ecoSUP - StandUp-Paddleboard aus alten Windkraftanlagen

Von der ausgemusterten Windturbine in den Wassersport.

Palmen, unberührte Strände kristallklares Meer: Christoph Pöhler genießt seinen Urlaub auf den tausenden Kilometern entfernten Fidschi-Inseln. Doch die Zivilisation holt den Ingenieur auf seinem Stand-Up-Paddle (SUP) schnell ein: Sein Board treibt auf einmal zwischen Flipflops, Waschmittelflaschen und Teilen eines Surfboards. Auch das Sportgerät, auf dem er sich eigentlich erholen wollte, ist aus Kunststoff. Der wird in diesem abgelegenen Teil der Welt ziemlich sicher nicht recycelt. Pöhler will nicht mehr länger Teil des Problems sein: Die Idee für ecoSUP ist geboren. Seine Vision: ein SUP, das zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Der Doktorand findet am Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI, beste Voraussetzungen für seine Idee. Das WKI verfügt über einzigartiges Verfahren zur Herstellung von Holzschäumen. Zudem experimentieren die Forscherinnen und Forscher mit Bauteilen aus Naturfasern und spezialisieren sich auf Verfahrenstechnik, Naturfaserverbundkunststoffe, Oberflächentechnologien für Holz- und Emissionsschutz. Und natürlich forscht man in Braunschweig auch zu Recyclingverfahren. Nach einer ersten Sondierungsförderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will Pöhler nun mit Hilfe einer Crowdfounding-Campagne auf der Plattform Startnext sein Projekt weiter voranbringen. Mit dem begeisterten Wissenschaftler, Wassersportler und Weltretter haben wir uns über die besonderen Herausforderungen und die weiteren Pläne für ecoSUP unterhalten.

Plastikmüll am Strand der Fidschi-Inseln
© C. Pöhler
Plastikmüll am Strand der Fidschi-Inseln. Selbst auf diese abgelegenen Insel-Gruppe wird das Problem des Plastik-Mülls sichtbar.
Paddeln im Meer
© C. Pöhler
Ohne Müll paddelt es sich deutlich besser im Meer. Christoph Pöhler will ein SUP, das zu 100 Prozent aus biologischen Rohstoffen besteht.
Die ersten Entwürfe für das ecoSUP stehen bereits.
© Fraunhofer WKI
Die ersten Entwürfe für das ecoSUP stehen bereits. Bei der Konzeptionierung des Boards will der Doktorand des Fraunhofer WKI besonders darauf achten, dass bestehende Produktionseinheiten weiter genutzt werden können.

Wie kann man sich dieses 100-Prozent Bio-basierte Stand-up-Paddle vorstellen?

Der Aufbau ist ähnlich wie bei einem konventionellen Surfbrett. In der Regel wird ein Polystyrol-Kern, also das, was man als Styropor kennt, mit Glasfasern verstärkt und mit einem Epoxid-Harz versiegelt. Das ist günstig und die Herstellungsprozesse sind für diese Materialien optimiert. Von den Produkteigenschaften bekommt man auf diese Weise hohe Festigkeit und Haltbarkeit. Wir aber wollen für diese nicht gerade umweltfreundlichen Materialien mit dem Projekt ecoSUP pflanzliche Alternativen entwickeln.

Darüber hinaus ist es eines unserer Ziele, den Prozess so zu vereinfachen, dass man die bereits bestehenden Produktionsmittel auch mit unseren nachwachsenden Materialien einfach weiter einsetzen kann. Wenn das Investitionsniveau bei der Einführung zu hoch ist, wird man dieses Verfahren nur schwer vermitteln können. Es ist natürlich immer verlockend, ein vielleicht ideales Produkt zu entwickeln. Doch man darf die Wirtschaftlichkeit nicht aus den Augen verlieren. Daher konzentrieren wir uns auf die Entwicklung von Materialien und Verfahren, die sich in etablierten Verfahren einsetzen lassen.

Es sollte doch eigentlich kein Problem sein, ein Board aus Holz zu bauen?

Es gibt natürlich verschiedene Anforderungen. Es muss transportabel sein, wir müssen eine Abwägung machen zwischen Festigkeit und Gewicht. Festigkeit ist bei Holz eigentlich kein Problem, allerdings geht das zu Lasten des Gewichts. Unsere heimischen Holzarten haben eine hohe Dichte. Um damit den nötigen Auftrieb zu erzeugen, würde das Board daher sehr groß und somit zu schwer werden. Man könnte den Schwimmkörper hohl gestalten, und nur von außen mit Holz versehen, doch dabei gerät man wieder sehr schnell an eine wirtschaftliche Grenze. Eine solche Bauweise ist stark von Handarbeit geprägt und lässt sich aus meiner Sicht kaum industrialisieren. Sprich das Endprodukt wäre für die meisten Verbraucher schlicht zu teuer.

Wo liegt der größten Forschungsbedarf?

Eine der größten Herausforderungen sehen wir auf jeden Fall in der Entwicklung des Biopolymers. Wir versuchen natürlich verschiedene Ziele oder Eigenschaften zu vereinen. Das biobasierte Material nach dem wir suchen, muss in vielerlei Hinsicht beständig sein. Es wird der UV-Strahlung, unterschiedlichen Temperaturen und Salzwasser ausgesetzt, was für Polymere immer etwas kritisch ist. Bei der Nutzung von Naturfasern ist man zudem eingeschränkt hinsichtlich Prozesstemperaturen, wodurch wir uns auf sogenannte duroplastische Polymere fokussieren, die für ihre Verarbeitung nicht geschmolzen werden müssen. UND es wäre wünschenswert, wenn es am Ende des Lebenszyklus leicht recycelbar oder biologisch abbaubar ist. Daher sind wir bei der Auswahl des Harzes sehr limitiert. Wir suchen zusammen mit Chemikerinnen und Chemikern vom WKI nach einer eigenen Formulierung für ein 100-Prozent-biobasierten und haltbaren Biopolymer auf Itaconsäurebasis. Das ist eine Säure, die aus kleinen Molekülen besteht und die man vergleichsweise günstig und in großer Menge aus Nebenprodukten der Landwirtschaft gewinnen kann.

Kampagnenvideo ecoSUP

Blick in das Innere eines Rotorblattes einer Windturbine.
© Fraunhofer WKI
Blick in das Innere eines Rotorblattes einer Windturbine. Diese Propeller sind hohl und bestehen aus kleinen Balsaholz-Würfeln, die mit Glasfasern und Harzen verklebt sind. Nach rund 20 Jahren Laufzeit muss ein Großteil dieser Rotoren recycelt werden. Bisher ist das kaum möglich.
Recyceltes Balsaholz aus einer Windturbine
© Fraunhofer WKI
In mehreren Schritten sind die Expertinnen und Experten vom WKI in der Lage, das verbaute und wertvolle Balsaholz aus dem Faserverbund der Rotoren zu trennen. Übrig bleiben kleinteilige Würfel, die sich in dieser Form nicht zu einer Weiterverarbeitung eignen.
Diese Würfel werden weiter zu einer art Holzwolle oder einem Holzschleim weiterverarbeitet.
© Fraunhofer WKI
Diese Würfel werden weiter zu einer art Holzwolle oder einem Holzschleim weiterverarbeitet.

Und dieses Bio-Harz soll dann die Hülle für das Board liefern?

Man hat einen Kern und eine Hülle. Das erdölbasierte Epoxid-Harz, das derzeit zum Einsatz kommt, bietet zwar eine gute Abschirmung, trägt aber keine großen Kräfte und wird daher mit Glasfasern verstärkt. Wir wollen die Außenhaut des ecoSUPs stattdessen mit Flachsfasern verstärken. Unter Naturfasern zählen Flachsfasern zu denen mit der höchsten mechanischen Festigkeit und Elastizitätsmodul. (Zur Erklärung: Je höher der Elastizitätsmodul, umso geringer die Durchbiegung bei gleicher Belastung.) Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Fasern in Europa hergestellt werden. So fallen Transportwege weg, was einen geringeren ökologischen Fußabdruck ermöglicht. Glasfasern sind zwar etwa doppelt oder dreimal so fest wie eine Flachsfaser, doch die Dichte der Flachsfaser ist etwa um die Hälfte geringer, was uns im Leichtbau sehr gelegen kommt. So können wir etwa die doppelte Menge an Flachs einsetzen und die geringere Festigkeit kompensieren.

Aus welchen Materialien besteht der Corpus des Boards?

Wir verfügen am WKI über ein patentiertes Verfahren, über das man aus Hölzern oder Holzresten Schäume herstellen kann, die keine Klebstoffe mehr benötigen! Für ecoSUP verwenden wir Balsaholz. Gegenüber heimischen Hölzern ist es deutlich leichter und wächst sehr schnell. Allerdings liegen die Hauptanbaugebiete in Ecuador und Papua-Neuguinea. Der Rohstoff würde um die halbe Welt reisen, bevor er bei uns zum Einsatz kommen könnte. Daher wollen wir unser Balsaholz aus Rotorblättern ausgemusterter Windkraftanlagen zurückgewinnen.

Balsaholz aus Windkraftrotoren steckt in Form von kleinen Quadern – kaum größer als eine Streichholzschachtel – in einem Faserverbund, der teilweise mehrere Zentimeter misst. Trennt man das in einer Hammermühle oder einem Reaktor wieder auf, erhält man sehr kleine Holzteile. Diese Teile werden in verschiedenen Refinern weiterverarbeitet. Über die patentierte Technologie können wir aus diesen Teilen zunächst eine Art Schleim und dann einen leichten, aber festen Holzschaum herstellen.

Dieser Holzschaum, der den Kern des Boards bilden soll, ist ein Alleinstellungsmerkmal von ecoSUP?

Wir untersuchen natürlich in anderen Projekten den Einsatz dieses Ausgangsmaterials in verschiedenen Anwendungen wie Dämmstoffen oder Terrassendielen. Aber Ziel unseres Projekts wäre es, dieses Material zu lizenzieren, um einen möglichst breiten Markt erreichen zu können und so einen möglichst großen Impact zu erzielen.

Wie viele Rotorenblätter kann man pro Jahr recyceln?

Im Jahr 2020 werden rund 6000 Windkraftanlagen außer Betrieb genommen. Vor etwa 20 Jahren gab es den ersten großen Schub bei Windkraft. Nach dieser Frist werden die Turbinen außer Betrieb genommen, da die EEG-Förderung wegfällt und es sich für den Betreiber nicht mehr rechnet, diese weiterlaufen zu lassen. Die Teile werden unter anderem ins Ausland verbracht, allzu häufig aber werden diese abgebaut und müssen irgendwie entsorgt werden. Ein Großteil wird derzeit »thermisch« genutzt, was aber nicht im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes ist. Einige Hersteller zermahlen die Rotorblätter und liefern diese als Zusatz- und Brennstoff an die Zementindustrie. Die Zusammensetzung der Glasfasern eignet sich als Zusatzstoff und Substitut für Zement. Die Reste inklusive dem Holz werden bislang einfach verbrannt.

Am Ende des vom WKI patentierten Verfahrens entsteht ein fester und gleichzeitig vergleichsweise leichter Holzschaum. Christoph Pöhler zeigt in diesem Beispeil mit ein Bauteil mit einer Versiegelung aus einem Bio-Polymer.
Am Ende des vom WKI patentierten Verfahrens entsteht ein fester und gleichzeitig vergleichsweise leichter Holzschaum. Christoph Pöhler zeigt in diesem Beispeil mit ein Bauteil mit einer Versiegelung aus einem Bio-Polymer. Mit diesem Holzschaum will Pöhler den Korpus des Boards ausfüllen.
Flachsfasern statt Carbon- oder Glasfasern
© Fraunhofer WKI
Für die Verstärkung der Außenhülle ersetzt der Wissenschaftler die Glasfasern mit nachwachsenden Flachsfasern.
© Fraunhofer WKI/Natalie Vellguth
Flachs unbehandelt und Flachs in Polyamid (links) sowie Flachs mit Beschichtung und der zugehörige Probekörper (rechts). Forschende am WKI beschäftigen sich mit Naturfaserverstärkten Kunststoffen (NFK), die dafür einer speziellen Beschichtung ummantelt werden. Solche NFK sollen künftig in verschiedenen Einsatzbereichen verwendet werden, zum Beispiel im Innenraum von Fahrzeugen. Christoph Pöhler will jedoch noch einen Schritt weiter gehen und für diese Fasern auch Bio-Harze oder Lacke für sein Projekt einsetzen.

Pro Rotorblatt fallen bis zu 6 Kubikmeter Holz an. Durch das Aufschäumen können wir ein Vielfaches dieses Volumens gewinnen. Der Balsa-Holzschaum wiegt weniger als 100 Kilogramm pro Kubikmeter, im Ausgangsmaterial sind es rund 300 Kilogramm pro Kubikmeter. Wir wollen die Dichte weiter senken, um am Ende das gleiche Gewicht wie ein konventionelles Board zu haben. Damit lösen wir im ersten Schritt nicht das gesamte Problem, aber wir zeigen einen Verwertungsweg auf. Wir verhindern, dass mit Balsaholz ein so hervorragender Baustoff verbrannt werden muss.

Zudem wollen wir mit dem Material noch andere Anwendungsbereiche erschließen. Das Stand-up-Paddle-Board ist unser erstes Leuchtturmprojekt. Letztendlich lässt es sich auch in vielen anderen Bereichen verwenden. Unser Ziel ist es aber ganz klar, dass wir das Material zunächst im Wasser einsetzen wollen, um schließlich andere Einsatzmöglichkeiten zu entwickeln.

Das klingt großartig, aber wie ist die Akzeptanz für solch ein nachhaltiges Produkt?


Es gibt das Beispiel eines Herstellers, der ein Paddel aus Bambus für Stand-up-Paddles auf den Markt bringen wollte. Aus materialtechnischer Sicht ist das eine großartige Idee. Dennoch wurde dieses Paddel wieder vom Markt genommen. Die Kunden waren nicht überzeugt. Aber nur, weil es ein Bio-Material ist, bedeutet das nicht, dass es nicht lange hält. Stattdessen werden jetzt wieder Carbon-Paddel verkauft, die in der Verwertung und Entsorgung sehr problematisch sind. Es gibt keine echten Recyclingkonzepte für dieses Material. Aus diesen Erfahrungen wollen wir lernen. Es wäre schade, wenn man es nicht schafft, den Nutzer zu überzeugen. Ich glaube, da muss man viel Arbeit investieren. Vielleicht hilft es, wenn man Garantien auf unser Produkt gibt.

Was sind die nächsten Schritte?

Wir hatten eine Förderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für die sogenannte Sondierungsphase. Derzeit läuft noch unsere Bewerbung für die Machbarkeitsphase. Zu dem Crowdfunding-Projekt wurde ich von der Fraunhofer-Zentrale und dem Fraunhofer IMW angespornt. Das IMW untersucht derzeit in einem wissenschaftlichen Projekt neue Finanzierungsformen. Für mich aber war der Hauptbeweggrund für die Crowdfunding-Kampagne, möglichst viele Menschen zu erreichen und eine breitere Öffentlichkeit auf die Problematik aufmerksam zu machen.

Welche Förderung kommt vom Fraunhofer WKI?

Ich kann zumindest teilweise während meiner Arbeitszeit an dem Projekt arbeiten oder kann Teile der Infrastruktur des Instituts nutzen. Mein Abteilungsleiter steht voll hinter dem Projekt und der Kampagne und zahlreiche Kollegen unterstützen mich dabei. Zudem profitiere ich vom Know-how aus den verschiedenen Fachbereichen am Fraunhofer WKI, wie zum Beispiel von unseren Chemikerinnen und Chemikern. Die untersuchen, wie man Holz ohne toxikologische Stoffe imprägnieren kann. So bekommt man in viele Bereiche Einblicke. Ich erhalte aber keine Forschungsmittel wie etwa eine KVF (Kurzfristige Vorlaufforschung) über das Institut.

Gibt es schon Gedanken, das Projekt nach Abschluss der Entwicklung weiterzuführen?

Ich fände das cool, das Thema in eine Ausgründung zu transferieren. Ich habe auch schon mit Fraunhofer Venture und AHEAD Kontakt aufgenommen. Doch aktuell steht bei uns noch die Produktentwicklung im Vordergrund. Eine Ausgründung wäre aber auf jeden Fall ein Ziel.

Waren die genannten Bereiche auch schon während des Studiums Thema?

Ja, tatsächlich habe ich mich schon im Rahmen meines Masters mit Flachsfasern und Alternativen zu konventionellem Beton, sogenannten Geopolymeren beschäftigt. Allerdings für andere Anwendungen, denn ich habe für den Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung Bauingenieurwesen studiert und dann den Master in Bauwesen absolviert. Bei meiner Doktorarbeit zum Langzeitverbund von faserverstärkten Kunststoffen und Holz liegt der Fokus auf dem Einsatz im Bauwesen. Ein Aspekt der Arbeit ist zum Beispiel, dass man den Holzbau für höhere Gebäudeklassen fördert. Jenseits der Höhe von Einfamilienhäusern stößt Holz an bauliche Grenzen, weil die Dimensionen zu groß werden. Eine Möglichkeit ist die Kombination mit anderen Baustoffen. Hier bieten sich bspw. Carbonfasern an, um die Festigkeit und Steifigkeit zu erhöhen. Aus dem Aspekt der Nachhaltigkeit heraus muss man solche Alternativen allerdings kritisch betrachten.

Wir danken für das Gespräch, Herr Pöhler, und wünschen für Ihr Projekt alles Gute.

»Die Zukunft der Arbeit wird extrem dezentral sein« Fraunhofer-Venture Alumna Dr. Tina Ruseva

Dr. Radostina Ruseva, Gründer und CEO von Mentessa und Alumna von Fraunhofer Venture.
© Mentessa
Dr. Radostina Ruseva, Gründer und CEO von Mentessa und Alumna von Fraunhofer Venture.

Wie funktionieren Communities? Warum wird eine Software zum Erfolg? Wie bekommt man schnell Hilfe bei einem konkreten Problem? Tina Ruseva berät die Europäische Kommission, hat das Festival Big & Growing aus der Taufe gehoben, ist Autorin, in verschiedenen Programmen und Greminen vertreten und gründete nach dem Studium ein erstes Unternehmen. Einige DAX-Unternehmen führen gerade die Mentoring-Plattform ihres zweiten Start-ups Mentessa ein. Die Idee dazu kam der gebürtigen Bulgarin, weil sie von zahlreichen Mentoring-Formaten so frustriert war, dass sie schließlich mit einem eigenen Konzept auf den Markt gegangen ist. Vernetzung war auch Thema ihrer Arbeit für Fraunhofer Venture TechBridge, wo sie das Format TandemCamp ins Leben rief, das Fraunhofer-Wissenschaftler mit Unternehmern in Wachstumsunternehmen zusammenbrachte.

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CHARITY WINE TASTING des Fraunhofer-Alumni e.V.

Wein Tasting live aus dem Weinkeller der Hochschule Geisenheim
© HGU
Weinkeller der Hochschule Geisenheim University

Wein trinken und Gutes tun geht nicht? DOCH! Gemeinsam mit der Hochschule Geisenheim University (HGU) im Rheingau bietet der Fraunhofer-Alumni e.V. ein virtuelles Charity Wine Tasting an. Sie melden sich an, wir schicken Ihnen den Wein nach Hause und am 7. Dezember 2020 führen Sie ab 19.00 Uhr die Expert*innen der HGU durch diese besondere Auswahl. Erfahren Sie dabei auch, wie sich der Klimawandel auf die Trauben auswirkt und welche Technologien der Fraunhofer-Gesellschaft und des Fraunhofer IOSB im Weinbau zum Einsatz kommen. Der Erlös dieses Wine Tastings kommt dem Bundesverband Kinderhospiz e.V. zu Gute.

Leider können aufgrund der hohen Nachfrage keine weiteren Bestellungen mehr angenommen werden.  

 

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Fraunhofer-SIT-Alumnus Dr. Siegfried Rasthofer erhält renommierten Curious Mind Award

© Merk Group / Gene Glover
Dr. Siegfried Rasthofer

Schon als Jugendlicher hat Dr. Siegfried Rasthofer mit harmlosen selbstprogrammierten Viren experimentiert. Heute ist er Manager beim Versicherungsunternehmen Munich Re und hilft Großkunden bei Cyber-Schäden. Für seine Forschung in der IT-Sicherheit und seine Entwicklungen, die er unter anderem am Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie durchführte, erhält er nun den Curious Mind Award in der Kategorie »Digitalisierung und Robotik«.

 

 

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Fraunhofer-Alumni-Award: TECHNOLOGY4DEVELOPMENT

Fraunhofer-Alumni Award 2020 »TECHNOLOGY4DEVELOPMENT«
© Fraunhofer-Alumni e.V.
Fraunhofer-Alumni Award 2020 »TECHNOLOGY4DEVELOPMENT«

Unproblematische Energiespeicher für Südafrika, Roboter-Programmierung für Mädchen und Junge Frauen in Nepal, Gemüse für die Sahara oder eine kombinierte Fisch- und Gemüse-Produktion für die Menschen in Malawi. Vier spannende und wichtige Projekte mit großer Wirkung bewerben sich um den mit 10.000 Euro dotierten Fraunhofer-Alumni-Award TECHNOLOGY4DEVELOPMENT. Bis zum 20 November können Sie als ehemalige Fraunhofer-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, für das Projekt Ihrer Wahl stimmen. Das Gewinner-Team werden wir auf der (virtuellen) Mitgliederversammlung des Fraunhofer-Alumni e.V. am 7. Dezember bekannt geben - Im Anschluss daran findet übrigens ein ebenfalls virtuelles - allerdings inzwischen leider ausgebuchtes - Charity-Wine-Tasting statt, zu dem auch Nicht-Alumni herzlich eingeladen sind.

 

Weitere Informationen und Abstimmung.

Fraunhofer-Alumni-Escape Game @Home

© Fraunhofer Kaiserslautern
Fraunhofer-Alumni digital Escape Game

Challenges im Team meistern und gleichzeitig eigene Ideen verwirklichen geht nicht? DOCH! Retten Sie am 19. November im brandneuen digitalen Fraunhofer-Alumni-Escape Game @Home, »Forschungsergebnisse« der Fraunhofer-Gesellschaft! In einem kurzweiligem und anspruchsvollem digitalen Escape-Game können Sie im Team knifflige Rätsel lösen.  

 

Weitere Informationen und Anmeldung.

Werden Sie Mitglied im Fraunhofer-Alumni e.V. und profitieren Sie von zahlreichen Vorteilen

  • Wir bieten ehemaligen Fraunhofer-Mitarbeitenden eine dauerhafte und systematische Vernetzung mit exzellent ausgebildeten Expertinnen und Experten. Profitieren Sie von dieser Community über das Portal des Fraunhofer-Alumni e.V.! Knapp 1100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben Sich in dieser Gemeinschaft inzwischen vernetzt.
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  • Auch 2020 können unsere Mitglieder den Fraunhofer-Alumni-Summit kostenfrei besuchen. 2019 fand dieser gemeinsam mit der Fraunhofer-Konferenzreihe »FUTURAS IN RES« zum Thema Künstliche Intelligenz in Berlin statt und war eine der Ankerveranstaltungen für die Feierlichkeiten zu 70 Jahre Fraunhofer.
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  • Besuchen Sie weitere exklusive Veranstaltungen unseres Vereins wie »CONNECTING ALUMNI - Erfahrung und Expertise im Dialog« oder unsere INNOVATIONSLOUNGE.
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  • Beschleunigen Sie Ihre berufliche Weiterentwicklung: Über das Alumni-Karriereportal können Sie Ihre Expertise exklusiv den renommierten Förderunterunternehmen des Vereins präsentieren.
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  • Zahlreiche Fraunhofer-Events wie etwa die abendliche Festveranstaltung auf der Jahrestagung der Fraunhofer-Gesellschaft oder die »Netzwert« stehen Ihnen als Vereinsmitglied offen. Erhalten Sie darüber hianus kostenfreie Messe-Tickets für Veranstaltungen wie LASER, IAA oder MEDICA.
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Profitieren Sie von Vergünstigungen bei Fraunhofer-Angeboten wie etwa einem Rabatt auf Seminare der Fraunhofer FOKUS Akademie.
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  • Beziehen Sie über das Vereinsportal exklusive Informationen, Berichte und Interviews aus der Welt der Fraunhofer-Alumni, Jobangebote und
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Rückblick CONNECTING ALUMNI 2020

Vegan-Burger ohne geschmackliche Kompromisse vom IVV
© Fraunhofer IVV
Ein Vegan-Burger ohne geschmackliche Kompromisse des Fraunhofer IVV. Um eine flächendeckende Ernährungsumstellung zu erreichen, liegt noch ein weiter Weg vor den Forscher*innen.
Wenn wir uns weiterernähren wie bisher, werden wir in einigen Jahren gleich mehrere Planeten benötigen, um alle satt zu werden. Und wohin mit all den Kunstoff-Verpackungen und warum werden wir die nicht einfach los? Und warum interessieren sich Investoren auf einmal für junge FoodTech-Start-ups? Expert*innen des Fraunhofer IVV, der Hochschule St. Gallen sowie Foodtech-Gründer stellten sich bei der zweiten Auflage von CONNECTING ALUMNI zum Thema »Nachhaltige Ernährung und Verpackung« den Fragen der Mitglieder des Fraunhofer-Alumni e.V. und des HSG Alumni Clubs. Rund 80 Anmeldungen gab es für die Veranstaltung am 1. Oktober, die ursprünglich als Präsenzformat geplant war, aufgrund der aktuellen Situation virtuell durchgeführt wurde. Einem lebhaften Gedankenaustausch stand das jedoch nicht im Wege.

Zum Rückblick.

»Denken wie ein Hacker«

© Fraunhofer / C. Floritz

Wer sich gegen Angriffe auf seine IT schützen will, muss selbst denken wie Hacker, davon ist Christian Brandt überzeugt. Und er weiß wovon er spricht. Während seines Studiums hat er all seine Freizeit darauf verwendet, einen Chip zu knacken, ein Sicherheits-System, das heute noch Wahlmaschinen »absichert« und damals sogar in Bezahlsystemen eingesetzt wurde. Noch während seines Studiums konnte Christian Brandt auf die Infrastruktur des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT zurückgreifen. Heute ist er Wissenschaftler im Bereich hardwarenaher IT-Sicherheit und leitet die Mongoose Group des Fraunhofer SIT.

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Fit für die Digitale Transformation Ihres Unternehmens

© Fraunhofer / C. Floritz

Digitale Geschäftsmodelle, der Digitalisierungsgrad des eigenen Unternehmens oder die Planung und Umsetzung von Assistenzsystemen im Unternehmen – Fraunhofer Austria bietet für diese drei Themenfelder aktuell Online-Seminare an. Dank einer Kooperation mit dem Fraunhofer-Alumni e.V. können wir unseren Mitgliedern jetzt einen Rabatt von 10 Prozent auf diese Schulungen anbieten.

Fraunhofer Austria forscht unter anderem in den Bereichen humanzentrierte Arbeitssystemgestaltung, MRK, Logistik, Instandhaltung, Industrie 4.0, Automatisierung und Datenauswertung. Parallel zur Forschung unterhält die älteste Fraunhofer-Auslandsgesellschaft auch ein umfangreiches Kongress-, Seminar- und Schulungsprogramm. Aufgrund der Corona-Krise bieten die Kollegen und Digitalisierungsexperten in Österreich Seminare online an.

Weitere Informationen.  

 

Quersumme - Exklusiv für Mitglieder des Fraunhofer-Alumni e.V.

© Fraunhofer
Die aktuelle Ausgabe der »Quersumme« finden Sie ab sofort im Portal des Fraunhofer-Alumni e.V.

Die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fraunhofer-Gesellschaft können Sie als Mitglied im Fraunhofer-Alumni e.V. jetzt auch online lesen. Zum Start haben wir alle vier Ausgaben aus dem Jahr 2019 verfügbar gemacht.

Mitglieder konnten bislang nur die gedruckte Ausgabe beziehen. Das ist auch nach wie vor möglich. Weitere Informationen finden Sie in unserem Portal.

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