Sonne. Für dieses langjährige Engagement wurde das Institut am 20. Januar 2014 mit dem Zayed Future Energy Prize 2014 ausgezeichnet. Er ist mit 1,5 Millionen US-Dollar dotiert. Ausschlaggebende Kriterien für die Auswahl der Preisträger sind deren Einfluss auf einen spürbaren industriellen, gesellschaftlichen und ökologischen Wandel, ihre Führungsrolle und Vorbildfunktion sowie die Zukunftsfähigkeit und das Innovationspotenzial der Einrichtung.
Lange bevor die Energiewende geboren war, entwickelten Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg Lösungen für die Nutzung erneuerbarer Energien – insbesondere der Sonne. Für dieses langjährige Engagement wurde das Institut am 20. Januar 2014 mit dem Zayed Future Energy Prize 2014 ausgezeichnet. Er ist mit 1,5 Millionen US-Dollar dotiert. Ausschlaggebende Kriterien für die Auswahl der Preisträger sind deren Einfluss auf einen spürbaren industriellen, gesellschaftlichen und ökologischen Wandel, ihre Führungsrolle und Vorbildfunktion sowie die Zukunftsfähigkeit und das Innovationspotenzial der Einrichtung.
Übergabe Positionspapier Cyber-Security  am 10.03.2014 auf der CeBIT 2014 v.l.n.r.  Bundesinnenminister  Dr. Thomas de Maizière, Bundeswissenschaftsministerin Prof. Johanna Wanka und Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Reimund Neugebauer
© Kurt Fuchs/Fraunhofer

Übergabe Positionspapier Cyber-Sicherheit am 10.03.2014 auf der CeBIT 2014: Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière, Bundeswissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Dr. Reimund Neugebauer (v.l.n.r.)

Fraunhofer-Positionspapier Cyber-Sicherheit 2020

Datensicherheit ist in aller Munde – das Bewusstsein um die Relevanz dieser Thematik und die damit verbundene Erwartungshaltung sind groß. Fraunhofer-Experten haben ihre Empfehlungen für eine starke IT-Nation Deutschland in einem Positionspapier zusammengefasst. Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, überreichte es auf der CeBIT an Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, und Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister des Innern.

65 Jahre Fraunhofer

Am 26. März 2014 wird die Fraunhofer-Gesellschaft 65. Rund 23 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, überwiegend mit natur- oder ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung, in 67 Instituten und Forschungseinrichtungen erwirtschaften das Forschungsvolumen von 2 Milliarden Euro jährlich, davon 1,7 Milliarden Euro im Leistungsbereich Vertragsforschung. Über 70 Prozent werden mit Aufträgen aus der Industrie und mit öffentlich finanzierten Forschungsprojekten erwirtschaftet, knapp 30 Prozent werden von Bund und Ländern als Grundfinanzierung beigesteuert.

© Fraunhofer

Prof. Dr. Alexander Verl

Neues Vorstandsmitglied

Am 1. April 2014 tritt Prof. Dr.-Ing. Alexander Verl sein Amt als Vorstand Technologiemarketing und Geschäftsmodelle an. Der Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA wechselt in die oberste Führungsebene der Fraunhofer-Gesellschaft. Das neue Ressort wurde installiert, um weitere Potenziale innerhalb von Fraunhofer zu erschließen – in der Vermarktung von Forschungsleistungen und in der Verwertung von Forschungsergebnissen.

Fraunhofer-Preisverleihung 2014

Auf der Jahrestagung der Fraunhofer-Gesellschaft unter dem Motto »Mit neuer Energie« am 21. Mai 2014 in Freiburg werden der Wissenschaftspreis des Stifterverbandes und drei Joseph-von-Fraunhofer-Preise verliehen. Zu der Wissenschaftsshow im Konzerthaus sind 700 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik geladen. Ehrengast ist Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Preisträger des Wissenschaftspreises des Stifterverbandes 2014

  • Dr. Andreas Kailer und Dr. Tobias Amann (Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM)
  • Dr. Holger Kretzschmann (Nematel GmbH)
  • Werner Stehr und Susanne Beyer-Faiß (Dr. Tillwich GmbH)
    für eine Entwicklung von technisch nutzbaren Flüssigkristall-basierten Schmierstoffen, die Reibungsverluste um 60 Prozent und den Gesamtverschleiß einer Schmierpaarung um etwa 20 Prozent verringern.

Die Preisträger des Joseph-von-Fraunhofer-Preises 2014:

  • Prof. Dr. René Beigang vom Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM und der Leiter der Bereiche Public Security und Photonics der Firma Hübner, Dipl.-Ing. Thorsten Sprenger für die Entwicklung eines Terahertz-Postscanners »T-COGNITION« zur sicheren Identifizierung von Gefahrenstoffen wie Sprengstoffen und Drogen.
  • Dr. Siegfried Fößel und Heiko Sparenberg vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS für die Softwareentwicklung »easyDCP«. Dadurch ist es auch kleineren Produktionen möglich, zuverlässig digitale Kinopakete (DCPs) für alle Kinosysteme zu erstellen – und dies ohne vertieftes Expertenwissen über Besonderheiten der gültigen Standards.
  • Dr. Matthias Popp, Prof. Dr. Andreas Hartwig und Andreas Lühring
    vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM
    für die Entwicklung eines Klebeverfahrens mit vorappliziertem Klebstoff »Pre-Applicable Structural Adhesives« (PASA®).
© Fraunhofer
© Dirk Mahler/Fraunhofer

Den Wissenschaftspreis des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft erhalten Dr. Holger Kretzschmann (Nematel), Werner Stehr und Susanne Beyer-Faiß (Dr. Tillwich GmbH), Dr. Andreas Kailer und Dr. Tobias Amann (Fraunhofer IWM) (v.l.n.r.).

Joseph-von-Fraunhofer-Preisträger 2014: Professor René Beigang und Thorsten Sprenger (v.l.n.r.)
© Dirk Mahler/Fraunhofer

Joseph-von-Fraunhofer-Preisträger 2014: Professor René Beigang und Thorsten Sprenger (v.l.n.r.)

Joseph-von-Fraunhofer-Preisträger 2014: Dr. Siegfried Fößel und Heiko Sparenberg (v.l.n.r.)
© Dirk Mahler/Fraunhofer

Joseph-von-Fraunhofer-Preisträger 2014: Dr. Siegfried Fößel und Heiko Sparenberg (v.l.n.r.)

Joseph-von-Fraunhofer-Preisträger 2014: Dr. Matthias Popp, Professor Andreas Hartwig und Andreas Lühring (v.l.n.r.)
© Dirk Mahler/Fraunhofer

Joseph-von-Fraunhofer-Preisträger 2014: Dr. Matthias Popp, Professor Andreas Hartwig und Andreas Lühring (v.l.n.r.)

Fraunhofer-Nachhaltigkeitsbericht 2015

Fraunhofer-Nachhaltigkeitsbericht

Als erste der vier großen außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland stellt die Fraunhofer-Gesellschaft am 8. Oktober 2014 ihren Nachhaltigkeitsbericht vor, der die gesamte Organisation abbildet. Der Bericht dient als Grundlage für ein langfristig ausgerichtetes Nachhaltigkeitsmanagement. Fraunhofer hat das Thema Nachhaltigkeit in alle Vorstandsbereiche integriert.

© Ansgar Pudenz / Deutscher Zukunftspreis

Die Preisträger: Dr. Peter Eisner, Katrin Petersen und Dr. Stephanie Mittermaier.

Deutscher Zukunftspreis 2014

Fraunhofer-Forscher gewinnen in diesem Jahr zum sechsten Mal den Deutschen Zukunftspreis. Dieser Preis des Bundespräsidenten ist die höchste deutsche Auszeichnung für Technik und Innovation. Das Forscherteam hat ein einzigartiges Verfahren entwickelt, mit dem sich die bisher nicht genutzten Lupinen-Proteine erstmals für Nahrungsmittel einsetzen lassen. Das könnte ein Meilenstein für die künftige Versorgung der ständig wachsenden Weltbevölkerung sein. Die Ehrung überreichte Bundespräsident Joachim Gauck am 19. November 2014 vor hochrangigen Gästen bei einer Festveranstaltung in Berlin.

2015

Fraunhofer und Bundesregierung ebnen den Weg für den Industrial Data Space

Die Fraunhofer-Gesellschaft und Partner aus der Industrie starten gemeinsam mit Unterstützung der Bundesregierung (Bundesministerien für Bildung und Forschung BMBF, für Wirtschaft und Energie BMWi, für Verkehr und digitale Infrastruktur BMVI sowie des Inneren BMI) ein Vorhaben, um einen international offenen Datenraum für die Wirtschaft zu schaffen – den Industrial Data Space. Zugang und Nutzung sollen für alle Unternehmen offen sein, die sich an die gemeinsamen Standards halten. Ziel ist es, sichere Lösungen für die alles durchdringende Digitalisierung und den damit einhergehenden rasanten Wandel von industriellen Produktions- und Geschäftsprozessen zu entwickeln.

Leistungszentrum Nachhaltigkeit in Freiburg

Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und die fünf Freiburger Fraunhofer-Institute bündeln künftig ihre Stärken im »Leistungszentrum Nachhaltigkeit«. Gemeinsam mit der Industrie werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Lösungen für große Herausforderungen wie Klimawandel und Ressourcenknappheit arbeiten. Am 6. März 2015 präsentieren die Kooperationspartner ihre Vorhaben erstmals der Öffentlichkeit.

Prof. Reimund Neugebauer, Präsident Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Stefan Wrobel, Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und Prof. Michael ten Hompel, Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und für Software- und Systemtechnik ISST.. (v.l.n.r.)
© Kurt Fuchs/Fraunhofer

Fraunhofer stellt Eckpunkte-Papier zu Industrial Data Space auf der CeBIT vor

Die Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen: Die vierte industrielle Revolution, Cloud Computing, Smart Data und das Internet der Dinge beginnen nicht nur die Produktion, sondern auch klassische Geschäftsmodelle nachhaltig zu verändern. Fraunhofer-Experten haben ihre Empfehlungen zu einem international offenen Datenraum in einem Eckpunkte-Papier zusammengefasst und auf der CeBIT in Hannover vorgestellt.

Fraunhofer-Projektzentrum, Wolfsburg, Leichtbau, Großserie
© Tobias Kleinschmidt/Fraunhofer

Leichtbau für die Großserie: Fraunhofer-Projektzentrum startet in Wolfsburg

Am neuen Fraunhofer-Projektzentrum in Wolfsburg arbeiten drei Fraunhofer-Institute zusammen. Es ist eng verzahnt mit Forschungseinrichtungen und Unternehmen der Region. Die Forscher erarbeiten gemeinsam Systemlösungen für die Serienfertigung von ressourcenschonenden und kostengünstigen Leichtbaukomponenten für die Automobilindustrie. Am 22. April 2015 unterzeichnen der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil, Professor Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG und Professor Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, neben weiteren Partnern eine Vereinbarung über diese Kooperation am Forschungsstandort Niedersachsen.

Jahres-Pressekonferenz 2015: Planvolles Wachstum – nachhaltige Strategie

Fraunhofer konnte 2014 weiter wachsen – etwa 24 000 Mitarbeitende erwirtschafteten ein Finanzvolumen von rund 2,06 Milliarden Euro. Im Fokus der Forschung stehen aktuell die Themen Effizienz und Digitalisierung. Im Zuge einer nachhaltigen Strategie werden mit Leitprojekten und Leistungszentren Modelle verstetigt, die transdisziplinäre Zusammenarbeit fördern.

Fraunhofer-Preisverleihung

Auf ihrer Jahrestagung am 9. Juni 2015 im Kurhaus in Wiesbaden zeichnet die Fraunhofer-Gesellschaft herausragende Projekte ihrer Forscherinnen und Forscher aus. Das Motto der Veranstaltung lautet »Licht gestaltet«. Rund 700 Teilnehmer wurden erwartet. Ehrengäste sind Bundespräsident Joachim Gauck und der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier.

Es werden drei Joseph-von-Fraunhofer-Preise sowie der Fraunhofer-Preis Technik für den Menschen verliehen.
 

Die Preisträger des Joseph-von-Fraunhofer-Preises 2015:

  • Prof. Andreas Leson, Dr. Hans-Joachim Scheibe und Dr. Volker Weihnacht
    vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS für ihre Entwicklung des Laser-Arc-Verfahrens und der Anwendung von ta-C-Be-schichtungen in der Serienfertigung.
  • Prof. Dirk Prüfer und Dr. Christian Schulze Gronover (Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME) sowie Dr. Carla Recker (Continental Reifen Deutschland GmbH) für ihre Forschung am Russischen Löwenzahn sowie die Entwicklung der Anwendung.
  • Oliver Hellmuth, Jan Plogsties und Harald Popp vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS für die Entwicklung und die Markteinführung von Cingo und Symphoria.

Fraunhofer-Preis »Technik für den Menschen« 2015

  • Prof. Wolfgang Viöl und Dr. Andreas Helmke vom Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST zusammen mit Prof. Steffen Emmert (Universitätsmedizin Göttingen) und Dr. Dirk Wandke (CINOGY GmbH) für ihre Entwicklung von PlasmaDerm.
Alle Preisträger 2015 mit Prof. Reimund Neugebauer (Fraunhofer-Präsident), Joachim Gauck (Bundespräsident) und Volker Bouffier (Ministerpräsident Hessen). (v.l.n.r.)
© Dirk Mahler/Fraunhofer

Alle Preisträger 2015 mit Prof. Reimund Neugebauer (Fraunhofer-Präsident), Joachim Gauck (Bundespräsident) und Volker Bouffier (Ministerpräsident Hessen). (v.l.n.r.)

Bundespräsident Joachim Gauck, Volker Bouffier, Ministerpräsident des Landes Hessen, und Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer vor dem zwei Meter hohen »LIGHT«-Exponat. Die Buchstaben bestehen aus einer komplex geformten luftigen Gitterstruktur.
© Torsten Silz/Fraunhofer

Bundespräsident Joachim Gauck, Volker Bouffier, Ministerpräsident des Landes Hessen, und Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer vor dem zwei Meter hohen »LIGHT«-Exponat. Die Buchstaben bestehen aus einer komplex geformten luftigen Gitterstruktur.

Preisträger Fraunhofer-Technologiepreis »Technik für den Menschen« 2015: Dr. Andreas Helmke, Dr. Dirk Wandke (Cinogy GmbH), Prof. Wolfgang Viöl und Prof. Steffen Emmert (Universitätsmedizin Göttingen)
© Dirk Mahler/Fraunhofer

Preisträger Fraunhofer-Technologiepreis »Technik für den Menschen« 2015: Dr. Andreas Helmke, Dr. Dirk Wandke (Cinogy GmbH), Prof. Wolfgang Viöl und Prof. Steffen Emmert (Universitätsmedizin Göttingen)

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2015: Dr. Volker Weihnacht, Prof. Andreas Leson und Dr. Hans-Joachim Scheibe
© Dirk Mahler/Fraunhofer

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2015: Dr. Volker Weihnacht, Prof. Andreas Leson und Dr. Hans-Joachim Scheibe

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2015: Dr. Christian Schulze Gronover, Dr. Carla Recker (Continental Reifen Deutschland GmbH) und Prof. Dirk Prüfer Naturkautschuk
© Dirk Mahler/Fraunhofer

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2015: Dr. Christian Schulze Gronover, Dr. Carla Recker (Continental Reifen Deutschland GmbH) und Prof. Dirk Prüfer Naturkautschuk

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2015: Harald Popp, Oliver Hellmuth und Jan Plogsties
© Dirk Mahler/Fraunhofer

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2015: Harald Popp, Oliver Hellmuth und Jan Plogsties

Vorstellung Leistungszentrum Elektroniksysteme (LZE)
© Marc Müller/Fraunhofer IIS/dedimag

Leistungszentrum Elektroniksysteme startet in Erlangen

Die beiden Erlanger Fraunhofer-Institute für Integrierte Schaltungen IIS und für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB sowie die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) bündeln mit der Siemens AG und weiteren Partnern aus Industrie und Forschung ihre Stärken im »Leistungszentrum Elektroniksysteme LZE«.

Forschungsstandort Dresden/Chemnitz Leistungszentrum für Mikro- und Nanoelektronik
© Jürgen Lösel

Forschungsstandort Dresden/Chemnitz avanciert zum Leistungszentrum für Mikro- und Nanoelektronik

Vier Dresdner Fraunhofer-Einrichtungen schließen sich mit den Technischen Universitäten Dresden und Chemnitz zum Leistungszentrum »Funktionsintegration für die Mikro-/Nanoelektronik« zusammen. In enger Kooperation mit ansässigen Unternehmen sollen Forschungs-Know-how vertieft, Innovationen schneller in Anwendungen und Produkte umgesetzt und damit die Region gestärkt werden. 

Neues Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS entsteht

Aus dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM wird der Institutsteil Halle (Saale) zum 1. Januar 2016 als eigenständiges Fraunhofer-Institut ausgegliedert. In Halle forschen mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig am Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS. Der Institutsteil Freiburg firmiert weiter als Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM.

Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, verleiht Prof. Ekkehard D. Schulz die höchste Auszeichnung »Der Fraunhofer«.
© Matthias Heyde/Fraunhofer

Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, verliehverleiht Prof. Ekkehard D. Schulz die höchste Auszeichnung »Der Fraunhofer«.

Fraunhofer-Senat wählt Jörg Fuhrmann zum neuen Vorsitzenden

In der Sitzung vom 7. Oktober 2015 wählt der Senat der Fraunhofer-Gesellschaft seinen künftigen Vorsitzenden: Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 übernimmt dieses Amt Prof. Heinz Jörg Fuhrmann, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG. Zugleich wird der amtierende Vorsitzende Prof. Ekkehard Schulz mit der höchsten Fraunhofer-Auszeichnung geehrt.

© Stefanie Aumiller/Fraunhofer

Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. mult. Alexander Verl

Veränderungen im Fraunhofer-Vorstand

Prof. Dr. Alexander Verl, Vorstandsmitglied der Fraunhofer-Gesellschaft für das Vorstandsressort Technologiemarketing und Geschäftsmodelle, beendet auf eigenen Wunsch und einvernehmlich zum 1. September 2015 seine Vorstandstätigkeit. 

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Förderbescheidübergabe für den Industrial Data Space am 23. September 2015 in Berlin
© Matthias Heyde / Fraunhofer

Förderbescheidübergabe für den Industrial Data Space am 23. September 2015 in Berlin: Prof. Dr. Stefan Wrobel (Leiter des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS), Prof. Dr. Reimund Neugebauer (Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft), Dr. Georg Schütte (Staatssekretär aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF), Prof. Dr. Boris Otto (Leiter Fraunhofer-Innovationszentrum für Logistik und IT), Prof. Dr. Michael ten Hompel (Leiter der Fraunhofer-Institute für Materialfluss und Logistik IML und für Software- und Systemtechnik ISST.), v.l.n.r.

Fraunhofer-Initiative für sicheren Datenraum startet

Am 23. September findet das dritte Spitzengespräch zum Industrial Data Space im Berliner Fraunhofer-Forum statt. Die Initiative soll Unternehmen den sicheren Austausch und die Kombination von Daten ermöglichen. Sie hilft Unternehmen dabei, ihre Produktions- und Geschäftsprozesse fit für die Digitalisierung zu machen und bildet damit ein Fundament für Geschäftsmodellinnovation. Das Konzept des Industrial Data Space hat eine umfassende, branchenübergreifende Vernetzung in einem offenen Datenraum zum Ziel. Dieser erleichtert es Unternehmen, die Potenziale der Digitalisierung für ihre Geschäftsmodelle zu nutzen, ohne dabei die Kontrolle über ihre Daten abzugeben.

2016

© Matthias Heyde/Fraunhofer

Industrial Data Space e.V. gegründet

Die Fraunhofer-Gesellschaft, 16 Wirtschaftsunternehmen und der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. haben heute in Berlin einen gemeinnützigen Verein zum Industrial Data Space gegründet. Dessen Aufgabe ist es, Wissenschaft und Wirtschaft für nachhaltige Lösungen zu vernetzen, die Architektur des Industrial Data Space mit zu gestalten sowie zentrales Organ für die Kooperation mit verwandten Initiativen zu sein.

Prof. Dr. rer. nat. Georg Rosenfeld
© Bernhard Huber/Fraunhofer

Prof. Dr. rer. nat. Georg Rosenfeld

Neuer Vorstand für Technologiemarketing und Geschäftsmodelle

Professor Dr. rer. nat. Georg Rosenfeld wird zum 1. April 2016 neuer Vorstand für Technologiemarketing und Geschäftsmodelle. Er ist seit 1999 bei der Fraunhofer-Gesellschaft und war zuletzt Direktor der Hauptabteilung Forschung.

Gründung neuer Leistungszentren: Verbundforschung in Deutschland stärken

Fraunhofer entwickelt mit den Leistungszentren bestehende Konzepte zur Verbundforschung in Deutschland weiter. Ziel ist es, exzellente Forschungsergebnisse nahtlos in der Industrie umzusetzen. Am 10. März 2016 wird in Kaiserslautern das sechste Leistungszentrum »Simulations- und Software-basierte Innovation« eröffnet. 

Jahres-Pressekonferenz 2016: Fraunhofer wächst kontinuierlich

Bei der Jahrestagung in Essen veröffentlicht die Fraunhofer-Gesellschaft ihr Jahresergebnis für 2015: Das Finanzvolumen von Europas größter Organisation für anwendungsorientierte Forschung stieg gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent auf 2,115 Milliarden €. Die Erträge aus der Industrie erhöhten sich um vier Prozent auf 641 Millionen €, besonders durch den Anstieg der internationalen Forschungsaktivitäten.

Fraunhofer-Preisverleihung 2016

Auf ihrer Jahrestagung am 10. Mai 2016 im Colosseum Theater Essen zeichnet die Fraunhofer-Gesellschaft herausragende Projekte ihrer Forscherinnen und Forscher aus. Das Motto der Veranstaltung lautet »Mensch im Mittelpunkt«. Rund 700 Teilnehmer waren erwartet. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Johanna Wanka und die Nordrhein-Westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sind prominente Rednerinnen. 

Es wird der Preis des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und der Joseph-von-Fraunhofer-Preis verliehen.

Die Preisträger des Joseph-von-Fraunhofer-Preises 2016:

  • Dr.-Ing. Ralf Preu und Dr. Jan Nekarda
    vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE für ihre Entwicklung eines Verfahrens zur Produktion hocheffizienter Siliziumsolarzellen.
  • Dr. Peter Schreiber, Dr. Peter Dannberg und Marcel Sieler
    vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF für die Neuentwicklung eines mikrooptischen Arrayprojektors zur Erschließung neuer Anwendungsfelder in den Bereichen Allgemeinbeleuchtung, Automotive oder Mess- und Sicherheitstechnik.
  • Alexander Zink, Martin Speitel und Max Neuendorf
    vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS für ihre Forschungsarbeiten an Technologien für das Digitalradio.

Wissenschaftspreis des Stifterverbands 2016

  • Eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Karl-Heinz Küfer vom Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, bestehend aus Dr. Michael Bortz, Dr. Alexander Scherrer, Dr. Philipp Süss und Dr. Katrin Teichert, entwickelte zusammen mit Prof. Dr. Thomas Bortfeld vom Massachusetts General Hospital, Prof. Dr. Dr. Jürgen Debus vom Universitätsklinikum Heidelberg, Prof. Dr. Wolfgang Schlegel vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und Dr. Dr. Christian Thieke vom Klinikum der Universität München eine interaktive und leicht zu bedienenden Software, die dazu beiträgt, die Heilungschancen von Krebspatienten zu verbessern.
Im Colosseum in Essen stellte Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer zur Jahrestagung die Strategie der Fraunhofer-Gesellschaft vor.
© Ines Escherich/Fraunhofer

Im Colosseum in Essen stellte Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer zur Jahrestagung die Strategie der Fraunhofer-Gesellschaft vor.

Wissenschaftspreis des Stifterverbands 2016: Dr. Philipp Süss, Prof. Dr. Karl-Heinz Küfer, Dr. Katrin Teichert, Dr. Michael Bortz sowie Dr. Alexander Scherrer
© Dirk Mahler/Fraunhofer

Dr. Philipp Süss, Prof. Dr. Karl-Heinz Küfer, Dr. Katrin Teichert, Dr. Michael Bortz sowie Dr. Alexander Scherrer

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2016: Dr. Jan Nekarda und Dr.-Ing. Ralf Preu
© Dirk Mahler/Fraunhofer

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2016: Dr. Jan Nekarda und Dr.-Ing. Ralf Preu

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2016: Peter Dannberg, Peter Schreiber (v.l.n.r.) und Marcel Sieler (nicht im Bild)
© Dirk Mahler/Fraunhofer

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2016: Peter Dannberg, Peter Schreiber (v.l.n.r.) und Marcel Sieler (nicht im Bild)

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2016: Alexander Zink, Martin Speitel und Max Neuendorf
© Dirk Mahler/Fraunhofer

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2016: Alexander Zink, Martin Speitel und Max Neuendorf

2017

© Fraunhofer IEM

Fraunhofer IEM in Paderborn wird Institut

Wie können technische Systeme in Zukunft effizient und sicher entwickelt werden? Unter dieser Leitfrage arbeitet die Fraunhofer-Einrichtung für Entwurfstechnik Mechatronik IEM, die 2017 jüngstes Institut der Fraunhofer-Gesellschaft wird.

Neues Nationales Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit in Darmstadt

Das Darmstädter Center for Research in Security and Privacy (CRISP) wird zu einem auf Dauer angelegten Nationalen Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit. Dies vereinbaren die an CRISP beteiligten Organisationen Fraunhofer-Gesellschaft, Technische Universität Darmstadt und Hochschule Darmstadt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) sagen die Unterstützung und Förderung des neuen Zentrums zu.

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Leistungszentrum »Sichere Vernetzte Systeme« in München eröffnet

Die Digitalisierung revolutioniert Wertschöpfungsketten und macht neue Service- und Geschäftsmodelle möglich. Das in München eröffnete Leistungszentrum »Sichere Vernetzte Systeme« unterstützt Unternehmen bei der digitalen Transformation. Es bietet eine interdisziplinäre Forschungsplattform mit den Schwerpunkten Produktionstechnik, Mobilität und Gesundheit und bündelt die fachliche Exzellenz der TU München, der Universität der Bundeswehr sowie der Fraunhofer Institute AISEC, EMFT und ESK. Gefördert und finanziert wird das Leistungszentrum vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, von der Fraunhofer-Gesellschaft und Industriepartnern.

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© Christian Richters, © Fraunhofer IAO, UNStudio, ASPLAN

Fraunhofer gründet neuen Verbund für Innovationsforschung

Das Wissen um die komplexen Wirkungen neuer Technologien ist erfolgskritisch für ganze Volkswirtschaften. Struktureller Wandel durch technologische Entwicklungen muss daher frühzeitig erkannt und verstanden werden, um die langfristigen Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft in ökonomischer, sozialer, politischer und auch kultureller Hinsicht aktiv gestalten zu können. Mit einem eigenen Verbund für Innovationsforschung stärkt die Fraunhofer-Gesellschaft künftig ihre Rolle im forschungs-, technologie- und innovationspolitischen Dialog mit Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. So baut sie ihre Position als führender Akteur im deutschen Innovationsgeschehen weiter aus.

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© Fraunhofer IGD

Fraunhofer Singapore gegründet – dem Internationalisierungstrend weit voraus

Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt wagte bereits vor 20 Jahren den Schritt nach Singapur – zu einer Zeit, als Internationalisierung bei Forschungseinrichtungen noch nicht hoch im Kurs stand. Dieser Mut wurde belohnt: Aus einer kleinen Projektgruppe in Kooperation mit der Nanyang Technological University entstand 2010 das »Fraunhofer-Projektzentrum für Interaktive Digitale Medien«, das jetzt zur rechtlich eigenständigen Tochtergesellschaft »Fraunhofer Singapore« avanciert – der ersten in Asien.

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© Fraunhofer

Erfolgsgeschichte: Fraunhofer feiert 25 Jahre angewandte Forschung in den neuen Bundesländern

Keine Forschungsorganisation leistete so rasch und intensiv ihren Beitrag zur deutschen Wiedervereinigung wie die Fraunhofer-Gesellschaft. Seit über einem Vierteljahrhundert ist Fraunhofer in den neuen Bundesländern innovativer Forschungspartner, zukunftsorientierter Arbeitgeber und technologischer, wirtschaftlicher sowie gesellschaftlicher Impulsgeber zugleich. Dieses Jubiläum, die einzigartige Geschichte der Fraunhofer-Gesellschaft in den neuen Bundesländern und die Leistungen ihrer Institute und Einrichtungen würdigt und feiert Fraunhofer mit besonderen Veranstaltungen.

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Fraunhofer Public Event in Dresden
© Ines Escherich

Fraunhofer-Preisverleihung 2017

Auf ihrer Jahrestagung am 30. Mai 2017 im Internationalen Congress Center Dresden zeichnet die Fraunhofer-Gesellschaft herausragende Projekte ihrer Forscherinnen und Forscher aus. Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, und Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, treten als Gastredner auf der Preisverleihung auf. Es werden der Joseph-von-Fraunhofer-Preis sowie der Fraunhofer-Preis »Technik für den Menschen« verliehen.

Die Preisträger des Joseph-von-Fraunhofer-Preises 2017:

  • Ein Entwicklerteam um Stefan Döhla, Guillaume Fuchs und Markus Multrus vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen für die Entwicklung eines EVS – Audiocodec für eine verbesserte Mobiltelefonie
     
  • Dr. rer. nat. Ingolf Voigt, Dr.-Ing. Hannes Richter und Dipl.-Chem. Petra Puhlfürß vom Fraunhofer- Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS für die Entwicklung einer keramischen Membran, die erstmals eine molekulare Trenngrenze von 200 Dalton erreicht. Dies wurde für keramische Membranen von der Fachwelt als nahezu unmöglich angesehen und ist weltweit einzigartig. Die Membranen werden mittlerweile bereits zur Wasseraufbereitung und Klärung von Industrieabwässern eingesetzt.

  • Dr.-Ing. Andres Gasser und Dipl.-Ing. Thomas Schopphoven vom Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen und Dipl.-Ing. Gerhard Maria Backes vom Lehrstuhl für Digital Additive Production der RWTH Aachen University für die Entwicklung und industrielle Umsetzung des extremen Hochgeschwindigkeits-Laserauftragschweißens (EHLA).  Das Verfahren ist wirtschaftlich, ressourcenschonend und umweltfreundlich, da es gänzlich ohne Chemikalien auskommt.

  • Dr.-Ing. Markus Fratz, Dr. rer. nat. Alexander Bertz und Dr. rer. nat. Tobias Beckmann vom Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM in Freiburg für die Entwicklung eines Verfahrens der digitalen Holographie. Sie haben alle bisher bestehenden Nachteile des interferometrischen Verfahrens beseitigt und erstmals ein System entwickelt, das eine mikrometergenaue Hundertprozent-Kontrolle während der laufenden Produktion erlaubt.

Fraunhofer-Preis »Technik für den Menschen« 2017

Cornelius Moucha, Mario Schmitt und Rolf van Lengen vom Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE, Anne Gebert vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e. V. und Bernd Klein von der CIBEK technology + trading GmbH für die Entwicklung einer IT-Plattform, die Sicherheit und Unterstützung für Senioren durch Integration von Smart-Home-Technik und Dienstleistung im eigenen Zuhause ermöglicht.

© Ines Escherich

Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft , Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen (v.l.n.r.) und alle Preisträger und Preisträgerinnen 2017.

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2017: Dr.-Ing. Markus Fratz, Dr. rer. nat. Alexander Bertz und Dr. rer. nat. Tobias Beckmann vom Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM
© Piotr Banczerowski /Fraunhofer

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2017: Dr.-Ing. Markus Fratz, Dr. rer. nat. Alexander Bertz und Dr. rer. nat. Tobias Beckmann vom Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM

Fraunhofer-Preis »Technik für den Menschen« 2017: Cornelius Moucha, Mario Schmitt und Rolf van Lengen vom Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE, Anne Gebert vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e. V. und Bernd Klein von der CIBEK technology + trading GmbH
© Piotr Banczerowski / Fraunhofer

Fraunhofer-Preis »Technik für den Menschen« 2017: Cornelius Moucha, Mario Schmitt und Rolf van Lengen vom Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE, Anne Gebert vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e. V. und Bernd Klein von der CIBEK technology + trading GmbH

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2017: Stefan Döhla, Guillaume Fuchs und Markus Multrus vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2017: Stefan Döhla, Guillaume Fuchs und Markus Multrus vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2017: Dr. rer. nat. Ingolf Voigt, Dr.-Ing. Hannes Richter und Dipl.-Chem. Petra Puhlfürß vom Fraunhofer- Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS
© Piotr Banczerowski / Fraunhofer

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2017: Dr. rer. nat. Ingolf Voigt, Dr.-Ing. Hannes Richter und Dipl.-Chem. Petra Puhlfürß vom Fraunhofer- Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2017: Dr.-Ing. Andres Gasser und Dipl.-Ing. Thomas Schopphoven vom Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen und Dipl.-Ing. Gerhard Maria Backes vom Lehrstuhl für Digital Additive Production der RWTH Aachen University
© Piotr Banczerowski / Fraunhofer

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2017: Dr.-Ing. Andres Gasser und Dipl.-Ing. Thomas Schopphoven vom Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen und Dipl.-Ing. Gerhard Maria Backes vom Lehrstuhl für Digital Additive Production der RWTH Aachen University

Hochsicherheit und Emergency Response: Lernlabor Cybersicherheit startet in Sankt Augustin

Die zunehmend digitale Gesellschaft ist anfällig für Cyberattacken: Angriffs- und Abwehrtechnologien unterliegen einer stetigen Weiterentwicklung. Am 23. Mai eröffnen das Fraunhofer FKIE und die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) das gemeinsame Lernlabor Cybersicherheit »Hochsicherheit und Emergency Response« auf dem Campus Sankt Augustin im Beisein des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung MdB Thomas Rachel und Prof. Dr. Georg Rosenfeld, Vorstand Technologiemarketing und Geschäftsmodelle bei Fraunhofer. Gemeinsam bieten sie dort IT-Fachkräften in öffentlichen Einrichtungen sowie Betreibern kritischer Infrastrukturen die Möglichkeit, sich umfassend fortzubilden.

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Vielversprechende Zusammenarbeit: Die Professoren Mark Ferguson (Director General Science Foundation Ireland) und Reimund Neugebauer (Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft) bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. Im Hintergrund: Die Professoren Fritz Klocke, Institutsleiter des Fraunhofer IPT, und Brian MacCraith, Präsident der Dublin City University (v.l.n.r.).
© Nick Bradshaw

Fraunhofer eröffnet neues Project Center in Dublin

Am 9. Mai 2017 eröffnet die Fraunhofer-Gesellschaft ihr erstes »Project Center« in Irland. Die neu gegründete Forschungseinrichtung trägt den Namen »Fraunhofer Project Centre (FPC) for Embedded Bioanalytical Systems at Dublin City University« und ist eine Kooperation des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT aus Aachen und der Dublin City University (DCU). Das FPC bündelt die Kompetenzen der beiden Partner in der Entwicklung mikrofluidischer Lab-on-a-Chip-Systeme, die beispielsweise für Anwendungen in der Medizin, Pharmazeutik, Produktion und Analytik zum Einsatz kommen können. Die Science Foundation Ireland und Fraunhofer unterstützen die Partnerschaft mit je 2,5 Millionen Euro zunächst für einen Zeitraum von fünf Jahren.

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Startschuss Forschungsfabrik Mikroelektronik
© Fraunhofer-Verbund Mikroelektronik / A. Grützner

Startschuss für die »Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland«

Um die Position der europäischen Halbleiter- und Elektronikindustrie im globalen Wettbewerb zu stärken, haben elf Institute des Fraunhofer-Verbunds Mikroelektronik gemeinsam mit zwei Instituten der Leibniz-Gemeinschaft ein Konzept für eine standortübergreifende Forschungsfabrik für Mikro- und Nanoelektronik erarbeitet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die dazu nötigen Investitionen. Die Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka übergibt am 6. April 2017 die Bewilligungsbescheide – 280 Millionen Euro für Fraunhofer und 70 Millionen Euro für Leibniz.

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2018

Fraunhofer ICT-IMM wird eigenständiges Institut

Das ehemalige Institut für Mikrotechnik Mainz GmbH wurde im Zuge seiner Integration in die Fraunhofer-Gesellschaft 2014 zunächst dem Fraunhofer- Institut für Chemische Technologien ICT als Institutsteil angegliedert. Die Entscheidung darüber, ob das Fraunhofer ICT-IMM als eigenständiges Institut in die Gesellschaft übernommen wird, wird heute bei der Tagung des Bund- Länder-Ausschusses Fraunhofer verkündet. Ab dem 1. Januar 2018 firmiert das Institut als Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme IMM und ist somit das erste Fraunhofer-Institut am Standort Mainz.

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© Fraunhofer IWES | HHS Architekten

Institutsteile des Fraunhofer IWES werden zu eigenständigen Instituten

Das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES ist seit seiner Gründung 2009 auf knapp 600 Mitarbeitende gewachsen. Beide Institutsteile haben im Rahmen ihrer strategischen Entwicklung und Ausrichtung erfolgreich weitgehend unabhängige Profile entwickelt. Vorstand und Senat der Fraunhofer-Gesellschaft haben daher beschlossen, die Institutsteile ab Januar 2018 als eigenständige Institute fortzuführen: als IEE und IWES. Für Kunden und Industriepartner erleichtert die Profilschärfung eine klare Zuordnung von Aktivitäten.

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Ausbau des Forschungsstandorts Hamburg

Seit diesem Jahr firmiert die LZN Laser Zentrum Nord GmbH als weltweit führende Einrichtung für den Technologietransfer im industriellen 3D-Druck bzw. der additiven Produktion als eigenständige Fraunhofer-Einrichtung. Sie ist damit die erste Fraunhofer-Einrichtung mit Sitz in der Freien und Hansestadt Hamburg und führt in Zukunft den Namen Fraunhofer-Einrichtung für Additive Produktionstechnologien IAPT. Darüber hinaus wird das ebenfalls in Hamburg ansässige Centrum für Angewandte Nanotechnologie CAN als neuer Forschungsbereich in das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP integriert. Mit den beiden neuen Einrichtungen wird nicht nur der Forschungsstandort Hamburg weiterentwickelt. Das IAPT und das CAN sind wichtige Bausteine beim Ausbau der Kompetenzen der Fraunhofer-Gesellschaft im Bereich der Zukunftsthemen Additive Fertigung und Nanotechnologie.

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Andreas Meuer
© Bernhard Huber/Fraunhofer

Andreas Meuer

Neues Vorstandsmitglied

Der Senat der Fraunhofer-Gesellschaft wählt Andreas Meuer einstimmig zum Vorstand Controlling und Digitale Geschäftsprozesse. Der Finanzexperte tritt die Nachfolge von Prof. (Univ. Stellenbosch) Alfred Gossner an.

Fraunhofer-Preisverleihung 2018

Auf ihrer Jahrestagung am 15. Mai 2018 in Berlin zeichnet die Fraunhofer-Gesellschaft herausragende Projekte ihrer Forscherinnen und Forscher aus. Verliehen werden der Joseph-von-Fraunhofer-Preis für hervorragende wissenschaftliche Leistungen bei der Lösung anwendungsnaher Probleme und der Preis des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Kanzleramtsminister Prof. Dr. Helge Braun, die Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek und der Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung im Senat von Berlin Steffen Krach treten als Gastredner auf.

 

Wissenschaftspreis des Stifterverbands 2018

  • Ein Forscherteam am Fraunhofer-Institut für angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena gemeinsam mit Industriepartnern und der Universität Jena für die Entwicklung optischer Freiformsysteme. Vom hochpräzisen Schliff der Optiken über die Beschichtung und Vergütung der komplex geformten Oberflächen bis hin zum Polieren der Gläser haben die Forschenden eine Reihe von technischen Herausforderungen erfolgreich gelöst.

Die Preisträger des Joseph-von-Fraunhofer-Preises 2018:

  • Dr. Michael Böhnel, Nils Reims und Michael Salamon vom Fraunhofer IIS für die Entwicklung eines Computertomographen mit einem Linearbeschleuniger als Röntgenquelle mit 9 MeV und einer entsprechend dimensionierten Röntgenkamera. Damit wird eine neue Dimension der dreidimensionalen Erfassung und Analyse von großen, komplexen Bauteilen mit Abmessungen im Meter-Bereich, zum Beispiel ganze Automobile, eröffnet.
  • Prof. Frank Brückner und Mirko Riede vom Fraunhofer IWS und Dr. Dan Roth-Fagaraseanu von Rolls-Royce für die Entwicklung lasergenerierter Mikrostrukturen zur Effizienzverbesserung von Flugzeugtriebwerken.
  • Dr. Stephan Zidowitz, Alexander Köhn und Dr. Andrea Schenk vom Fraunhofer MEVIS für die Entwicklung einer Software, die radiologische Daten mithilfe mathematischer Modelle analysiert. Damit können Chirurgen auch schwierige Eingriffe planen und das Risiko eines postoperativen Leberversagens minimieren.

 

Verleihung der Joseph-von-Fraunhofer-Preise und des Stifterverbandspreises 2018 am 15. Mai 2018 in Berlin.
© Fraunhofer / Ines Escherich

Verleihung der Joseph-von-Fraunhofer-Preise und des Stifterverbandspreises 2018 am 15. Mai 2018 in Berlin.

Fraunhofer-Preisverleihung am 15. Mai 2018 im BOLLE-Saal Berlin
© Fraunhofer / Ines Escherich

Fraunhofer-Preisverleihung am 15. Mai 2018 im BOLLE-Saal Berlin

Preisträger des Stifterverbandspreises 2018: Neuer Optikstandard: Freiformoptische Systeme
© Fraunhofer / Walter Oppel

Preisträger des Stifterverbandspreises 2018

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2018:  Dr. Michael Böhnel, Nils Reims und Michael Salamon (v.l.n.r.).
© Kurt Fuchs / Fraunhofer

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2018:Dr. Michael Böhnel, Nils Reims und Michael Salamon (v.l.n.r.).

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2018: Prof. Frank Brückner, Mirko Riede (Fraunhofer IWS), Dr. Dan Roth-Fagaraseanu, Rolls-Royce (v.l.n.r.).
© Jürgen Loesel | Fraunhofer / Lumalenscape

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2018: Prof. Frank Brückner, Mirko Riede (Fraunhofer IWS), Dr. Dan Roth-Fagaraseanu, Rolls-Royce (v.l.n.r.).

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2018: Dr. Stephan Zidowitz, Alexander Köhn, Dr. Andrea Schenk (Fraunhofer MEVIS) (v.l.n.r.).
© Kai Michalak

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2018: Dr. Stephan Zidowitz, Alexander Köhn, Dr. Andrea Schenk (Fraunhofer MEVIS) (v.l.n.r.).

Am 28. und 29. Juni 2018 lädt die Fraunhofer-Gesellschaft zur neuen internationalen Wissenschaftskonferenz »FUTURAS IN RES« in Berlin ein.
© Fraunhofer | gettyimages

Auftakt zur Wissenschaftskonferenzreihe »FUTURAS IN RES« / 2018: Biologische Transformation

Am 28. und 29. Juni 2018 lädt die Fraunhofer-Gesellschaft in Berlin zur neuen internationalen Wissenschaftskonferenz »FUTURAS IN RES« ein. Thema der zukunftsweisenden Veranstaltung ist die Biologische Transformation in der Produktion. Internationale Vertreter unterschiedlichster fachlicher Disziplinen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft tauschen sich dazu aus, welche neuen Möglichkeiten die Übernahme von Materialien und Prinzipien der Natur für Produktion, Logistik und Technik der Zukunft bietet.

Fraunhofer eröffnet neues Project Center für automobilen Leichtbau an der TU Opole in Polen

Am 6. September 2018 eröffnet die Fraunhofer-Gesellschaft ihr erstes »Project Center« an der Technischen Universität Opole in Polen. Die neu gegründete Forschungsplattform trägt den Namen »Fraunhofer Project Center for Advanced Lightweight Technologies (ALighT)« und ist eine Kooperation des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU mit der TU Opole. Vor Ort bündelt das Fraunhofer Project Center die Expertise beider Partner in der Entwicklung von Produktionsprozessen, Designkonzepten und Kalkulationsstrategien für die Produktion hybrider Leichtbaukomponenten insbesondere für die Automobilindustrie.

© Fraunhofer Mikroelektronik / Uwe Steinert

Gemeinsam mit voller Kraft voraus – Beim symbolischen Akt zur Eröffnung der ersten FMD-Integrationslinie; v.l.n.r.: Prof. Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Prof. Georg Rosenfeld, Mitglied des Vorstands der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Hubert Lakner, Vorsitzender des Lenkungskreises der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland und Dr. Michael Meister, Parl. Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Größte Forschungskooperation zur Mikroelektronik in Europa nimmt ihre ersten Anlagen in Betrieb

Einfacher Zugang zu Zukunftsentwicklungen und bundesweit koordiniertes Technologie-Know-how aus einer Hand – das verspricht die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD). Eineinhalb Jahre nach dem Projektstart weihen nun die Kooperationspartner gemeinsam mit dem Fördergeber BMBF das neue Forschungsequipment ein. Die feierliche Inbetriebnahme erfolgt im Rahmen des ersten FMD Innovation Day am Fraunhofer IZM in Berlin.

2019

70 Jahre Fraunhofer – 70 Jahre Zukunft

Festakt zum Auftakt des Jubiläumsjahrs

Am 26. März 1949 wurde die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. in München gegründet, um die hiesige Wirtschaft neu aufzubauen. Sie feiert wie die Bundesrepublik Deutschland und das Grundgesetz 2019 ihr 70-jähriges Jubiläum. Mit klarer Ausrichtung auf neue Schlüsseltechnologien und Märkte ist die Fraunhofer-Gesellschaft heute Innovationsmotor der deutschen Wirtschaft und Europas größte Organisation für angewandte Forschung. Das Jubiläumsjahr nimmt die Fraunhofer-Gesellschaft zum Anlass, den Blick nicht nur zurück, sondern mit strategischen Initiativen für Deutschland und Europa insbesondere auch in die Zukunft zu richten. Den Auftakt zum Jubiläumsjahr bildet am Gründungstag ein Festakt mit anschließendem Bayerischen Staatsempfang in München.