Fraunhofer Strategisches Forschungsfeld

Bioökonomie

Klimawandel, knapper werdende Ressourcen sowie landwirtschaftliche Nutzflächen bei gleichzeitig wachsender Weltbevölkerung sind globale Herausforderungen, die eine neue, nachhaltige Wertschöpfung verlangen. Diese setzt Wandel voraus: weg von einer Wirtschaftsform, die sich auf den Verbrauch fossiler Rohstoffe gründet, hin zu einer biobasierten Produktions-, Arbeits- und Lebensweise – der Bioökonomie.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fraunhofer-Gesellschaft erforschen biologische Systeme und verknüpfen ihre Erkenntnisse mit ideenreichen Technologien, um wegweisende Innovationen für eine nachhaltige, biobasierte Wirtschaft zu entwickeln. Sie arbeiten daran, Stoffströme, Materialien, Strukturen und Prinzipien der belebten Natur für die Technik nutzbar zu machen und in Produktionskreisläufen sowie konkreten Produkten anzuwenden. So entwickeln sie beispielsweise extrem stabile und belastbare Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen, gestalten Mobilität und Energieversorgung nach dem Vorbild resilienter Ökosysteme oder ersetzen medizinische Tierversuche durch intelligente, zellbasierte Testsysteme.

Für eine lebenswerte Zukunft sind Innovationen nötig, die Umweltaspekte mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessen in Einklang bringen. Die Bioökonomie treibt den Wandel zu einem nachhaltigen und klimaneutralen Wirtschaftssystem voran. Sie hat das Potenzial für nachhaltige Lösungen, die Ressourcen schonen und gleichzeitig Wohlstand schaffen.

Schwerpunkte

Biotechnologie | Biogene Wertstoffe | Ernährung | Bioinspirierte Materalien (Biologische Transformation)

 

Webspecial

Bioökonomie

Die Bioökonomie treibt den Wandel zu einem nachhaltigen und klimaneutralen Wirtschaftssystem voran. 

 

Webspecial

Biologische Transformation

Als Biologische Transformation bezeichnen wir die zunehmende Anwendung von Materialien, Strukturen und Prinzipien der belebten Natur in der Technik mit dem Ziel einer nachhaltigen Wertschöpfung.

Gesamtgesellschaftlicher Impact

Digitalisierte Wertschöpfung

Der digitale Wandel erstreckt sich über nahezu alle Lebensbereiche und eröffnet neue Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft. Neue Entwicklungen und Lösungen strahlen über die konkrete Anwendung hinaus und beflügeln ganze Wirtschaftszweige. Die Fraunhofer-Gesellschaft treibt diesen Wandel zielgerichtet voran, um die digitale Wertschöpfung in allen Bereichen zu stärken und weiterzuentwickeln.

Große Herausforderungen, aber auch eine enorme Chance eröffnet der digitale Wandel. Die zunehmende Vernetzung und Automatisierung, das Nutzen von Daten aus unterschiedlichsten Quellen sowie digitale Schnittstellen zu den Kunden ermöglichen vollkommen neue Wertschöpfungsketten. Ob Produktion, Handel, Dienstleistung, Logistik oder Verkehr – die Digitalisierung verändert die Wirtschaft grundlegend. In den vergangenen Jahren hat Fraunhofer entscheidend dazu beigetragen, die Vernetzung der Produktion und die digitale Innovation in Deutschland voranzutreiben. Fraunhofer leistet wichtige Beiträge, damit Unternehmen die Potenziale der Digitalisierung nutzen können.

Mit ihrer Forschung zu den Themen IT-Sicherheit, Datensouveränität, Industrial Data Space, Künstliche Intelligenz, Next Generation Computing und IT-Infrastrukturen leisten Fraunhofer-Forschende wichtige Beiträge, um die digitale Transformation aktiv voranzutreiben und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher und europäischer Unternehmen zu stärken. Unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeiten helfen der Wirtschaft und der Gesellschaft, die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern und die Chancen zu nutzen, die der digitale Wandel eröffnet.

Ganzheitliche Kreislaufwirtschaft

Ob Bauschutt, Altholz, Müllverbrennungsschlacke, kohlefaserverstärkter Verbundwerkstoff oder Elektronikschrott – jedes Jahr fallen weltweit insgesamt mehrere Millionen Tonnen derartiger Abfälle an. In Zeiten knapper werdender Ressourcen und im Sinne der Nachhaltigkeit müssen die heute meist linearen in zirkuläre Verwertungssysteme überführt werden.

Eine Kreislaufwirtschaft stellt das Gegenteil des derzeit noch vorherrschenden Prinzips der industriellen Produktion der »Linearwirtschaft« (häufig auch »„Wegwerfwirtschaft« genannt) dar. Bei Letzterer wird ein Großteil der eingesetzten Rohstoffe nach der jeweiligen Nutzungsdauer der Produkte deponiert oder verbrannt. Nur ein geringer Anteil wird einer Wiederverwendung zugeführt. Im Gegensatz dazu stellt die Kreislaufwirtschaft ein regeneratives, in diesem Sinne erneuerbares System dar. In ihm werden der Einsatz von Ressourcen, die Produktion von Abfall und Emissionen sowie die Verschwendung von Energie minimiert. Erreicht wird dieses durch Verlangsamen, Verringern und Schließen von Energie- und Materialkreisläufen. Als grundsätzliche Instrumente hierfür stehen langlebige Konstruktionen, Instandhaltung, Sanierung, Reparatur(-fähigkeit), Wiederverwendung, Wiederaufarbeitung und Wiederverwertung (Recycling) zur Verfügung. 

Die Fraunhofer-Gesellschaft hat es sich zum Ziel gesetzt, den Wandel vom heutigen, weltweit noch weitgehend linearen hin zu einem zirkulären System aktiv zu gestalten und forscht an den hierfür benötigten systemischen, technischen und sozialen Innovationen und den daran angepassten Wertschöpfungsnetzwerken.