#WeKnowTechTransfer – erfolgreicher Transfer von Ideen und Innovationen in die Wirtschaft

In den Fraunhofer-Instituten entsteht täglich wertvolles technologisches Wissen und Know-how. Seit über 70 Jahren kommt Fraunhofer der Verantwortung nach, dieses Wissen und Know-how erfolgreich durch Beiträge zu neuen Produkten, Dienstleistungen und Verfahren in die Wirtschaft und die Gesellschaft zu transferieren. Für eine erfolgreiche Technologieverwertung braucht es ein breites und differenziertes Set an Transferwegen, u. a.:

  • Industrieprojekte und öffentlich-private Partnerschaften
  • Verwertung von Intellectual Property (IP)
  • Weiterbildung für die Wirtschaft
  • Ausgründungen und Beteiligungen
  • Transfer durch Köpfe
  • Standardisierung

»GRÜNDERGEIST FÜR SPITZENTECHNOLOGIE«

»Technologische Innovationen in den Wirtschaftskreislauf und die Gesellschaft bringen: Das ist die Mission der Fraunhofer-Gesellschaft. Die Erkennung von Tumoren durch Künstliche Intelligenz, autonom fahrende Lastwagen auf der Autobahn oder die Echtzeitsteuerung von Fabriken über die Mobilfunktechnik 5G – solche Entwicklungen sind ohne den funktionierenden Transfer von Forschungserkenntnissen in die unternehmerische Anwendung nicht denkbar.

Der richtige Gründergeist und unternehmerisches Denken sind, gepaart mit wissenschaftlicher Exzellenz, hierbei die wichtigsten Bausteine. Nur so können wir den zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen von heute und morgen wie dem Strukturwandel, Nachhaltigkeits- und Klimafragen, der Digitalisierung und den Folgen demographischer Entwicklungen adäquat begegnen.

Entscheidend ist dabei ein funktionierender Austausch von Fachleuten an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft, um Forschungserkenntnisse rasch und zielführend in neue Produkte und Dienstleistungen zu transferieren. Dies kann durch direkte Forschungskooperationen geschehen, durch gezielte Aus-, Fort- und Weiterbildungen, oder durch vielversprechende Technologieausgründungen.

Innovationen entstehen dabei immer häufiger interdisziplinär. Fraunhofer bringt mit Weltklasse-Hightech und unternehmerisch denkenden Forscherinnen und Forschern erfolgreiche Spin-offs an die Märkte – über 480 seit dem Jahr 2000: echter Gründergeist für Spitzentechnologie. Ausgründungen sind ein integraler Bestandteil der Verwertungsaktivitäten der Fraunhofer-Gesellschaft. Sie sind eine wichtige und vor allem effektive Brücke zwischen Forschung und Wirtschaft und ein direkter Katalysator für den Innovationstransfer.«

Prof. Ralf B. Wehrspohn
Fraunhofer-Vorstand für Technologiemarketing und Geschäftsmodelle

Prof. Dr. rer. nat. habil. Ralf Boris Wehrspohn, Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft e.V. – Technologiemarketing und Geschäftsmodelle
© Bernhard Huber/Fraunhofer
Prof. Dr. rer. nat. habil. Ralf Boris Wehrspohn.

Ausgründungen und Spin-offs

Fraunhofer Venture

Die Institute der Fraunhofer-Gesellschaft werden von Wirtschaft und Politik als Basis für eine wettbewerbsfähige Industrie und als Keimzelle für Unternehmensansiedlungen und -gründungen geschätzt. Fraunhofer unterstützt dies gezielt, indem sie institutsnahe Unternehmensgründungen und Kooperationen zwischen Ausgründungen und Fraunhofer-Instituten auf vielfältige Weise konsequent fördert.

Leistungszentren

Leistungszentren organisieren den Schulterschluss der universitären und außeruniversitären Forschung mit der Wirtschaft. Universitäten, Hochschulen, Fraunhofer-Institute und weitere außeruniversitäre Forschungseinrichtungen arbeiten an einem Standort themenspezifisch und anwendungsnah mit Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteuren anwendungsnah zusammen, um Innovationen schnell in die Anwendung zu bringen. Leistungszentren stehen für exzellente, organisationsübergreifend nutzbare Infrastruktur, Ausbildungskonzepte und Know-how. Sie führen passende Partner zusammen und begleiten Ideen als Innovationslotsen bis in den Markt.

Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte

Fraunhofer Academy

Die Fraunhofer Academy ist die Weiterbildungseinrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft und richtet sich an weiterbildungsinteressierte Fach- und Führungskräfte technologiegetriebener Unternehmen.

Lernlabore Cybersicherheit

Modell für die Weiterbildung von IT-Sicherheitsfachkräften, das die Fachhochschulen in der kooperativen Forschung, in der Entwicklung der Weiterbildungskonzepte und Lehrmodule sowie in der Vermittlung der Lehrinhalte als Partner einbindet. Die Module sind branchen-, themen- und funktionsspezifisch auf die Bedarfe der Industrie und öffentlichen Verwaltung abgestimmt.

Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD)

Um die Position der europäischen Halbleiter- und Elektronikindustrie im globalen Wettbewerb zu stärken, haben elf Institute des Fraunhofer-Verbunds Mikroelektronik gemeinsam mit zwei Instituten der Leibniz-Gemeinschaft ein Konzept für eine standortübergreifende Forschungsfabrik für Mikro- und Nanoelektronik erarbeitet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die dazu nötigen Investitionen.

Fraunhofer Intellectual Property Transfer

Fraunhofer hält derzeit mehr als 6800 Patentfamilien und ist bestrebt, den Technologietransfer in die Industrie zu erleichtern. Daher wurde eine Auswahl von Patenten und Patentanmeldungen für die Auslizenzierung vorab validiert.

Video: Fraunhofer Venture

Fraunhofer Venture ist das Ausgründungs- und Beteiligungsmanagement der Fraunhofer-Gesellschaft.

Spotlight: Die Erfolgsgeschichten unserer Spin-offs

Fraunhofer konnte von 2000 bis 2020 insgesamt rund 480 Ausgründungen im Sinne von »Verwertungs-Spin-offs« zum direkten Technologietransfer verzeichnen. Fast 96 Prozent der Spin-offs waren nach drei Jahren noch am Markt aktiv, nach fünf Jahren noch knapp 92 Prozent, nach 10 Jahren 82,5 Prozent.

Fraunhofer investierte gemeinsam mit dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) jeweils rund 30 Mio Euro in den 2019 gegründeten Fraunhofer Technologie-Transfer Fonds (FTTF). Dieser fokussiert vollständig auf Investments in Spin-offs aus dem Fraunhofer-Raum. Außerdem ist Fraunhofer Mitgesellschafter beim aktuellen High-Tech Gründerfonds III.

Mit dem 2019 aufgelegten Förderprogramm für Technologietransfer AHEAD bündelt Fraunhofer seinen Maßnahmenkatalog zur Unterstützung interner Gründungsinteressierter. Das umfangreiche Begleitangebot hat ein jährliches Volumen von 10 Mio Euro und richtet sich speziell an Mitarbeitende, die für aktuelle Projekte Unterstützung im Technologietransfer via Ausgründung suchen.

Fraunhofer begleitet Ausgründungen auch nach deren Gründung. Regelmäßig bleibt es bei einer engen Zusammenarbeit mit dem Mutterinstitut, der Nutzung deren Infrastruktur und gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsverträgen.

Youtube-Video Fraunhofer IPT

Job-Story: Gleichzeitig seinen Doktor machen und ein Maschinenbau-Startup gründen? So geht's!

Datenschutz und Datenverarbeitung

Wir setzen zum Einbinden von Videos den Anbieter YouTube ein. Wie die meisten Websites verwendet YouTube Cookies, um Informationen über die Besucher ihrer Internetseite zu sammeln. Wenn Sie das Video starten, könnte dies Datenverarbeitungsvorgänge auslösen. Darauf haben wir keinen Einfluss. Weitere Informationen über Datenschutz bei YouTube finden Sie in deren Datenschutzerklärung unter: http://www.youtube.com/t/privacy_at_youtube

Fraunhofer-Ausgründungen

Die Institute der Fraunhofer-Gesellschaft werden von Wirtschaft und Politik als Keimzellen für Unternehmensansiedlungen und -gründungen geschätzt. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Fraunhofer-Instituten machen sich mit hier erarbeitetem Know-how selbstständig. Wir stellen einige solche Unternehmen vor.

Cloudbasierte Lösung für dezentrale Energiesysteme

Ampeers Energy GmbH

Das cloudbasierte Software-Ökosystem von AMPEERS ENERGY ermöglicht es, Einsparpotentiale über sämtliche Energiekomponenten von Liegenschaften zu realisieren: von der Solaranlage auf dem Dach bis zur Versorgung der eigenen E-Fahrzeugflotte. AMPEERS ENERGY nutzt dafür unter anderem eine am Institutsteil »Angewandte Systemtechnik« (AST) des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB entwickelte Energiemanagement-plattform. 

Intelligentes Fisch-Monitoring

MonitorFish GmbH

Fisch ist für die Welternährung unerlässlich. Da die natürlichen Fischbestände bei weitem nicht mehr ausreichen, wird ein großer Anteil der Fischversorgung durch Aquakulturen sichergestellt. Für 2030 wird dieser Anteil sogar auf 60 % prognostiziert. Doch im Durchschnitt gehen 40 bis 100 % der Fische in einer Aquakultur in der Inkubation verloren – und damit ein Großteil des Ertrags. Das Startup MonitorFish hat in Kooperation mit Fraunhofer eine innovative Lösung und ein interessantes Geschäftsmodell entwickelt.

Tourenplanung effizient und einfach durch Algorithmen und Künstliche Intelligenz

adiutaByte GmbH

Vorrangiges Geschäftsfeld von adiutaByte ist die ambulante Pflege. Hier haben umfangreiche Analysen und Beispielrechnungen gezeigt, dass die erforderlichen Fahrzeiten der Pflegekräfte durch eine optimierte Tourenplanung deutlich reduziert werden können, ohne dass die Qualität der Pflege eingeschränkt wird. Die unterschiedlichen Qualifikationen der Pflegekräfte berücksichtigt die vermarktete Software ebenso wie die Bedürfnisse der Patienten bei der Betreuung. Insgesamt steht den Pflegekräften damit mehr Zeit für die Pflege zur Verfügung.

Entkopplung der virtuellen von der realen Identität

Psoido GmbH

Informationen austauschen, ohne dass auf die Informationsgebenden rückgeschlossen werden kann. Was sich zunächst wie eine Funktionsbeschreibung für Whistleblower-Plattformen liest, ist in Wirklichkeit ein Softwaresystem, das für Industrie und Wirtschaft von überragender Bedeutung sein kann.

Monitoring- und Analysesoftware für Energieanlagen und Liegenschaften

Mondas GmbH

Die zunächst am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE entwickelte und von Mondas in den Markt gebrachte Mondas IoT-Webplattform richtet sich an Hersteller, Betreiber und Wartungsfirmen, die sehr viele und räumlich weit verteilte Energie- und Versorgungsanlagen warten und hierbei Kosten sparen möchten. Im Zuge der Energiewende ersetzen kleine, dezentrale Energieanlagen zunehmend die großen, zentralen Großkraftwerke. 

Stabiles Tracking für industrielle AR-Lösungen

Visometry GmbH

VisionLib ist ein Computer-Vision-Tracking-Framework für Augmented-Reality-Anwendungen und -Tracking im industriellen Kontext. Es kombiniert CAD-Daten mit Bildverarbeitung und ermöglicht durch seine Multi-Objekt-Verfolgung die wichtigsten AR-Geschäftsfelder der Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von Prototyping & Produktion über Wartung & Training bis hin zu automatisierten Inspektionssystemen & Qualitätskontrolle.