Wissenschaft trifft Management auf der ersten INNOVATIONSLOUNGE des Fraunhofer-Alumni e.V.

Welchen Chancen und welchen Hürden begegnet der Mittelstand in der Digitalisierung? Die erste INNOVATIONSLOUNGE des Fraunhofer-Alumni e.V. brachte Akteure und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen und lieferte den rund 80 Besuchern praxisnahe Beispiele.

Wie ein Traditionsunternehmen über digitale Services die Billigkonkurrenz in die Schranken weist, und wie diese Transformation gelingen kann, war eines der Themen auf der ersten »INNOVATIONSLOUNGE – Wissenschaft und Management im Dialog«. Der Fraunhofer-Alumni e.V. richtete zusammen mit Atreus, dem Anbieter für Interimsmanagement, am 12. Juli in München dieses neue Format aus. Neben Vorträgen und einer angeregten Diskussionsrunde stand vor allem die Vernetzung der rund 80 Fraunhofer-Alumni, Manager und Business-Experten von Atreus und Mitarbeitenden der Fraunhofer-Gesellschaft im Mittelpunkt der Veranstaltung im stilvollen Ambiente des Münchner Hildebrandhauses. Rund 40 Interessierte verfolgten die Vorträge zudem über einen eigens eingerichteten Livestream.

»Die Fraunhofer-Gesellschaft steht für Innovationen und deren Umsetzung insbesondere in der Wirtschaft auf Basis wissenschaftlicher Exzellenz und Originalität«, so Prof. Dr. Alexander Kurz, Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft und Vorstand des Alumni e.V. »Ich bedanke mich bei der Atreus GmbH für die Zusammenarbeit mit dem Alumni-Verein. Die Kompetenzen und das Netzwerk erfahrener Führungspersönlichkeiten, über die Atreus verfügt, können zu neuen Impulsen der Zusammenarbeit führen.«

Dr. Andreas Widl
© Fraunhofer, Martin Schindler

Dr. Andreas Widl, CEO SAMSON AG

Prof. Stefan Braunreuther
© Atreus, Caroline Floritz

Prof. Stefan Braunreuther, Fraunhofer IGCV

Martin Schreiber, Spezialist für Produktionsplanung & KI bei Fraunhofer IGCV,
© Atreus, Claroline Floritz

Martin Schreiber, Fraunhofer IGCV

© Atreus, Claroline Floritz

Angeregte Diskussionen auf der INNOVATIONSLOUNGE

© Atreus, Caroline Floritz

Ein voll besetztes Plenum im Münchner Hildebrandhaus

© Fraunhofer, Martin Schindler

Führung durch die Ausstellung der Monacensia im Hildebrandhaus

»Fraunhofer steht für anwendungsorientierte Forschung, für die Entwicklung der Zukunft. Atreus steht für die Gegenwart. Unsere Kunden erwarten von uns Lösungen für aktuelle Probleme«, kommentierte Dr. Christian Frank, Partner und Member of the Executive Board bei Atreus. »Vieles bewegt sich und wir bekommen jeden Tag neue Impulse. Die Fraunhofer-Gesellschaft ist für uns eine Aufladestation für Innovationen und ich freue mich auf eine Fortsetzung dieses neuen Formates.«

Deutsche Betriebe sehen sich immer mehr in einem internationalen und sehr aggressiven Wettbewerb. Um sich für diese Konkurrenzsituation zu rüsten, können auch mittelständische Unternehmen Effizienzsteigerungen in der Produktion erreichen, indem sie sich im digitalen Werkzeugkasten bedienen. Das verdeutlichte Prof. Stefan Braunreuther, Abteilungsleiter Planung und Steuerung Fraunhofer IGCV, in seinem Vortrag »Ganzheitliche Produktionssysteme – Lean 2.0«. »Ich halte nicht viel von einer digitalen Revolution. Viele mittelständische Betriebe arbeiten mit tradierten Produktionssystemen. Um in einem solchen Umfeld die Effektivität zu steigern, sind evolutionäre und vor allem ganzheitliche Ansätze nötig«, verdeutlicht Braunreuther. So zeigten Beispiele aus der IGCV-Forschung, dass digitale Insellösungen die Produktivität sogar bremsen können. »Erst in der Orchestrierung verschiedener Tools lassen sich Effektivitätssteigerungen heben«, fasst Braunreuther zusammen.

© Atreus, Caroline Floritz

Martin Schreiber, Spezialist für Produktionsplanung & KI bei Fraunhofer IGCV, wies in seinem Vortrag »Künstliche Intelligenz in der Produktion - Anwendungsbeispiele von KI aus der Forschung des Fraunhofer IGCV« auf die Chancen und Potentiale aber auch auf die (aktuellen) Grenzen von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen hin. »KI ermöglicht Tools, welche uns helfen werden die Wirtschaftlichkeit zu optimieren, aber KI wird sicherlich nicht das Allheilmittel sein.« Anwendern rät er, Erfahrungen mit Künstlicher Intelligenz zusammen mit erfahrenen und unabhängigen Partnern in kleineren Pilotprojekten zu machen sowie die Angestellten aktiv miteinzubinden.

Neben einer effektiven Produktion und Verwaltung werden heute zunehmend digitale Dienstleistungen und Prozesse über das Schicksal eines Unternehmens entscheiden. Wie aus der SAMSON AG, einem weltweit führenden Hersteller von Regelventilen, nicht nur ein Unternehmen mit digitalisierten Prozessen rund um die eigene Wertschöpfung wird, sondern auch ein Anbieter von Software, Diagnose und Algorithmik, schilderte Dr. Andreas Widl, seit 2015 CEO des Frankfurter Traditionsunternehmens. Neben der Herstellung von Ventilen zur Regelung von Druck und Durchfluss engagiert sich die nicht börsennotierte SAMSON AG unter anderem bei israelischen KI-Startups, um rund um die Hardware weitere Services zur Prozessoptimierung anbieten zu können. Trotz erster Erfolge lässt sich die digitale Transformation nicht als abgeschlossener Prozess betrachten. »Wir sind inmitten einer fundamentalen Veränderung«, erklärt Widl. Und trotz digitaler Prozesse und Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz, ist für Widl das Wissen erfahrener Mitarbeiter nach wie vor unverzichtbar.

 

Hinweis in eigener Sache:

Am 15. Oktober veranstaltet der Fraunhofer-Alumni e.V. mit der Hochschule St. Gallen und dem HSG-Alumni Club München eine gemeinsame Veranstaltung zum Thema »Autonomes Fahren« mit Vorträgen, einer Diskussionsrunde, Exponaten, Case-Studies und Flying Buffet. Mit Prof. Dr. Andreas Herrmann, Direktor am Institut für Customer Insight an der Hochschule St. Gallen, referiert einer der derzeit gefragtesten Experten zu diesem Thema. Prof. Dr. Mario Trapp, Institutsleiter Fraunhofer ESK, forscht zur Sicherheit von vernetzten autonomen Systemen. Er wird in seinem Vortrag auf die Stärken von KI-Lösungen bei autonomen Fahrzeugen eingehen. Die Veranstaltung startet um 18.00 Uhr in der in der Fraunhofer-Zentrale in München. Weitere Details folgen. Einen ersten Überblick finden Sie hier.

Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, wenden Sie sich bitte per Mail an Barbara Poerschmann.

Mentoring - Fraunhofer-Alumni unterstützen Start-Ups

Engagierte ehemalige Fraunhofer-Mitarbeitende greifen jungen Gründerinnen und Gründern unter die Arme. In München gab es im Programm AHEAD ein zweites Treffen. Am 9. Juli lud Fraunhofer Venture Startups, Mentorinnen, Partnerunternehmen und Teams nach München zum Mentoring-Day ein. Darunter – Dank der Kooperation mit dem Alumni e.V. – auch einige engagierte ehemalige Mitarbeitende der Fraunhofer-Gesellschaft. »Unsere« Alumni sehen bei den Teams enormes Potential. Warum warum sie die Start-ups unterstützen wollen. 

 

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»Bei KI die Menschen mitnehmen« - Fraunhofer-ESK-Alumna Beate Eickhoff

Es sind auch diffuse Ängeste, die die Verbreitung künstlicher Intelligenz in Deutschland ausbremst, weiß ESK-Alumna Beate Eickhoff. Für sie ist es daher wichtig, mit Mythen und falschen Vorstellungen aufzuräumen. Was aber bringt die Zukunft bei Big Data, IoT, Cloud-Computing oder bei Künstlicher Intelligenz? Die Diplomingenieurin für Elektrotechnik untersucht - meist im Auftrag von Ministerien – anwendungsnahe Forschungsvorhaben auf Förderfähigkeit und begleitet die Projekte - die natürlich sehr genau umrissene Voraussetzungen erfüllen müssen -  über die Laufzeit. Beate Eickhoff ist seit August 2018 Mitglied im Fraunhofer Alumni e.V..

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IAP-Alumna Nguyen-Kim erhält Friedrichs-Preis

Mai Thi Nguyen-Kim
© © WDR / Thomas Kierok Mai Thi Nguyen-Kim

Der Fraunhofer-Alumni e.V. gratuliert der »Quarks«-Moderatorin, Wissenschaftsjournalistin, Chemikerin und Fraunhofer-IAP-Alumna Mai Thi Nguyen-Kim zum Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis 2019, den sie gemeinsam mit ZDF-Moderator Harald Lesch bekommen hat.

Die Juroren überzeugte die »lebendige Sprache und unbändige Lust und Neugier« der beiden Journalisten, mit der sie auch komplexe Themen für ihre Zuschauer und Nutzer verständlich machen. Der Preis sei auch eine Auszeichnung der weltoffenen Haltung der 31-jährigen, gratuliert Professor Alexander Böker, Leiter Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP. Vor allem bei der jüngeren Generation fördere Nguyen-Kim das Interesse für Wissenschaft.  

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Fraunhofer-Alumni lesen »Die Zeit« kostenfrei

Der Zeitverlag ist einer der Kooperationspartner des Fraunhoer-Alumni e.V.. Jetzt haben wir zusammen mit diesem Fördermitglied ein neues Angebot für Sie aufgelegt.

Sie lesen gerne die Zeit online? Wir schenken Ihnen für ein halbes Jahr Zugang zu dieser renommierten Wochenzeitschrift. Was Sie dafür tun müssen? Empfehlen Sie unseren Verein einem Ihrer Fraunhofer-Kontakte und teilen Sie uns diese Person mit.

Wenn sich diese Almuna oder dieser Alumnus tatsächlich bei uns als neues Mitglied registriert, erhalten Sie über den Fraunhofer-Alumni e.V. das Abonnement und können für sechs Monate »Die Zeit« online lesen. Mit diesem Digital-Zugang greifen Sie auf die Ausgaben der Wochenzeitung und auf ZEITmagazin ONLINE zu.

Nach Ablauf der sechs Monate endet das Abonnement automatisch.

 

 

Bei Interesse bitte E-Mail an Barbara Poerschmann

»Duale Forschende« - Fraunhofer-Alumnus Lars Schubert fordert mehr Wissenstransfer in den Mittelstand

Innovationen in Unternehmen und speziell im Mittelstand voranzutreiben ist dem Fraunhofer-Alumnus und Mentor ein großes Anliegen. Im Gespräch erklärt er, wie auch kleinere Unternehmen schneller von der Digitalisierung profitieren können. Nach seiner Zeit am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA hat er vor einigen Jahren das Software- und Beratungsunternehmen iFAKT gegründet, das er auch heute noch erfolgreich führt. Die Industrie 4.0-Software steuert Logistik, Produktion und Unternehmensprozesse und kann mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz Vorhersagen treffen. Lars Schubert ist außerdem Co-Leader und Gründer des auf Forschung und Entwicklung spezialisierten Dienstleisters »Steinbeis-Innovationszentrum New Technologies to Market«.

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»Das Risiko, nicht ins Risiko zu gehen« - Dr. phil. Katharina von Knop

Beim Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS hat Dr. phil. Katharina von Knop von 2011 bis 2012 an dem System Katwarn mitgearbeitet. Heute untersucht sie die Nutzung von Software und digitalen Services aus der Perspektive der Neuropsychologie. Im Interview zeigt die diplomierte Politikwissenschaftlerin und promovierte Philosophin auf, warum man nach dem Erledigen der lästigen Steuererklärung ein Katzenvideo anschauen oder Schokolade essen sollte. Beim Plug & Play Tech Center unterstützt sie darüber hinaus Gründer beim Business Development und bei der Produktentwicklung - auch bei diesem Thema spielt die Psyche des Menschen eine große Rolle. Katharina von Knop hat aber auch schon bei einer Versicherung die digitale Gesundheitskarte implementiert oder für Unternehmen Satelliten-gestützte Lösungen entwickelt, über die sich die Verbreitung von Infektionskrankheiten oder Lecks in Gasleitungen aufspüren lassen.

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Renommierter Produktionsforscher Professor Hans-Jürgen Warnecke verstorben

»Lust auf Leistung« war sein Lebensprinzip. Prof. Hans-Jürgen Warnecke war ein Forschergeist, ein Stratege, Reformer und Visionär, der den Zeitgeist im Ingenieurwesen in den letzten 40 Jahren maßgeblich prägte und das Innovationswesen in der angewandten Forschung aktiv mitgestaltete. In der Nacht vom 19. auf den 20. März 2019 ist der Altpräsident der Fraunhofer-Gesellschaft, ehemaliger Lehrstuhlinhaber des Instituts für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) der Universität Stuttgart sowie Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA nach längerer Krankheit verstorben. Prof. Hans-Jürgen Warnecke wurde 84 Jahre alt.

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Hallo, Joseph! #WHATSNEXT

70 Jahre Fraunhofer - Der Namenspatron der Fraunhofer-Gesellschaft wird im Jubiläumsjahr 2019 auf besondere Weise geehrt. Über einen WhatsApp-Kanal wird Joseph von Fraunhofer aus seinem Leben erzählen. Er wir die Entwicklung bedeutender Erfindungen seiner Zeit erkunden und blickt mithilfe der Fraunhofer-Gesellschaft weiter in die Zukunft.

Interessierte können sich über die Messenger-Dienste WhatsApp und Apple Business Chat anmelden. Das Projekt startet mit dem Gründungstag der Fraunhofer-Gesellschaft am 26. März 2019 und endet wenige Tage nach dem Fraunhofer-Alumni-Summit zusammen mit FUTURAS IN RES am 22. November 2019.

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»Man braucht revolutionäre Kräfte!« IAO-Alumnus Felix Fremerey im Gespräch

Dr. Felix Fremerey
© Semperit Holding AG

Die rund sieben Jahre am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO haben Dr. Felix Fremerey entscheidend geprägt, wie er im Gespräch erklärt. Sein Grundsatz, den er vom Stuttgarter Fraunhofer-Standort mitgenommen hat, begleitet ihn auch heute noch als Vorstandsmitglied der österreichischen Semperit AG und als Aufsichtsrat der Lenzing AG. Fremerey steht als Manager von innvoativen Unternehmen im regen Austausch mit verschiedenen Fraunhofer-Instituten und bricht eine Lanze für junge Ideen und Kräfte in der Wissenschaft, den effektiven Einsatz von Forschungsmitteln sowie einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt und der in seinen Augen wichtigsten Ressource: dem Menschen.  

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Das neue »Karriereportal für ausscheidende Fraunhofer-Mitarbeitende«

Seit Mai 2018 bietet der Fraunhofer-Alumni e.V. das »Karriereportal«, dessen Hauptaugenmerk auf der Unterstützung ausscheidender Fraunhofer-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei ihrer weiteren Karriereentwicklung außerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft liegt.

Es adressiert Fraunhofer-Mitarbeitende, die aufgrund der Beendigung eines zeitlich befristeten Vertrages innerhalb der kommenden 6 Monate aus der Fraunhofer-Gesellschaft ausscheiden werden und bietet diesen eine Plattform, das eigene Bewerber/-innen-Profil einzustellen. Auch ehemalige Fraunhofer-Mitarbeitende, die bereits seit einiger Zeit Alumni sind, können dieses Portal nutzen. Zugriff auf diese Bewerbungs-Profile haben ausschließlich die an hoch qualifizierten Fachkräften interessierten Förderunternehmen des Fraunhofer-Alumni e.V.. 

Weitere Informationen finden interessierte Fraunhofer-Mitarbeitende und Institutsverwaltungen im Bereich Alumni des Fraunhofer-Intranets sowie im Flyer im Anschluss an diesen Text. 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Martin Schindler    
Referent Alumni - Redaktion und Karriereportal

martin.schindler@zv.fraunhofer.de
Telefon: +49 89 1205-2158