Technik für den Menschen

Fraunhofer ist Taktgeber für die Gesellschaft und macht jeden Tag Unternehmen erfolgreich. Damit dies heute möglich ist, haben in den vergangenen 70 Jahren Vorstände und Institutsleiter der Fraunhofer-Gesellschaft die Grundlage für Deutschlands Innovationskraft gelegt. Dies würdigen unter anderem die jetzigen Fraunhofer-Führungskräfte mit persönlichen Statements.

Auch heute fördern die ehemaligen Vorstände und Institutsleiter der Fraunhofer-Gesellschaft hervorragende wissenschaftliche und technologische Leistungen. Sie stiften hierzu für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fraunhofer-Gesellschaft den Preis »Technik für den Menschen«, der von der Fraunhofer-Exzellenzstiftung und aus Spenden der ehemaligen Vorstände und Institutsleiter sowie von weiteren Förderern finanziert wird. 

Hans-Jürgen Bube

»Auf Hans-Jürgen Bube, der bis 1998 für die Hauptabteilung für Personal verantwortlich war, gehen positive Veränderungen in puncto Flexibilisierung von Arbeitsverträgen und leistungsgerechter Vergütung zurück, was unter anderem die Weiterentwicklung des Fraunhofer-Modells vorangebracht hat und Fraunhofer zu einem der attraktivsten Arbeitgeber in Deutschland gemacht hat.«

Prof. Dr. Alexander Kurz, Vorstand für Personal, Recht und Verwertung

 

Prof. Dr. Ulrich Buller

© Fraunhofer-Gesellschaft

»Dr. Ulrich Buller ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Brückenbauer. Mit Kreativität und Teamgeist gestaltete er 30 Jahre lang Forschung an Instituten und in der Fraunhofer-Zentrale. Dabei schuf er als Vorstand für Forschungsplanung neue Forschungskooperation mit Max-Planck und auch den Fachhochschulen. Mit Projekten wie der Systemforschung Elektromobilität und den Innovationsclustern legte er Grundsteine, von denen heute viele neue Fraunhofer Aktivtäten in die Zukunft weisen.«

Prof. Dr. Alexander Kurz, Vorstand für Personal, Recht und Verwertung

Prof. Dr.-Ing. Horst Chmiel

Prof. Dr.-Ing. Horst Chmiel
© Fraunhofer IGB

»Professor Horst Chmiel übernahm 1976 die Leitung des damaligen Fraunhofer-Instituts für Physik und Chemie der Grenzflächen (IGf). Mit seinem Amtsantritt wurde die thematische Ausrichtung des Instituts um die Bioverfahrenstechnik erweitert – und das Institut erhielt seinen heutigen Namen: Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik, kurz Fraunhofer IGB. Ein neues Forschungsfeld, die medizinische Verfahrenstechnik, kombinierte die Grenzflächen- mit der Bioverfahrenstechnik. In diesem Kontext baute Chmiel auch das Gebiet der Membrantechnik auf, die schon bald von der Medizintechnik auf Produktaufarbeitung und Umwelttechnik ausgeweitet werden konnte. Parallel etablierte Chmiel die Bioprozesstechnik für Anwendungen im Umweltbereich. Horst Chmiel leitete das Institut bis 1992.«

Dr. Markus Wolperdinger, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB

Dr.-Ing. Gerd Deuster

© Fraunhofer-Gesellschaft

»Dr.-Ing. Gerd Deuster hatte vom 1. April 1990 bis 31. Juli 1990 kommissarisch für die Dauer von vier Monaten die Institutsleitung des Fraunhofer IZFP übernommen. Sein Engagement galt zu dieser Zeit unter anderem der mit Unterstützung von Fraunhofer betriebenen Gründung des ›Korean Institute for Science and Technology‹ (KIST), welches als Europa-Zentrum am Campus der Universität des Saarlandes angesiedelt wurde und inzwischen eine etablierte Anlaufstelle für koreanische Partner aus Forschung und Wirtschaft geworden ist.«

Prof. Dr. Randolf Hanke, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP

Dr. Ralf Dornhaus

© Fraunhofer-Gesellschaft

»Als Vorstandsvorsitzender der FGAN, die im Themenbereich Verteidigung und Sicherheit forschte, hat Dr. Ralf Dornhaus deren Überführung in die Fraunhofer-Gesellschaft als Chance verstanden, Kompetenzen auch stärker für zivile Bereiche nutzbar zu machen. Mit der Integration konnte innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft ein gewichtiger Verbund geschaffen werden, der sich maßgeblich am nationalen und europäischen Sicherheitsforschungsprogramm beteiligen konnte.«

Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft

 

Prof. Dr. José Luis Encarnação

© Fraunhofer IGD

»Seit mehr als 40 Jahren ist Professor José Luis Encarnação eine der bekanntesten Persönlichkeiten der graphischen Datenverarbeitung. Er hat ein beeindruckendes Netzwerk aufgebaut. Das von ihm gegründete Fraunhofer IGD erfolgreich weiterzuführen und auszubauen ist mir nach wie vor eine große Ehre.«

Prof. Dr. Dieter W. Fellner, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD

Prof. Dr. Peter Eyerer

© Fraunhofer ICT

»Peter Eyerer ist ein großer Motivator, der mit seinen Ideen, seinem Umsetzungswillen und einem ausgeprägten Umsetzungsvermögen überzeugt und mitreißt. In der Lehre begeisterte er durch seine offene, bayerische Art und sehr praxisnah vermitteltes Wissen mehrere Generationen von Studierenden. Unsere gemeinsame Zeit war und ist geprägt von Auf- und Ausbau von Themen, Strukturen und Arbeitsplätzen am Fraunhofer ICT. Seine große Industrieerfahrung war dafür immer eine gute Grundlage. Seit seinem offiziellen Ruhestand 2006 widmet Peter Eyerer sich verstärkt seinem ›Baby‹, der TheoPrax Lehr- und Lernmethodik zur Verzahnung von Lehre und Ausbildung mit der Wirtschaft. Mit großem Erfolg hat er vor zehn Jahren auch eine Offene Jugendwerkstatt gegründet.«

Prof. Dr.-Ing. Peter Elsner, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT

Prof. Dr. Heinz Gerhäuser

© Fraunhofer IIS

»›Geht nicht, gibt’s nicht‹, das war immer sein Spruch. Ob technische Durchbrüche oder Finanzierungen, Professor Heinz Gerhäuser hat oft das scheinbar Unmögliche real gemacht. Er war seit den Gründungstagen in den 1980er Jahren an Bord und hat das Fraunhofer IIS zum größten und erfolgreichsten Fraunhofer-Institut gemacht. Besonders stolz war er auf die Unternehmenskultur und die gute Arbeitsumgebung. Und er war unmittelbar daran beteiligt, dass Audiostandards wie mp3 und MPEG AAC zum Welterfolg wurden. Wissenschaftliche Exzellenz, anwendungsbezogene Forschung und eine kluge Heimatverbundenheit zeichneten ihn auch als Präsidenten der Bayerischen Forschungsstiftung aus.«

Prof. Dr.-Ing. Albert Heuberger, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS

Prof. Dr. Karl Gertis

© Fraunhofer IBP

»Karl Gertis zählt zu den Wegbereitern der Disziplin Bauphysik. Die Anfänge seiner wissenschaftlichen Karriere, von der Promotion 1970 und der Habilitation 1972 an der Universität Stuttgart bis zur ordentlichen Professur für ›Bauphysik und Baustofflehre – Materialwissenschaftliche Grundlagen‹ an der Universität Essen 1976, waren begleitet von bauphysikalischen Fragestellungen mit erheblicher Relevanz: die erste Ölkrise, wachsende Umweltverschmutzung sowie ein gestiegener Anspruch an die Qualität von Gebäuden. Die Zeichen der Zeit erkannt und die Bauphysik mit dem ersten Lehrstuhl an einer deutschen Universität etabliert zu haben, ist eine Leistung, deren Strahlkraft bis heute wirkt.«  

Prof. Dr. Klaus Peter Sedlbauer und Prof. Dr. Philip Leistner, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP

Dr. Alfred Gossner

© Fraunhofer-Gesellschaft

»In seiner Amtszeit hat sich das Finanzvolumen der Fraunhofer-Gesellschaft mehr als verdoppelt. Ohne seine Optimierungen bei Jahresabschluss, der Verteilung der Regelgrundfinanzierung und der Etablierung eines Informationssicherheitssystems wäre das nicht möglich gewesen.«

Dipl.-Kfm. Andreas Meuer, Vorstand für Controlling und Digitale Geschäftsprozesse

Prof. Dr. Hans-Joachim Grallert

© Fraunhofer HHI

»Nach unterschiedlichen Stationen in der Telekommunikationsindustrie hat Professor Hans-Joachim Grallert im Jahr 2005 die Institutsleitung des Fraunhofer HHI übernommen. Das HHI befand sich gerade im Beginn des Übergangs aus der Berliner Landesförderung in die Fraunhofer-Gesellschaft. Mit seiner weitreichenden Erfahrung aus unterschiedlichen Bereichen der Industrie, mit seinem großen persönlichen Engagement, und mit seinem motivierenden und einbindenden Führungsstil gelang es ihm, das HHI bereits 2008 in die Profitabilität zu führen.« 

Prof. Dr. Martin Schell und Prof. Dr.-Ing. Thomas Wiegand, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut HHI

Prof. Dr. Otto-Diedrich Hennemann

© Fraunhofer IFAM

»Professor Otto-Diedrich Hennemann war Institutsleiter am Fraunhofer IFAM. Mit klaren wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Vorstellungen hat er aus einer kleinen Gruppe ›Struktur- und Verbundwerkstoffe‹ den heutigen Institutsteil Klebtechnik und Oberflächen des IFAM gemacht. Hierzu gehörte der Aufbau strategischer Partnerschaften mit Firmen wie Airbus, noch heute prägend für die sehr starken Luftfahrtaktivitäten des IFAM und der Fraunhofer-Gesellschaft, ebenso wie mit Forschungspartnern. Der heutige Stand der Adhäsionsforschung ist durch seine Impulse bestimmt und neu etablierte Arbeitsgebiete, z. B. aus dem Feld, das heute mit biologischer Transformation beschrieben wird, tragen zunehmend Früchte.«

Prof. Dr. Bernd Mayer, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM und Prof. Dr. Hartwig, Abteilungsleiter Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM

Prof. Dr. Waldemar Hermel

© Fraunhofer IKTS

»Professor Waldemar Hermel ist Gründungsdirektor des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS in Dresden, das er bis 2004 geleitet hat. Zusätzlich hatte er die Professur für Anorganisch-Nichtmetallische Werkstoffe der TU Dresden inne.

Das IKTS hat sich mit derzeit ca. 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Gesamthaushalt von über 60 Millionen Euro zum größten Institut der neuen Bundesländer entwickelt. Diese Erfolgsstory ist vor allem auf das aus der Akademie der Wissenschaften hervorgegange Team zurückzuführen, das Professor Hermel mit großem Geschick und Engagement zusammengestellt und angeleitet hat.«

Prof. Dr. Alexander Michaelis, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS

Dr. Alexander Imbusch

© Fraunhofer-Gesellschaft

»Es war ein gewaltiger Kraftakt als 1991 über 20 Fraunhofer-Einrichtungen offiziell in den neuen Bundesländern eröffnet werden konnten. Diese Aufbauleistung verdanken wir engagierten Persönlichkeiten wie Dr. Alexander Imbusch, der als Leiter der Hauptabteilung für Forschung und Kommunikation auch an der praktischen Ausgestaltung des Fraunhofer-Modells wesentlichen Anteil hatte.«

Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft

Prof. Dr. Hans-Hilbert Jung

»Fraunhofer war die erste Forschungsorganisation, die sich in Ostdeutschland ohne Vorbehalte engagierte und die technisch-wissenschaftliche Qualität der Leute vor Ort erkannte. Das wurde sehr positiv wahrgenommen und war Garant für die Weiterentwicklung vieler Erfolgsgeschichten nach der Wende. Dr. Hans H. Jung war einer der agilsten Botschafter der Fraunhofer-Gesellschaft in Mitteldeutschland, was ich persönlich sehr positiv in Erinnerung habe.«

Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft

Prof. Dr. Wolfgang Karthe

© Fraunhofer IOF

»Als Gründungsdirektor des Fraunhofer IOF gebührt Professor Wolfgang Karthe meine höchste Anerkennung und mein größter Dank. Mit Mut und Tatendrang stellte er sich nach der Wende der Herausforderung, die damals kleinteilige Optikbranche im Osten zusammenzuführen und die vorhandene Expertise verschiedener Akteure zu bündeln. Dies ist ihm erfolgreich gelungen: Bereits nach drei Jahren wurde die damalige Fraunhofer-Einrichtung vorzeitig in ein Institut überführt – eine herausragende Leistung. Noch heute wird Professor Karthe aufgrund seiner langjährigen Kenntnis der Optikbranche als Berater am Institut geschätzt. Im Namen des gesamten Kollegiums möchte ich ihm herzlich für sein Engagement und sein Wirken am Fraunhofer IOF danken.«  

Prof. Dr. Andreas Tünnermann, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF

Prof. Dr. Rolf Kümmel

© Fraunhofer UMSICHT

»Professor Rolf Kümmel war und ist ein von seinen UMSICHT-Weggefährten hoch geschätzter ›Vollblutwissenschaftler‹. 1992 führte ihn der politische Umbruch in Deutschland von seiner Professur für Technische Chemie an der TU Merseburg und der Leitung des dortigen Wissenschaftsbereichs Umwelttechnik an das Oberhausener Institut. Als Leiter des Bereichs Umwelttechnik beeindruckte er durch hochkarätige wissenschaftliche Expertise.

Mit seiner diplomatischen Art lenkte er ab 2001 als wissenschaftlicher Direktor die Geschicke des Instituts, und Mitte 2002 übernahm er in einer strategischen Umbruchphase die Leitung des Instituts bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2005.

Für seinen Anteil an der Entwicklung des Instituts danken wir Professor Rolf Kümmel herzlich.«

Prof. Dr.-Ing. Eckhard Weidner, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Dr. Klaus Leuthäuser

© Fraunhofer INT

»Dr. Klaus Leuthäuser hatte vom 1. Januar 1981 bis zum 1. August 1982 sowie vom Juli 1986 bis zum Dezember 1987 die kommissarische Leitung des Fraunhofer INT inne. Er wurde am 1. Januar 1989 zum Institutsleiter berufen; er behielt diese Position bis zum Juni 2001, wo er sie an seinen Nachfolger, Dr. Uwe Wiemken, übergab.

Unter seiner Leitung wurde der Um- und Ausbau des Standorts Euskirchen fertiggestellt, sodass das Institut nach seinem Umzug vom ursprünglichen Standort Stohl bei Kiel seine Arbeit in Euskirchen aufnehmen konnte. Wichtige Arbeiten zur Neugestaltung der Wehrtechnischen Vorausschau (WTV), zum Nuklearen Elektromagnetischen Impuls (NEMP) sowie zur Empfindlichkeit von Elektronik unter Hochleistungsmikrowellen wurden durch ihn veranlasst.«

Prof. Dr. Michael Lauster, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT

Prof. Dr. Gerd Müller

Prof. Dr. Gerd Müller
© Fraunhofer ISC

»Als ideenreicher Wissenschaftler, ausgezeichneter Hochschullehrer, erfolg­reicher Forschungsmanager und Träger des Bundesverdienstkreuzes leitete Professor Gerd Müller von 1992 bis 2006 das Fraunhofer-Institut für Silicat­for­schung ISC in Würzburg. Mit seinen anwendungsnahen wissenschaftlichen Arbeiten leistete er signifi­kante Beiträge zur Erweiterung des Materialportfolios am Fraunhofer ISC. Zudem initiierte er einen neuen inter­disziplinären Studien­gang ›Technologie der Funktionswerkstoffe‹ und er hatte die Idee zur Grün­dung der Projektgruppe ›Keramische Verbundstrukturen‹ in Bayreuth.«

Prof. Dr. Gerhard Sextl, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC

Prof. Dr. Heinz-Otto Peitgen

© Fraunhofer MEVIS

»Heinz-Otto Peitgen ist ein Wegbereiter der ersten Stunde für die digitale Medizin, für die Chaosforschung und für das selbstorganisierte Zusammenarbeiten, das Grenzen überwindet. Auf, auf zu neuen Horizonten – scheinen sie auch noch so unerreichbar – Aufgeben keine Option. Er führt mit fester Hand und gibt vertrauensvoll in andere Hände, so wie es der Sache dient. Heinz-Otto bewertet Menschen nach dem, was sie sind – ohne Schubladen und KPIs. Kurzum: Ein Menschenfreund – dem Guten zugewandt, dem Schönen und dem Gerechten.«

 Prof. Horst Hahn, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS

Dr. Dirk-Meints Polter

© Fraunhofer-Gesellschaft

»Dr. Dirk-Meints Polter war ein früher Verfechter der Internationalisierung der Fraunhofer-Forschung, der beste Kontakte vor allem in den asiatischen Raum pflegte. Als Vorstand für Personal und Recht verortete er Fraunhofer u. a. in internationalen Forschungsgremien wie EARTO oder WAITRO. In seine Amtszeit fällt auch die erfolgreiche und gerade in personalpolitscher Hinsicht anspruchsvolle Integration der GMD, was Fraunhofer insbesondere im Bereich der IUK-Technologien und mit dem Ausblick auf KI stärkte.«

Prof. Dr. Alexander Kurz, Vorstand für Personal, Recht und Verwertung

Dr. Wolfgang Reitzenstein

© Fraunhofer IWS

»Dr. Wolfgang Reitzenstein stand in der Zeit des politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Neubeginns in den neuen Bundesländern wie kein Zweiter für die Überführung konkurrenzfähiger wissenschaftlicher Arbeitsgruppen in die Fraunhofer-Gesellschaft sowie für die Gründung eines eigenständigen Fraunhofer-Instituts. Die unter seiner Führung begonnenen und erfolgreich entwickelten Forschungsinhalte prägen noch heute das wissenschaftliche Profil des Fraunhofer IWS. Sie waren Basis sowohl für die anerkannte Position als führendes Institut der angewandten Wissenschaften als auch dessen wirtschaftlichen Erfolgs. Damit hat Dr. Reitzenstein einen wichtigen Abschnitt der deutschen Wissenschaftsgeschichte wesentlich mitgeprägt und vorangetrieben.«

Prof. Dr.-Ing. Christoph Leyens, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Prof. Dr. Dieter Rombach

© Fraunhofer IESE

»Dieter Rombach hat das Fraunhofer IESE vor fast 25 Jahren in Kaiserslautern gegründet. Innerhalb weniger Jahre ist es ihm gelungen, das Institut an die internationale Weltspitze des Software-Engineerings zu bringen und als einen bevorzugten Partner der Industrie zu etablieren. Damit hat er einen wesentlichen Grundstein für den heutigen Erfolg des Instituts gelegt. Über das Institut hinaus hat Dieter Rombach sich mit seinem Weitblick und seinem unermüdlichen Engagement für den Wissenschaftsstandort Kaiserslautern verdient gemacht, zu dessen heutiger Stärke er wesentlich beigetragen hat. Dieser Leistung gilt mein größter Respekt und ich danke ihm als Kollege und als Freund für seine Verdienste für das Fraunhofer IESE.«

Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE

Prof. Dr.-Ing. Ingolf Ruge

»Professor Ingolf Ruge gründete 1974 das Fraunhofer-Institut für Festkörpertechnologie IFT und leitete es bis 1999. Er hatte mit Unterstützung des Bundesministeriums für Forschung und Technologie (BMFT) maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Entwicklung der Halbleitersparte und dem Aufbau der Mikroelektronik in deutschen Industrieunternehmen. Durch seine visionäre Kraft und sein Durchsetzungsvermögen hat er den Grundstein für die heutige Fraunhofer-Einrichtung für Mikrosysteme und Festkörpertechnologien EMFT gelegt, und so dem Standort München einen festen Platz in der deutschen Mikroelektronikforschung gesichert.«

Prof. Dr. Christoph Kutter, Institutsleiter, Fraunhofer-Einrichtung für Mikrosysteme und Festkörper-Technologien EMFT

Prof. Dr. Heiner Ryssel

© Fraunhofer IISB

»Professor Heiner Ryssel studierte in München Elektrotechnik, promovierte 1973 und habilitierte 1985 an der TU München. 1985 wurde er Gründungsdirektor des Lehrstuhls für Elektronische Bauelemente an der Universität Erlangen-Nürnberg sowie Leiter einer Fraunhofer-Arbeitsgruppe, die er zu einem eigenständigen Institut, dem heutigen Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB in Erlangen aufbaute.

Heiner Ryssel ist Pionier der Ionenimplantation und Prozesssimulation in Deutschland. Er ist IEEE Fellow, Mitglied der Böhmischen Physikalischen Gesellschaft und Mitglied der Electrochemical Society und Material Research Society. Im Jahr 1998 erhielt er die Wilhelm-Exner-Medaille und 2007 die Fraunhofer-Medaille.«

Prof. Dr.-Ing. Martin März, Kommissarischer Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB

Prof. Dr. Rolf Dieter Schraft

© Fraunhofer IPA

»Als ›Mister Robot‹ war Professor Rolf Dieter Schraft, der bereits 1969 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer IPA anfing, schon früh ein echtes Zugpferd. Seine extrem guten Industriekontakte brachten das Institut in den 14 Jahren, in denen er Institutsleiter war, endgültig an die Spitze der Automatisierungsforschung. Stets mit der Hand am Arm brachte er die Robotik in Deutschland in die Industrieanwendung. Auch international war das IPA für seine Forschungsarbeiten in diesem Feld hoch anerkannt. So erhielt er beispielsweise 1992 den renommierten Joseph F. Engelberger Award. Darüber hinaus schuf er das ganz neue Feld der Servicerobotik, das nun im Zuge der digitalen und biologischen Transformation immer mehr an Bedeutung gewinnt.«

Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

 

Dr. Gustav-Adolf Schröder

© Fraunhofer EMI

»Dr. Gustav-Adolf Schröder hat in seiner Zeit am Fraunhofer EMI wesentliche Schwerpunkte in den wissenschaftlichen Forschungsfeldern Innenballistik, Abgangsballistik und Kurzzeitmesstechnik gesetzt. Von besonderem Weitblick zeugt der Aufbau eigener Kompetenzen im Bereich der Numerischen Simulation fluiddynamischer Prozesse unter Berücksichtigung von Stoßwellen. Das Institut hat sich so experimentell und numerisch international einen hervorragenden Ruf erworben.« 

Prof. Dr.-Ing. Stefan Hiermaier, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI

Prof. Dr. Dieter Seitzer

© Fraunhofer IIS

»Der geborene Anführer und Innovator – das fällt mir ein, wenn ich an Dieter Setzer denke. Er ist ein überaus kluger Kopf, der weit nach vorne blickt und dessen wohldurchdachten Argumenten man schwer etwas entgegensetzen kann. Zum anderen steckt er die Leute mit seiner Begeisterung an. Und falls das nicht funktioniert, ist er auch noch hartnäckig. Seine Idee zur Reduktion von Musikdaten bei der Übertragung wurde am Anfang belächelt, später legte sie die Grundlagen für mp3. Wichtig war ihm auch immer der Transfer von der Wissenschaft in die Industrie; das betrieb er unter anderem beim Aufbau und bei der Leitung des Fraunhofer IIS und in seiner Rolle als erster Präsident der Bayerischen Forschungsstiftung.«

Prof. Dr.-Ing. Albert Heuberger, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS

Prof. Dr. Erwin Sommer

© Fraunhofer IWM

»Seine Handlungsmaxime war stets die Freude am Gestalten und der Umgang mit Gegensätzen. Geprägt durch die Erfahrungen in USA baute er das für Deutschland neue Fachgebiet der Bruchmechanik auf – als wissenschaftliche Basis für die erfolgreiche und nachhaltige Entwicklung des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik IWM. Wissend um die Ursachen von Bruchentstehung und die Dynamik der Bruchausbreitung – nicht nur in Werkstoffen – hat er mit Geschick und viel Bedacht das partnerschaftliche Zusammenwachsen der IWM-Schwesterinstitute Freiburg und Halle gestaltet. 1997 hat er den Aufbau des Fraunhofer-Verbunds Werkstoffe, Bauteile initiiert und dort eine positive Kultur der Zusammenarbeit geschaffen, die bis heute wirkt.«

Prof. Dr. Peter Gumbsch, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM

Prof. Dr. Heinz Thielmann

© Fraunhofer SIT

»Professor Heinz Thielmann hat das Vorgängerinstitut des heutigen Fraunhofer SIT in der damaligen Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung (GMD) geleitet. In seiner Amtszeit geschah auch die erfolgreiche Überführung des Instituts in die Fraunhofer-Gesellschaft. Mit seiner langjährigen Industrieerfahrung gelang ihm die Neuausrichtung des Instituts weg vom überwiegend grundfinanzierten und grundlagenorientierten Modell der GMD hin zur anwendungsorientierten und überwiegend drittmittelfinanzierten Forschung der Fraunhofer-Gesellschaft. Während seiner Institutsleitung ist mit dem Start-Up Secude ein erfolgreiches Spin-Off des Instituts entstanden, von dem später ganze Geschäftsbereiche in die SAP überführt wurden.«

Prof. Dr. Michael Waidner, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

Prof. Dr. Elmar Wagner

© Fraunhofer IPM

»Professor Elmar Wagner hat Fraunhofer IPM über fast ein Vierteljahrhundert geleitet und strategisch weitsichtig aufgestellt, insbesondere durch die Qualitätssicherung der Beantragung von Vorlaufforschungsmitteln. Oft war er seiner Zeit weit voraus, vor allem was die Themen Organisation und Marketing betrifft, z. B. mit der sehr frühen Einführung eines Customer Relationship Management Systems, das bis heute erfolgreich im Einsatz ist. Unter seiner Ägide wurden auch zahlreiche Ideen umgesetzt, die zu einem besonders guten Arbeitsklima am Fraunhofer IPM beitragen, so z. B. die tägliche Kommunikations- und Kaffeerunde um 10:30 Uhr.«

Prof. Dr. Karsten Buse, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM 

 

Prof. Dr. Eicke Weber

© Fraunhofer ISE

»Prof. Dr. Eicke Weber leitete das Fraunhofer ISE von 2006 bis 2016. In diesem Zeitraum gab er der deutschen Solarforschung eine weltweit beachtete Stimme und setzte sich mit großem Engagement wissenschaftlich wie politisch für die Energiewende ein Mit seinem Hintergrund als Silicium-Materialforscher und seinen exzellenten Verbindungen in Wirtschaft und Politik wuchs das Fraunhofer ISE zum zweitgrößten Fraunhofer-Institut. In seiner Amtszeit wurden acht Firmen ausgegründet, es entstanden Beteiligungen an Forschungseinrichtungen in Halle, Boston und Santiago de Chile sowie die Global Alliance for Solar Energy Research Institutes mit NREL (USA) und AIST (Japan).

Eicke Webers Talent für internationales Networking zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik hat die Sichtbarkeit des Fraunhofer ISE weltweit erhöht und die Forschung und Entwicklungen für eine CO2-freie globale Energieversorgung vorangebracht.«

Prof. Dr. Hans-Martin Henning und Dr. Andreas Bett, Institutsleiter, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

Prof. Dr. Engelbert Westkämper

© Fraunhofer IPA

»Die Konzepte und Überlegungen von Engelbert Westkämper haben eine ganze Generation von ›Produktionern‹ geprägt. Ob in der Fabrikplanung mit dem Stuttgarter Fabrikplanungstisch oder auch in strategischen Segmentierungsprojekten mit dem Ziel, globale Footprints zu gestalten, Westkämpers Konzepte waren immer ein exzellentes Fundament. Später in der Industrie, insbesondere während der Finanzkrise, verstanden viele Unternehmen, was Engelbert Westkämper mit ›wandlungsfähig‹ gemeint hat. Die europäische Kommission hat dies ebenfalls erkannt und nutzt seine Expertise, um die richtigen Themen zur Stärkung des Produktionsstandorts Europa voranzutreiben.«

Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Prof. Dr. Uwe Wiemken

© Fraunhofer INT

»Professor Uwe Wiemken übernahm im Juni 2001 die Leitung des Instituts und hatte diese Position bis zu seiner Pensionierung im August 2012 inne.

Unter seiner Führung wurde das INT neu strukturiert (drei statt bisher zwei Abteilungen), ein Kuratorium eingeführt, und es wurden mehrere Bereiche des Instituts von Grundfinanzierung auf Projektfinanzierung umgestellt. Neue Schwerpunkte waren die Untersuchung von Bauteilen für Weltraumanwendungen und die Entwicklung faseroptischer Sensoren für kerntechnische Anlagen.

Professor Wiemken trieb die Öffnung des Instituts für zivile Bereiche voran und eröffnete ein Geschäftsfeld im Bereich der europäischen Sicherheitsforschung. Heute hat das INT auf diesem Gebiet die Spitzenposition innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft inne.«

Prof. Dr. Michael Lauster, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT

Dr. Hans-Ulrich Wiese

© Fraunhofer-Gesellschaft

»Der Neubau der Fraunhofer-Zentrale ist fest mit Dr. Hans-Ulrich Wiese verbunden, der der Fraunhofer-Zentrale am Standort München ein funktionales und ästhetisch ansprechendes Zuhause gegeben hat. Er etablierte mit SIGMA das erste moderne und auf Fraunhofer zugeschnittene FuE-Management-Tool, das seit Jahrzehnt ein solides Steuerungswerkzeug der Fraunhofer-Gesellschaft ist. Ohne das über Jahre aufgebaut IT-Knowhow wäre heute die Neuausrichtung auf SAP nicht möglich.«

Dipl.-Kfm. Andreas Meuer, Vorstand für Controlling und Digitale Geschäftsprozesse

Prof. Dr. Günter Zimmer

© Fraunhofer IMS

»Professor Günter Zimmer hat als langjähriger Institutsleiter die erfolgreiche Entwicklung des Fraunhofer-Instituts für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS maßgeblich und nachhaltig geprägt. Der promovierte Physiker baute das Institut in Duisburg auf und leitete es seit der Neugründung 1984 bis zu seinem Ruhestand Ende 2005 mit viel Herzblut. Die Arbeit am Institut und an der Universität Duisburg-Essen – wo er ebenfalls seit 1984 das Fachgebiet Elektronische Bauelemente und Schaltungen leitete – war für ihn stets mehr als nur ein Job. Ohne seinen passionierten Einsatz, seine Ideen und Visionen wäre das IMS, so wie wir es heute kennen – als ein weltweit anerkannter Forschungs- und Entwicklungspartner im Bereich der Mikroelektronik –, nicht möglich gewesen. Herr Professor Zimmer engagierte sich über die Instituts- und Universitätsgrenzen hinaus und war in zahlreichen nationalen und internationalen Fachgremien tätig.«

Prof. Dr. Anton Grabmaier, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS