Wissenschaftspolitik

Forschung, Entwicklung und Innovation sind wesentlich, um die globalen Herausforderungen zu meistern.

Mit ihrer wissenschaftspolitischen Strategie verfolgt Fraunhofer das Ziel, Forschung und Entwicklung auf höchstem Niveau zu sichern. Dieses wichtige Fundament hilft die Lebensqualität zu verbessern und sichert langfristig die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Dabei gilt es auch wissenschaftliche Freiräume zu bewahren. Sie sind ein Grundstein für Innovationskraft in Deutschland und Europa.

Ausführliche Informationen zur Wissenschaftspolitik von Fraunhofer

 

Politische Empfehlungen der Fraunhofer-Gesellschaft

Forschung und Entwicklung auf höchstem Niveau benötigen optimale Rahmenbedingungen, um das Angebot an neuen, transferfähigen Technologien und Kompetenzen zu erhöhen. Die Fraunhofer-Gesellschaft schlägt folgende Maßnahmen vor.

 

Nachhaltige Standortentwicklung

Die Fraunhofer-Strategie zur nachhaltigen Standortentwicklung setzt nicht vordergründig auf neue Formate und Instrumente, sondern auf neue Qualität und Verbindlichkeit in Leistung und Wirkung. Basis ist die bestehende intensive Kooperation mit den Universitäten und die regionale Vernetzung in die Wirtschaft.

 

Fortführung der zivilen Sicherheitsforschung

Am 14. Februar 2017 übergaben Fraunhofer-Präsident Prof. Dr. Reimund Neugebauer und Prof. Dr. Jürgen Beyerer, Institutsleiter am Fraunhofer IOSB, im Deutschen Bundestag das Positionspapier zur Fortführung der zivilen Sicherheitsforschung an das BMBF.

Pakt für Forschung und Innovation

Bund und Länder beschlossen 2005 den Pakt für Forschung und Innovation mit dem Ziel, den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Im Pakt haben sich Bund und Länder verpflichtet, ihre Zuwendungen an die großen Wissenschaftsorganisationen (Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft, die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft) zunächst bis 2010 jährlich um drei Prozent, seit 2011 jährlich um fünf Prozent zu erhöhen. Im Gegenzug sagten die Wissenschaftsorganisationen zu, Effizienz und Qualität ihrer Forschungsaktivitäten auszubauen, ihre Vernetzung untereinander, mit den Hochschulen sowie der Wirtschaft voranzutreiben, neue Forschungsbereiche strategisch zu erschließen und um die besten Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler zu werben. Über die Ergebnisse gibt der jährliche Monitoringbericht Auskunft.

Die fünf Paktempfängerorganisationen haben sich gemeinsam für die Fortsetzung des Paktes für Forschung und Innovation ab 2020 eingesetzt und dazu eine Empfehlung herausgegeben. Die Fortführung des Paktes ist die Voraussetzung, die außerordentliche Leistungsstärke des deutschen Wissenschaftssystems zu erhalten und auszubauen.

Allianz der Wissenschaftsorganisationen:

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen ist ein Zusammenschluss der bedeutendsten Wissenschafts- und Forschungsorganisationen in Deutschland. Sie nimmt regelmäßig zu Fragen der Wissenschaftspolitik, Forschungsförderung und strukturellen Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems Stellung.

Mitglieder der Allianz sind die Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG), die Helmholtz-Gemeinschaft (HGF), die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), die Leibniz-Gemeinschaft (LG), die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und der Wissenschaftsrat (WR).

Stellungnahme zum öffentlichen Fachgespräch im Bundestag:

Am 28. Juni hat Prof. Neugebauer als einer von sieben Sachverständigen in der letzten Sitzung dieser Legislaturperiode gegenüber dem »Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung« Auskunft zum Thema »Bilanz und Perspektiven der Forschungs- und Innovationsförderung in Deutschland« gegeben. Das öffentliche Fachgespräch fand zwischen 9.30 Uhr und 12.00 Uhr in einem Anhörungsraum des Bundestages statt.

Hightech-Forum

Das Hightech-Forum begleitet und berät die Bundesregierung bei der neuen Hightech-Strategie bis zum Ende der Legislaturperiode 2017. In dem zentralen Beratungsgremium versammeln sich 17 berufene Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Geleitet wird das Hightech-Forum von den beiden Vorsitzenden Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, und Prof. Andreas Barner, Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Gemeinsam mit der Politik erarbeiten die Experten konkrete Empfehlungen zur Umsetzung der Hightech-Strategie, diskutieren aktuelle Entwicklungen der Innovationspolitik und formulieren neue Forschungsaufgaben.