Joseph-von-Fraunhofer-Gedenkjahr 2026

Forschung, die Wirkung entfaltet – damals und heute

Forschung und Wissenschaft sind die Grundlage für Fortschritt und eine lebenswerte Zukunft. Ihre Potenziale entfalten sich jedoch erst, wenn aus Erkenntnissen konkrete Innovationen werden – und aus Ideen Lösungen für die Praxis. Dafür braucht es Neugier, Sorgfalt, Konsequenz und unternehmerischen Mut.

Joseph von Fraunhofer verkörperte genau diese Eigenschaften: Als Handwerker, Forscher und Unternehmer verband er wissenschaftliche Exzellenz mit wirtschaftlicher Anwendung. Er analysierte physikalische Phänomene und entwickelte daraus hochwertige, marktfähige Produkte. Sein Ansatz: Forschung als Motor für Fortschritt und gesellschaftlichen Nutzen begreifen.

Diesen Anspruch ihres Namensgebers führt die Fraunhofer-Gesellschaft fort. Sie treibt zentrale Schlüsseltechnologien etwa für die Hightech Agenda Deutschland voran und bringt Forschung gezielt in Industrie, Mittelstand und Gesellschaft.

So lebt Joseph von Fraunhofers Erbe weiter – in Forschung, die Verantwortung übernimmt und Zukunft gestaltet.

Am 7. Juni 2026 jährte sich der Todestag Joseph von Fraunhofers zum 200. Mal. Dies nimmt die Fraunhofer-Gesellschaft zum Anlass, um ihren Namensgeber mit zahlreichen Initiativen und Veranstaltungen zu würdigen. Auch die UNESCO ehrt Joseph von Fraunhofer 2026 als Pionier zwischen Wissenschaft und Praxis mit einem Gedenkjahr.

 

Ein Visionär seiner Zeit

Vom Glasmacher zum Wegbereiter anwendungsorientierter Wissenschaft: Joseph von Fraunhofers Leben und Erbe.

 

Aus Vision wird Zukunft

In der Tradition ihres Namensgebers: die Fraunhofer-Gesellschaft als Innovationsmotor für Deutschland und die Welt.

Dorothee Bär
© Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Steffen Kugler

»Der Namensgeber der Fraunhofer-Gesellschaft war ein neugieriger Forschergeist und erfolgreicher Unternehmer. Joseph von Fraunhofer legte den Grundstein für das, wofür die Gesellschaft bis heute steht: Mit klarer Ausrichtung auf neue Technologien treibt sie Innovationen voran und gehört zu den wirkungsstärksten Organisationen des deutschen Wissenschaftssystems.

Mit der Hightech Agenda Deutschland wollen wir unser Land zum Top-Technologieland machen – für Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und technologische Souveränität. Dafür müssen wir exzellent forschen und Ergebnisse in die Anwendung bringen. Dafür steht die Fraunhofer-Gesellschaft.«

Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt

 »Fraunhofer ist der Innovationspartner der Wirtschaft. Der Bedarf an zukunftsorientierten Lösungen, die Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft verbinden und den Transfer in die industrielle Anwendung vorantreiben, wird in Zukunft noch weiter wachsen. Genau darin liegt seit jeher die besondere Stärke der Fraunhofer-Gesellschaft.

In der Tradition Joseph von Fraunhofers steht die Organisation für die einzigartige Verbindung von wissenschaftlicher Exzellenz und unternehmerischem Denken. Daraus entstehen Innovationen, die Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung, Arbeitsplätze und gesellschaftlichen Fortschritt stärken und die Zukunft Deutschlands als Innovations- und Wirtschaftsstandort maßgeblich mitgestalten.« 

Hildegard Müller, Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA) und Vorsitzende des Senats der Fraunhofer-Gesellschaft

 

 

Hildegard Müller
© VDA
Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka
© Stefan Obermeier

»Joseph von Fraunhofer zeigte schon vor über 200 Jahren, dass Forschung und praktische Anwendung zusammengehören – eine Haltung, die bis heute die Arbeit der Fraunhofer-Gesellschaft prägt. Ganz in seinem Sinne schaffen die mehr als 30 000 Mitarbeitenden der Fraunhofer-Gesellschaft an 74 Instituten in Deutschland heute aus Ideen und neuesten Erkenntnissen Anwendungen für Wirtschaft und Gesellschaft und gestalten den deutschen und europäischen Innovationsprozess aktiv mitFraunhofer steht für Innovationskraft und die Fähigkeit, Wissen in Wertschöpfung zu verwandeln.

Unser Antrieb ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse schnell und wirkungsvoll in marktfähige Lösungen zu überführen. Damit leisten wir einen unverzichtbaren Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes und zur Bewältigung globaler Herausforderungen.«

Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, Präsident und Vorstandsvorsitzender der Fraunhofer-Gesellschaft