MS Wissenschaft

Im Wissenschaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie geht die MS Wissenschaft wieder auf Tour. Sie startet am 30. Juli in Münster und ist bis zum 17. Oktober 2020 unterwegs.

Wissenschaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie

Das schwimmende Science Center entdecken, ausprobieren, mitmachen!

Wissenschaftsjahr 2016*17 Meere und Ozeane

Die MS Wissenschaft startet ihre Tour am 30. Juli 2020 in Münster und besucht bis Mitte Oktober insgesamt 19 Städte in Deutschland. Jung und Alt sind eingeladen, an Bord zu kommen und selbst auszuprobieren, wie Wissenschaft funktioniert. Die MS Wissenschaft wird von Wissenschaft im Dialog (WiD) im Auftrag des Ministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) konzipiert und umgesetzt.

Tourplan

Wissenschaftsjahres 2020|21 – Bioökonomie

Wissenschaft im Dialog (WID)

Fraunhofer-Forschung auf der MS Wissenschaft

Sauber dank Pilzen

Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB

© Fraunhofer IGB
© Fraunhofer IGB

Waschpulver, Haushaltsreiniger, Duschgels, Shampoos – sie alle enthalten Tenside, die bewirken, dass Waschmittel schäumen und Schmutz und Fett sich lösen. Ein Großteil dieser Tenside wurde bislang aus Erdöl hergestellt, einem begrenzten fossilen Rohstoff. Das Fraunhofer IGB sucht zusammen mit Partnern aus der Industrie nach ressourcenschonenden biobasierten Alternativen und leistet damit einen Beitrag zur CO2-neutralen Herstellung der Tenside.

Bioökonomische Helfer: Pilze als Produzenten

Mithilfe von Pilzen und Bakterien kann man besonders umweltschonende und effektive Fett- und Schmutzlöser herstellen – aus nachwachsenden Rohstoffen. Die Mikroorganismen brauchen dafür Zucker und Öl. Die Biotenside lassen sich besser abbauen und sind weniger giftig für die Umwelt. Um die Ausbeute in der Herstellung zu steigern und die noch hohen Produktionskosten zu senken, optimiert das IGB den Herstellungsprozess.

Exponat: Die Bio-Waschmaschine

Wie sich Biotenside mit Pilzen herstellen lassen, zeigt das Exponat des Fraunhofer IGB auf der MS Wissenschaft. Im Waschmaschinen-Fenster lernen die Besucher den bioökonomischen Helfer namens Maydi kennen. Er ist ein Brandpilz mit dem wissenschaftlichen Namen Ustilago maydis und er produziert die Biotenside. Unter einem Mikroskop sieht man die ovalen Pilzzellen von Ustilago maydis. Im Waschmittelfach sind die Substrate zu sehen, aus denen der Pilz die Biotenside herstellt: Holz und Stroh liefern den Zucker, Öl aus Rapssamen oder Sonnenblumenkernen die Fettsäuren für die Biotenside. Im Waschmaschinendeckel zeigt ein Film, wie die Biotenside im Labor in Bioreaktoren hergestellt werden.

www.igb.fraunhofer.de

NewFoodSystems – Nachhaltige Proteine

Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV

Nachhaltige Proteine: Lupinendrink, Insektenpasta, Veggie-Burger
© Fraunhofer IVV
Nachhaltige Proteine: Lupinendrink, Insektenpasta, Veggie-Burger

Pflanzen, Algen und Insekten bieten sich als nachhaltig produzierte Alternativen zu tierischem Eiweiß an. Daran forscht das Projekt »Nachhaltige Proteinzutaten« von NewFoodSystems. Eigenschaften wie Geschmack und Mundgefühl werden dabei traditionellen Lebensmitteln nachempfunden.

NewfoodSystems

Presseinformation Fraunhofer IVV

www.ivv.fraunhofer.de/de/lebensmittel.html

NewFoodSystems – Indoor Farming

Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME

Plantcube (Exponat auf der MS Wissenschaft)
© agrilution
Plantcube (Exponat auf der MS Wissenschaft)
OrbiPlant™-Anlage
© Fraunhofer IME
OrbiPlant™-Anlage

Was kann der Pflanzenanbau in geschlossenen Systemen zu unserer Versorgung mit gesunden und nachhaltigen Lebensmitteln beitragen?

Anstatt auf dem Acker können wir unsere Nahrungsmittel auch in Gebäuden produzieren. Möglich wird dies durch »Indoor Farming«, dem Anbau von Pflanzen in kontrollierten, geschlossenen Systemen. Diese Technologie ist vielversprechend, weil sie überall auf der Welt – unabhängig vom Klima – funktioniert. So können tropische Pflanzen zum Beispiel in Deutschland wachsen. Das hält Transportwege kurz und schont Agrarflächen. Durch optimale Anbaubedingungen und Anlagentechnologien können hochwertige Pflanzen pestizidfrei, wassersparend und ökologisch erzeugt werden. Im Idealfall sind mehrere Ernten im Jahr möglich. Allerdings ist der Energieverbrauch des Indoor-Anbaus momentan noch sehr hoch. Forschende entwickeln daher neue Konzepte, um Energie zu sparen und Erträge zu optimieren.

www.ime.fraunhofer.de



Orbiplant

Ökosystem Aquakultur

Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie und Zelltechnik EMB

Meeräschen-Bruttank
© Fraunhofer EMB
Meeräschen-Bruttank
Exponat des Fraunhofer EMB
© Fraunhofer EMB
Exponat Ökosystem Aquakultur

Die Meere sind überfischt, und die Nachfrage nach Fischen und Meeresfrüchten steigt weiter. Zuchtanlagen an Land bieten sich als Lösung an. Doch wie können wir diese nachhaltig gestalten? Kreislaufsysteme helfen dabei  ̶  sozusagen natürliches Recycling: Die Abfallprodukte der gefütterten Fische werden von Muscheln gefiltert und verwertet. Algen nutzen wiederum die gelösten Nährstoffe zum Wachsen. So entsteht noch mehr Biomasse und gleichzeitig wird das Wasser gereinigt. Sämtliche Tiere und Pflanzen können als Ressource für Produkte verwendet werden. Das sorgt nicht nur für eine hohe Umweltverträglichkeit, sondern erhöht auch die Wirtschaftlichkeit der Anlage.

Die Fraunhofer EMB befasst sich mit industrienaher Forschung für Bioökonomie, Lebensmitteltechnik, Medizin und Diagnostik. Im Bereich »Marine Biotechnologie« entwickelt sie Aquakulturanlagen. Dabei geht es um die technische Erprobung neuer Kreislaufsysteme und die Ko-Kultivierung unterschiedlicher Arten. Die Fraunhofer EMB erforscht auch, wie diese marinen Ressourcen als Lebensmittel verwertet werden können.

www.emb.fraunhofer.de

Fraunhofer Academy

Bioeconomy Adventure
© Fraunhofer Academy

Mit unserem Exponat BioEconomy Adventure möchten wir den Besucherinnen und Besuchern an Board aufzeigen, was die Fraunhofer-Forscher bereits heute unternehmen, um den Weg weg von einer erdölbasierten hin zu einer biobasierten Marktwirtschaft möglich zu machen. Die zentrale Frage des Exponats ist: Wie kann innovative Technik bereits heute im Sinne von Schonung begrenzter Rohstoffe, Klima- und Umweltschutz, Erhalt von Bodenfruchtbarkeit sowie sicherer Ernährung eingesetzt werden?

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Das Exponat BioEconomy Adventure ist auch auf dem Bürgerforschungsschiff MS Halle zu sehen.

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