Innovative Spurengas-Sensoren durch Photoakustikeffekt
Erhöhte Konzentrationen von Kohlenstoffdioxid und Stickstoffoxid beeinträchtigen unser Wohlbefinden und können unsere Gesundheit schädigen – oft ohne, dass wir es bemerken. Ein Verfahren für ein flächendeckendes, kostengünstiges und verlässliches Monitoring solcher Spurengase hat Dr. Christian Weber am Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM in Freiburg entwickelt. Es basiert auf einem alten Messprinzip und legt den Grundstein für eine neue Generation kompakter, energieeffizienter Gassensoren, die CO₂ und NO₂ schon in kleinsten Konzentrationen zuverlässig und zu einem Bruchteil der bisherigen Kosten detektieren. Möglich wird dies durch den photoakustischen Effekt: Licht erzeugt Schall, dessen Intensität präzise Auskunft über die Gaskonzentration gibt. Der Forscher entwickelte sowohl einen kleinen, energiesparenden und wartungsarmen CO₂-Sensor etwa zur Raumluftüberwachung als auch einen neuartigen NO₂-Sensor, der dank einer patentierten Methode besonders niedrige Nachweisgrenzen erreicht und robust gegenüber äußeren Einflüssen bleibt. Ob in Innenräumen, Tunneln, Tiefgaragen, aber auch bei der Narkosegasüberwachung in der Medizin oder bei der Suche von Methan- oder Kältemittel-Leckagen: Die Sensoren punkten dort, wo bislang große, teure und stromhungrige Messgeräte an ihre Grenzen kommen. So fand Webers Innovation bereits Eingang in über zehn Industrieprojekte.
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