Unser Nachhaltigkeitsanspruch

Wir tragen durch unsere Forschung zu einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne einer ökologisch intakten, ökonomisch erfolgreichen und sozial ausgewogenen Welt bei. Dieser Verantwortung fühlen wir uns verpflichtet. Unsere Forschung folgt den Prinzipien wissenschaftlicher Integrität, Transparenz und ethischer Verantwortung.

Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) bilden für Fraunhofer einen wichtigen, international anerkannten Orientierungsrahmen. Sie verbinden ökologische, wirtschaftliche und soziale Dimensionen nachhaltiger Entwicklung und geben auch unserer Forschung wichtige Impulse. Viele unserer Projekte tragen dazu bei, diese Ziele mit technologischen Innovationen zu unterstützen. Zur Veranschaulichung dieser Beiträge im Folgenden Projekte mit klarem Bezug zu einzelnen SDGs und den SDG-Unterzielen. Gezeigt werden sowohl laufende  als auch abgeschlossene Vorhaben aus unterschiedlichen Themenfeldern und bewusst unterschiedlichen Projektgrößen, um die Bandbreite der Forschungsaktivitäten der Fraunhofer-Gesellschaft  exemplarisch abzubilden.

Beispielprojekte

 

SDG 1 – Keine Armut

Agri-PV nutzen

Landwirtschaft unter Druck: Klimaschäden, knappe Flächen und steigende Kosten. Mit INSPIRED verbindet das Fraunhofer ISE Frucht-Anbau und Solarstrom-Gewinnung auf einer Fläche.

 

 

SDG 2 – Kein Hunger

Nahrung in Afrika

Die Kuhbohne ist eine zentrale Proteinquelle in der Subsahara-Region. Im Projekt SCOPE entwickelt das Fraunhofer IME robuste Sorten, die Hitze und Trockenheit besser standhalten.

 

SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen

Digitale Chirurgie

Komplexe Eingriffe erfordern Vernetzung und präzise Planung im OP. Im Projekt LIROS entwickelt Fraunhofer IMTE vernetzte Umgebungen, die personalisierte Eingriffe.

 

SDG 4 – Hochwertige Bildung

KI in der Schule

Schulen vermitteln KI unzureichend, obwohl sie Alltag und Arbeit prägt. Im Projekt AI4Schools vermittelt das Fraunhofer IAIS Grundlagen, digitale Kompetenzen und reflektierten Umgang.



 

SDG 5 – Gleichheit der Geschlechter

Gleiche Chancen

Viele Frauen erhalten unzureichende Unterstützung bei Wechseljahren. Im Projekt PETRA entwickelt Fraunhofer IESE eine KI-gestützte App, die ihre Gesundheitskompetenz stärkt.

 

SDG 6 – Sauberes Wasser

Sauberes Wasser

Industrieabwässer enthalten Schadstoffe, die mit klassisch nur schwer entfernt werden können. Das Fraunhofer IKTS entwickelt ein System, das Wasser photokatalytisch reinigt.

 

SDG 7 – Bezahlbare und saubere Energie

Windstrom speichern

Im Projekt WindStore entwickelt das Fraunhofer IEE ein Speichermanagement, das Schwankungen von Offshore-Windstrom ausgleicht. Ziele sind bessere Netzintegration, geringere Kosten und Stabilität.

 

 

SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit

Kompetenzen stärken

Die Arbeitswelt wandelt sich, erfordert neue Fähigkeiten. In der Initiative Global Upskill entwickelt Fraunhofer IAO Konzepte, die Kompetenzen gezielt fördern.

 

SDG 9 – Industrie, Innovation und Infrastruktur

Kreislauf im 3D-Druck

Großer Bedarf für Kreislauflösungen für Kunststoffe. Im Projekt AKROPOLYS entwickelt das Fraunhofer IAPT Verfahren, um Kunststoffabfälle für den 3D-Druck nutzbar zu machen.

 

SDG 10 – Weniger Ungleichheiten

Gerechter Wohnraum

Viele Menschen brauchen Zugang zu bezahlbarem Wohnraum. Im Projekt HouseInc analysiert Fraunhofer ISI Ursachen und entwickelt Ansätze für bezahlbares und nachhaltiges Wohnen.

 

SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden

Krisen sicher steuern

Nach der Flut im Ahrtal wuchs der Bedarf an Lagebildern. Im Projekt LOKIK entwickelt das Fraunhofer FKIE eine digitale Plattform, die Einsatzkräfte in Echtzeit unterstützt.

 

SDG 12 – Nachhaltiger Konsum und Produktion

Lithium im Kreislauf

Mit der wachsenden Batterienachfrage steigt der Bedarf an Lithium, Kobalt und Nickel. Im Projekt MoLIBity entwickelt das Fraunhofer IKTS Verfahren, um Metalle zurückzugewinnen.

 

SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz

CO₂ wird Ressource

Die Zementindustrie verursacht hohe Emissionen. Im Projekt CO₂-Syn wird untersucht, wie Prozessgase als Rohstoff genutzt werden können.

 

SDG 14 – Leben unter Wasser

Meere ohne Müll

Plastikmüll belastet Ozeane. Im Projekt SeaClear2.0 entwickelt das Fraunhofer CML autonome Systeme, die Müll erkennen, klassifizieren und gezielt bergen.


 

SDG 15 – Leben an Land

Moore digital schützen

Moore speichern viel Kohlenstoff, setzen bei Entwässerung jedoch CO₂ frei. Im Projekt VALPEATS entwickelt Fraunhofer IGD eine Plattform, die Moore digital erfasst und bewertet.


 

SDG 16 – Frieden, Gerechtigkeit & starke Institutionen

Maritime Risiken

Kritische Infrastrukturen wie Häfen sind vielfältigen Risiken ausgesetzt. Im Projekt KIRMES entwickelt Fraunhofer CML Systeme, die Bedrohungen erkennen und ein aktuelles Lagebild liefern.



Fraunhofer-Zukunftsstiftung

Die Transformation zu einer nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweise

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Die Fraunhofer-Zukunftsstiftung ist eine der großen Forschungsstiftungen in Deutschland und fördert laut Satzung ausschließlich Projekte an Fraunhofer-Instituten. Die Förderung ermöglicht die Entwicklung von Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen, die einen wichtigen Beitrag zur Lösung globaler Herausforderungen leisten.

Bei der Förderentscheidung wird sichergestellt, dass beide Projektdimensionen gleichermaßen erfüllt werden: der Anspruch, einen relevanten Beitrag zu den SDGs zu leisten und zugleich bereits über die technologische Reife zu verfügen, die eine zeitnahe praktische Umsetzung erwarten lässt. 

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Forschung in Verantwortung

FIVER – Forschen in gesellschaftlicher Verantwortung

Leitfaden zur Reflexion für Fraunhofer-Projektteams

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Auf Basis von LeNa wurde 2023 in einem weiterführenden Fraunhofer-Projekt ein neuer Leitfaden zur Reflexion speziell für Fraunhofer Projektteams erstellt. Der Leitfaden soll den Projektteams vor dem Projektstart durch eine gemeinsam geführte, offene interne Diskussion Sicherheit geben, dass alle relevanten Verantwortungsaspekte berücksichtigt wurden. Insbesondere können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler individuelle moralische Sichten einbringen und werden für (neue) ethische Fragestellungen sensibilisiert.

Gute wissenschaftliche Praxis

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Wissenschaftliche Redlichkeit und die Beachtung der Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis sind unverzichtbare Voraussetzungen wissenschaftlichen Arbeitens. Für die Fraunhofer-Gesellschaft als Organisation der angewandten Forschung sind diese Grundsätze Basis ihres Selbstverständnisses. Die Anwendung hoher Sorgfalt bei den wissenschaftlichen Methoden und bei der Dokumentation der Daten ist auch Grundlage für das Vertrauen der Wirtschaftskunden und der Öffentlichkeit.

Statement gegen Extremismus

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Die Fraunhofer-Gesellschaft verfolgt mit großer Sorge und Aufmerksamkeit die aktuellen Entwicklungen und das Erstarken demokratie- und verfassungsfeindlicher Gruppierungen in Deutschland. Als gemeinnützige Forschungsorganisation wahrt Fraunhofer die Neutralität gegenüber den Interessen Einzelner oder Gruppen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei positioniert Fraunhofer sich klar gegen jedes menschenverachtende Gedankengut und demokratiefeindliche Bestrebungen von Parteien und Organisationen. Dies umfasst jegliche Angriffe auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung, antisemitisches und rassistisches Gedankengut, Ausgrenzung und Diskriminierung jeglicher Art.

Ziel in einer freiheitlichen, offenen Gesellschaft muss immer auch eine offene, vernunftgeleitete Debattenkultur sein. Mit faktenbasierter Kommunikation sowie durch die innovationsbasierte Stärkung lokaler Wirtschaftssysteme und Wertschöpfung wirkt Fraunhofer Spaltungen in der Gesellschaft entgegen.

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Transferbeispiele

Als gemeinnützige Forschungsorganisation im öffentlichen Auftrag verstehen wir gesellschaftliches Engagement als wechselseitigen Prozess: Wir stärken den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, nehmen Impulse auf und gestalten Transformation gemeinsam. Mit Bildungsinitiativen, Nachwuchsförderung und Formaten der Mitwirkung öffnen wir Fraunhofer für Austausch, Lernen und nachhaltige Entwicklung

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Technologietransfer

In den Fraunhofer-Instituten entsteht täglich wertvolles technologisches Wissen und Know-how. Für eine erfolgreiche Technologieverwertung haben wir bei Fraunhofer ein breites und differenziertes Set an Transferwegen.

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Leistungszentrum Nachhaltigkeit (LZN) Freiburg − Umsetzung ingenieurswissenschaftlicher Nachhaltigkeitsforschung in echte Innovationen

Das LZN ist eine Kooperation der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und fünf Fraunhofer-Instituten. Gemeinsam mit kleinen und großen Unternehmen werden im LZN Technologien und Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung erforscht.

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Fraunhofer als Schnittstelle zwischen Forschung und Politik

Wir vermitteln Expertenwissen und Empfehlungen aus der Fraunhofer-Gesellschaft an die Politik. Dabei behalten wir alle relevanten politischen Entwicklungen im Blick und übersetzen politische Herausforderungen in Forschungsprogramme und Strategien. Durch verschiedene Formate stehen wir in ständigem Austausch mit dem Bundestag, den Bundesministerien und den politischen Parteien.

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Open Access bei Fraunhofer – Balance zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

Open Access stellt einen wesentlichen Bestandteil des Open-Science-Gedankens dar, der zum Ziel hat, den Forschungsprozess möglichst vielen Menschen offen zugänglich und nachnutzbar zu machen. Fraunhofer unterstützt die Entwicklung hin zu Open Access als Standard des wissenschaftlichen Publizierens durch den Auf- und Ausbau geeigneter Infrastrukturen und zentraler Services.

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Engagement für unsere Gesellschaft

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Roberta Initiative – spielerisch programmieren

»Roberta® – Lernen mit Robotern« nimmt den Nachwuchs mit in die digitale Welt. Seit 2002 schult die Fraunhofer-Initiative Lehrkräfte deutschlandweit und über die Grenzen hinaus.

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Gesellschaftliche Partizipation im Forschungs- und Entwicklungsprozess

Der Austausch mit denjenigen, die unsere Innovationen nutzen, ist uns wichtig. Deswegen entwickeln wir Formate, die die Gesellschaft in den Forschungsprozess einbeziehen.

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Dr. Christian Höcker

Leiter Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement

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Anja Gilch

Nachhaltigkeitsmanagerin

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Nachhaltigkeitsmanagerin

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