Bioökonomie | Gesundheit

Medikamente aus Pflanzen oder Mikroorganismen zu gewinnen ist kein neuer Ansatz – ein prominentes Beispiel ist Insulin. Dennoch ist das Potenzial bei weitem noch nicht erschöpft: So bietet die moderne Biotechnologie unter anderem bei antibiotikaresistenten Bakterien effiziente Behandlungsmöglichkeiten. Auch bei der Therapie von Krankheiten wie Krebs oder Autoimmunleiden sind Biopharmazeutika nicht mehr wegzudenken. Für die Herstellung der Wirkstoffe werden lebende Mikroorganismen oder Zellen als »Mini-Fabriken« genutzt.

 

Organ-on-a-Chip – Ersatz für Tierversuche

Medikamente schneller entwickeln und Tierversuche vermeiden: Ermöglichen soll es die Organ-on-a-Chip-Technologie.

 

Resistenzen gegen Antibiotika? Die Phagen-Therapie kann helfen

Bakteriophagen infizieren Bakterien und töten sie ab. Schon vor 100 Jahren heilte man mit ihrer Hilfe schwere Infektionen. Jetzt erlebt die Phagentherapie eine Renaissance — im Kampf gegen multiresistente Bakterien.

 

Blutvergiftung schnell und zielgerichtet behandeln

Bei einer Sepsis, umgangssprachlich auch als Blutvergiftung bekannt, ist es essentiell, den genauen Erreger möglichst schnell auszumachen – und somit die passende Antibiotikatherapie beginnen zu können. Ein neues Verfahren kann die Nachweisrate und die -geschwindigkeit erheblich erhöhen.



 

Schiene für Knochenbrüche: Mehrfach nachformbar und kompostierbar

Eine neuartige Schiene zur Ruhigstellung von Knochenbrüchen kann während der Behandlung mehrfach nachgeformt werden, etwa wenn die Schwellung nachlässt. Möglich macht das der biobasierte Kunststoff Polymilchsäure, kurz PLA. Nach ihrer Nutzung kann die Schiene kompostiert werden.