Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2019

Realistische Personen in virtuellen Welten: Film als echtes Erlebnis

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Gewinnerteam des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI (v.l.n.r): Dr. Oliver Schreer, Peter Kauff und Ingo Feldmann.

©  Foto: Fraunhofer / Piotr Banczerowski
 

Joseph-von-Fraunhofer-Preisträger 2019:


Ingo Feldmann, Fraunhofer HHI
Dr. Oliver Schreer, Fraunhofer HHI
Peter Kauff, Fraunhofer HHI

 

Begehbare Filme, Spiele oder Schulungen: Virtuelle Realitäten sind auf dem Vormarsch und erlauben es dem Nutzer, gänzlich in die Szenen einzutauchen. Während die Umgebung bereits sehr realistisch dargestellt werden kann, wirken Personen in solchen VR-Welten bislang oft künstlich, ihre Bewegungen unnatürlich.

Ingo Feldmann, Dr. Oliver Schreer und Peter Kauff vom Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut HHI, haben nun eine neuartige Technologie entwickelt, um diese Herausforderung zu lösen: Mit ihr lassen sich Menschen in eine VR-Umgebung einfügen, die lebensecht wirken und sich flüssig und natürlich bewegen. Die Datenrate, die dabei entsteht, liegt bei gigantischen 1,6 Terabyte pro Minute. Im Sommer 2018 haben die Forscher das dafür nötige Studio auf dem Filmgelände in Babelsberg errichtet und zu diesem Zweck zusammen mit dem Studio Babelsberg, ARRI, Interlake und der UFA die Produktionsgesellschaft Volucap GmbH gegründet.

Die Technologie lässt sich überall einsetzen, wo es auf Authentizität ankommt – etwa bei Personen aus dem gesellschaftlichen Leben, aber auch in den Bereichen Mode, Sport sowie Schulung und Weiterbildung. In einem bereits laufenden Projekt werden historische Szenen, etwa Reden von Cicero auf dem Forum Romanum, nachgestellt.

Joseph-von-Fraunhofer-Preis

Seit 1978 verleiht die Fraunhofer-Gesellschaft jährlich Preise für herausragende wissenschaftliche Leistungen ihrer Mitarbeitenden mit Systemrelevanz und dem direkten Potenzial, entscheidend zur Lösung gesamtgesellschaftlicher Herausforderungen und zur Zukunftssicherung des Wirtschaftsstandortes Deutschland beizutragen. Mehr als 300 Forscherinnen und Forscher haben diesen Preis inzwischen gewonnen. In diesem Jahr werden vier Preise mit jeweils 50 000 Euro vergeben.