Allianz der Wissenschaftsorganisationen

Fraunhofer ist Mitglied der Allianz der Wissenschaftsorganisationen, die ein Zusammenschluss der bedeutendsten Wissenschaftsorganisationen in Deutschland ist. Sie nimmt regelmäßig Stellung zu wichtigen Fragen der Wissenschaftspolitik. Weitere Mitglieder sind die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Helmholtz-Gemeinschaft, die Hochschulrektorenkonferenz, die Leibniz-Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft, die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Wissenschaftsrat.

Für 2019 hat die Leibniz-Gemeinschaft die Federführung übernommen.

 

 

 

Diskussionspapier zur Ausarbeitung einer Bund-Länder-Vereinbarung zum Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)

8. August 2018

Mit diesem Diskussionspapier nimmt die Allianz der Wissenschaftsorganisationen (Allianz) Stellung zum Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und den Vorschlägen von Bund und Ländern. Das Papier formuliert das Grundverständnis von einer NFDI (Teil I), benennt unabdingbare Erfolgsbedingungen für eine NFDI (Teil II) und hinterlegt in einem Anhang für diese Erfolgsbedingungen fachliche Vorschläge und Hinweise.

 

Diskussionspapier zum Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur 

Abschlussbericht der Allianz-Arbeitsgruppe »Infrastrukturen in der terrestrischen Forschung«

17. Oktober 2018

Die Allianz-Arbeitsgruppe »Infrastrukturen in der terrestrischen Forschung« legt nach 4-jähriger Tätigkeit ihren Abschlussbericht vor. Mit diesem Bericht empfiehlt die Arbeitsgruppe die Einrichtung eines nationalen Observatorien-Netzes für die terrestrische Ökosystemforschung und unterbreitet Vorschläge zur Umsetzung. Die Federführung der Allianz-Initiative liegt bei der DFG und der Helmholtz-Gemeinschaft; die Vorsitzenden der Arbeitsgruppe wurden im Jahr 2014 gemeinsam von beiden Institutionen berufen.

Stellungnahme zum Entwurf der EU-Kommission zur Novellierung der Richtlinie »Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors« (Re-Use of Public Sector Information, PSI-Richtlinie)

4. September 2018

Die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen unterstützt wissenschaftsgeleitete Verfahren und Maßnahmen, um wissenschaftliche Publikationen und Forschungsdaten für die breitere Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Eine Verpflichtung der Mitgliedsstaaten im Rahmen nationaler Strategien für die Zugänglichmachung von öffentlich finanzierten und veröffentlichten Informationen zu sorgen, wie sie in Art. 10 des Vorschlags der EU-Kommission zur Novellierung der PSI-Richtlinie vorgesehen ist, sollte jedoch nicht im Widerspruch zu den wissenschaftsgeleiteten Verfahren und Maßnahmen stehen.

Stellungnahme von neun Partnern der Allianz der Wissenschaftsorganisationen zur Qualitätssicherung von wissenschaftlichen Veröffentlichungen

Fortschritt und gesellschaftlicher Wohlstand beruhen zu einem großen Teil auf den Ergebnissen von Forschung und Wissenschaft und dem Vertrauen, das von der Gesellschaft in sie gesetzt wird. Die Einhaltung der hohen Standards der Qualitätssicherung als Element der guten wissenschaftlichen Praxis ist eine unverzichtbare Voraussetzung, um dieses Vertrauen aufrechtzuerhalten.

Wissenschaft fußt international darauf, dass ihr höchste Qualitätsstandards zugrunde liegen. Dies gilt auch für die Veröffentlichung der Ergebnisse von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in renommierten Fachzeitschriften. Vor allem aufwendige Peer-Review-Verfahren durch ausgewiesene Experten stellen sicher, dass die publizierten Beiträge diese Standards erfüllen. Dies ist ein weltweit etablierter und unwidersprochener Grundsatz der Wissenschafts-Community.

Stellungnahme zur Qualitätssicherung von wissenschaftlichen Veröffentlichungen

Stellungnahme zum 9. EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation

Das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft unterliegt einem deutlichen Wandel. Vermehrt werden Erwartungen an öffentlich finanzierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gerichtet, ihre Ergebnisse besser zu erklären, die gesellschaftliche Relevanz und Wirkung ihrer Forschung deutlicher herauszustellen, in ihre Erkenntnisprozesse Bürgerinnen und Bürger bzw. gesellschaftliche Gruppen einzubeziehen und ihre Veröffentlichungen für alle frei zugänglich zu machen. Im nächsten EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation soll diesem Wandel durch ‚Open Science‘ als durchgängiges Prinzip entsprochen werden. In den Schwerpunkten ‚Missionen‘ und Innovation sollen die EU-Fördermaßahmen zudem noch enger auf ihren unmittelbaren Nutzen fokussiert werden.

Aus Sicht der Allianz sollten die Kriterien von einer offenen Wissenschaft differenziert und wissenschaftsadäquat angewendet werden und das neue Rahmenprogramm den unterschiedlichen Aufgaben von Wissenschaft sowie der Vielfältigkeit der europäischen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen gerecht werden. 

Stellungnahme zum 9. EU-Rahmenprogramm

Statement on the 9th EU Framework Programme

Allianz unterstützt europaweite Infrastruktur für datenintensive Forschung durch European Open Science Cloud

Die in der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen zusammengeschlossenen Einrichtungen begrüßen grundsätzlich die Initiative der Europäischen Kommission, mit einer European Open Science Cloud (EOSC) den Aufbau einer europaweiten Infrastruktur für datenintensive Forschung zu unterstützen.

Stellungnahme zum European Open Science Cloud (EOSC)

Allianz sieht offenen Zugang zu Digitalen Sequenzinformationen gefährdet

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen warnt eindringlich vor weitreichenden Konsequenzen für die Umwelt- und Lebenswissenschaften sowie die Biodiversitätsforschung, sollte zukünftig auch die Nutzung von digitalen Sequenzinformationen (DSI) genetischer Ressourcen den Regelungen des Nagoya-Protokolls (NP) und der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) unterliegen. Insbesondere würde die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit in diesen Bereichen erheblich behindert werden. Die bisher unternommenen gemeinsamen Anstrengungen für mehr Transparenz und Offenheit der Wissenschaft (z.B. European Open Science Cloud Declaration) und für den grundsätzlich offenen Zugang zu Daten aus der öffentlich geförderten Forschung würden zumindest teilweise zunichte gemacht.

Stellungnahme über den Zugang zu digitalen Sequenzinformationen

Statement: open access to digital sequence information at risk

Wie die Wissenschaft den digitalen Wandel aktiv mitgestalten wird

Große Experimente, forschungsbasierte Lehre oder die Entwicklung Künstlicher Intelligenz – Wissenschaft ist ohne digitale Daten und Kommunikation nicht mehr vorstellbar. Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen hat dazu die bestehende Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ neu ausgerichtet.

Stellungnahme zur Schwerpunktinitiative »Digitale Information«