Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2017

Abwasser effektiv reinigen

Weltbeste Nanofiltrationsmembran für eine nachhaltige Wasseraufbereitung

Die von Hannes Richter, Petra Puhlfürß und Ingolf Voigt (v.l.n.r.) entwickelten keramischen Membranen erreichen erstmals eine molekulare Trenngrenze von 200 Dalton. Dadurch lassen sich Abwässer noch effizienter reinigen.
© Foto Piotr Banczerowski / Fraunhofer

Die von Hannes Richter, Petra Puhlfürß und Ingolf Voigt (v.l.n.r.) entwickelten keramischen Membranen erreichen erstmals eine molekulare Trenngrenze von 200 Dalton. Dadurch lassen sich Abwässer noch effizienter reinigen.

Wasser aufzubereiten und wiederzuverwenden wird immer wichtiger – schließlich ist Wasser ein knappes und teures Gut. Dies erfordert jedoch effiziente Trenn- und Reinigungstechnologien.

Dr. rer. nat. Ingolf Voigt, Dr.-Ing. Hannes Richter und Dipl.-Chem. Petra Puhlfürß vom Fraunhofer- Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS entwickelten eine keramische Membran, die erstmals eine molekulare Trenngrenze von 200 Dalton erreicht. Dies wurde für keramische Membranen von der Fachwelt als nahezu unmöglich angesehen und ist weltweit einzigartig. Die Membranen werden mittlerweile bereits zur Wasseraufbereitung und Klärung von Industrieabwässern eingesetzt. Hervorzuheben sind hierbei die Entwicklungen mit der Firma Shell zur großtechnischen Aufbereitung von Abwässern aus der kanadischen Ölsandproduktion.

Joseph-von-Fraunhofer-Preis

Seit 1978 verleiht die Fraunhofer-Gesellschaft jährlich die »Joseph-von-Fraunhofer-Preise« für herausragende wissenschaftliche Leistungen ihrer Forscherinnen und Forscher, die anwendungsnahe Probleme lösen.
In diesem Jahr werden vier jeweils mit 50 000 Euro dotierte Preise vergeben.