Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2019

Echtzeit-Auswertung für Live-Analysen: Schnell wie der Puck, hart wie Eishockey

Jeden Eishockey-Spielzug messbar machen – neue Technologie für Training und Echtzeitanalyse

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Die Gewinner des Joseph-von-Fraunhofer-Preises vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS (v.l.n.r.): Norbert Franke, Thomas von der Grün und Thomas Pellkofer von der Firma jogmo world corp.

©  Foto: Fraunhofer / Piotr Banczerowski
 

Joseph-von-Fraunhofer-Preisträger 2019:


Thomas von der Grün, Fraunhofer IIS
Norbert Franke, Fraunhofer IIS

Thomas Pellkofer, jogmo world corp.

 

Wie reagiert die Verteidigerformation auf die Angreiferlinie? Wie schnell saust der Puck übers Eis? Analysen und Spielauswertungen sind fester Bestandteil von Sportübertragungen. Bisher konnten solche Spielanalysen jedoch erst nach dem Spielzug durchgeführt werden.

Thomas von der Grün und Norbert Franke aus dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS sowie Thomas Pellkofer von der Firma jogmo world corp. haben mit ihrem rund 20-köpfigen Forscherteam eine speziell an die dynamischen Abläufe im Eishockey angepasste, auf der Laufzeitmessung von Funksignalen basierende Lokalisierungstechnologie entwickelt. Mit ihr lassen sich erstmals vielfältige Spielanalysen in Echtzeit durchführen und anzeigen. Die Besonderheit liegt dabei in der hohen Messrate: So wird die Position des Pucks 2000-mal pro Sekunde gemessen. Die Position der einzelnen Spieler ermittelt das System 200-mal pro Sekunde.

Bei den Eishockey-Spielen auf dem »2019 Honda NHL All-Star Weekend« in San José, USA, wurde diese Technologie erstmalig öffentlich eingesetzt. In Echtzeit wurden die Daten von Spielern und Puck analysiert und für den Zuschauer aufbereitet: ein absolutes Novum. 

Joseph-von-Fraunhofer-Preis

Seit 1978 verleiht die Fraunhofer-Gesellschaft jährlich Preise für herausragende wissenschaftliche Leistungen ihrer Mitarbeitenden mit Systemrelevanz und dem direkten Potenzial, entscheidend zur Lösung gesamtgesellschaftlicher Herausforderungen und zur Zukunftssicherung des Wirtschaftsstandortes Deutschland beizutragen. Mehr als 300 Forscherinnen und Forscher haben diesen Preis inzwischen gewonnen. In diesem Jahr werden vier Preise mit jeweils 50 000 Euro vergeben.