Lebhaft diskutiert wurden diese Perspektiven in der anschließenden Podiumsdiskussion mit den Referenten und Dr. Andreas Widl, CEO der Samson AG.
Widl widersprach der verbreiteten Sichtweise, hohe Energiepreise seien das zentrale Hemmnis für industrielle Innovationen in Deutschland. Digitalisierung, Automatisierung, intelligente Energiesysteme und konsequente Modernisierung könnten Produktivität steigern und Energieverbräuche senken, wie sein Unternehmen aus eigener Erfahrung zeige.
Innovation ist keine Frage des Wissens allein
Am Ende verdichteten sich die unterschiedlichen Perspektiven zu einer gemeinsamen Botschaft: Deutschland verfügt über exzellente Forschung, starke Unternehmen und hohe technologische Kompetenz. Die Herausforderung besteht darin, Innovationen schneller in industrielle Anwendungen und tragfähige Geschäftsmodelle zu überführen.
Die 8. Innovationslounge machte deutlich, dass Energiespeicher weit mehr sind als technische Bausteine der Energiewende. Sie sind eine Schlüsselfrage für Wettbewerbsfähigkeit, industrielle Wertschöpfung und technologische Souveränität Europas. Batterien, thermische Speicher und Wasserstoff erfüllen dabei unterschiedliche Aufgaben und müssen im Zusammenspiel gedacht werden.
Forschung, Industrie, Kapital und Politik müssen dafür noch stärker zusammenwirken. Der Weg von der Innovation zur Wirkung entscheidet sich nicht allein im Labor, sondern dort, wo Technologien skaliert, finanziert, genehmigt, gebaut und genutzt werden. Genau dafür bietet die Innovationslounge eine Plattform: für Austausch, Vernetzung und den Mut, aus Möglichkeiten konkrete Projekte zu machen.