Geschichte der Fraunhofer-Gesellschaft

2021–2022

Fraunhofer und QuTech bringen das Quanteninternet auf den Weg

Presseinformation / 14. Dezember 2021

Die Fraunhofer-Gesellschaft und das niederländische Forschungszentrum QuTech schließen sich in den Bereichen Quantenkommunikation und Quanteninformationsnetzwerke zusammen. Damit positionieren sie sich als führende Organisationen für die Entwicklung und den Transfer von Quantentechnologien gemeinsam, um die Innovationskraft Europas zu stärken und dem Quanteninternet den Weg zu bereiten. Beide Institutionen unterzeichneten nun ein Memorandum of Understanding zur engen Zusammenarbeit.

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Ein Team um Dr. Christian Schulze Gronover (Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME), Dr. Carla Recker (Continental) und Prof. Dr. Dirk Prüfer (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) waren mit dem gemeinsamen Projekt »Nachhaltige Reifen durch Löwenzahn – Innovationen aus Biologie, Technik und Landwirtschaft« für den Deutschen Zukunftspreis 2021 nominiert.
© Deutscher Zukunftspreis / Ansgar Pudenz
Ein Team um Dr. Christian Schulze Gronover (Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME), Dr. Carla Recker (Continental) und Prof. Dr. Dirk Prüfer (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) waren mit dem gemeinsamen Projekt »Nachhaltige Reifen durch Löwenzahn – Innovationen aus Biologie, Technik und Landwirtschaft« für den Deutschen Zukunftspreis 2021 nominiert.

Team von Continental, Fraunhofer IME und Universität Münster für Deutschen Zukunftspreis nominiert

Presseinformation / 15. September 2021

Dr. Carla Recker (Continental), Prof. Dr. Dirk Prüfer (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) und Dr. Christian Schulze Gronover (Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME) sind mit dem gemeinsamen Projekt »Nachhaltige Reifen durch Löwenzahn – Innovationen aus Biologie, Technik und Landwirtschaft« für den Deutschen Zukunftspreis 2021 nominiert.

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www.deutscher-zukunftspreis.de/de/team-2-2021

© Pawel Sosnowski
Beim Besuch des Siemens Energy-Innovationscampus und der künftigen Baustelle des Wasserstofftestlabors: Dr. Jochen Eickholt, Mitglied des Vorstands von Siemens Energy, Prof. Welf-Guntram Drossel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IWU, Grzegorz Macko, stellvertretender Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien, Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, Thomas Schmidt, Sächsischer Staatsminister für Regionalentwicklung und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (v.l.n.r.).

Fraunhofer Hydrogen Lab Görlitz »Vorbild für erfolgreichen Strukturwandel in ganz Deutschland«

Presseinformation / 17. Juni 2021

In der Lausitz steckt das nötige Know-how, um in der Wasserstoffwirtschaft Innovationen und Arbeitsplätze zu schaffen. Davon sind die sächsische Landesregierung und die Bundesregierung überzeugt. Sie fördern deshalb das neu entstehende Fraunhofer Hydrogen Lab Görlitz (HLG) zusammen mit über 42 Millionen Euro. Die Fraunhofer-Gesellschaft baut mit dem HLG eine international einzigartige Forschungsplattform auf. Rund um Brennstoffzellen können in Görlitz ab Ende 2022 entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette neuartige Technologien zur Erzeugung, Speicherung und Nutzung von Wasserstoff entwickelt und erprobt werden. Das stärkt die Region im Strukturwandel, denn dadurch können sich Unternehmen ansiedeln oder weiterentwickeln, um vom Zukunftsmarkt Wasserstoff durch Technologieführerschaft zu profitieren. Standort des HLG wird der Siemens Energy-Innovationscampus, auf dem heute Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zusammen mit weiteren Gästen die künftige Baustelle des Wasserstofftestlabors besichtigten.

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© IBM Research
Der IBM Quantum System One in Ehningen ist der bisher leistungsstärkste Quantencomputer in Europa, an dem Industrie und Forschungsorganisationen jetzt unter deutschem Recht anwendungsbezogene Quantensoftware entwickeln, testen und ihre Kompetenzen ausbauen können.

Vorhang auf: Fraunhofer und IBM weihen Quantencomputer ein

Presseinformation / 15. Juni 2021

Im digitalen Beisein von Kanzlerin Dr. Angela Merkel und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sowie dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann enthüllen die führenden Köpfe von Fraunhofer und IBM am 15. Juni den ersten IBM Quantum System One in Deutschland für die Öffentlichkeit. Mit 27 Qubits ist es das derzeit leistungsstärkste System in Europa.

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Startschuss für die Fraunhofer-Einrichtung für Individualisierte und Zellbasierte Medizintechnik IMTE

Presseinformation / 26. Mai 2021
Individualisierte Medizintechnik ist die Antwort auf eine wachsende Nachfrage nach präziser Diagnostik, die patienten- und erkrankungsspezifische Einflussfaktoren ermittelt und diese als Grundlage für hochwirksame und nebenwirkungsarme Präventions-, Diagnostik- oder Therapiemaßnahmen nimmt. Dies steht im Zentrum der neuen Fraunhofer-Einrichtung für Individualisierte und Zellbasierte Medizintechnik IMTE, welche im Dezember 2020 durch eine strategische Neuausrichtung und Umfirmierung aus der Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie und Zelltechnik hervorgegangen ist und sich, unterstützt durch das Land Schleswig-Holstein, auf die Entwicklung von innovativen, personalisierten Medizinprodukten für Diagnose- und Therapieanwendungen fokussiert. Nun wurde der Förderbescheid des Landes Schleswig-Holstein offiziell übergeben.

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Hydrogen Lab Leuna nimmt Betrieb auf

Presseinformation / 21. Mai 2021
Grüner Wasserstoff ist ein Schlüsselelement für eine nachhaltige Rohstoffversorgung der Industrie und das Erreichen der Klimaziele. Mit dem Hydrogen Lab Leuna hat heute die erste Pilotanlage für Test und Skalierung der dazu notwendigen Elektrolysesysteme ihren Betrieb aufgenommen, die vollständig in einen Chemiepark integriert ist. Das unterstützt den benötigten Markthochlauf von H2-Technologien, den die Fraunhofer-Gesellschaft durch Bündelung ihrer Wasserstoffaktivitäten im Norden und Osten Deutschlands weiter beschleunigen möchte: Die Hydrogen Labs in Leuna, Görlitz und Bremerhaven sowie ein Anwendungszentrum in Hamburg werden miteinander verknüpft. Somit entsteht ein weltweit einmaliges Angebot von Pilotanlagen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Wasserstoffwirtschaft.

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Jahrestagung 2021 JvF Preisverleihung - Ines Escherich

Fraunhofer-Jahrestagung 2021 / Verleihung der Fraunhofer-Forschungspreise

Unter dem Motto »Technologische Souveränität« fand die Fraunhofer-Jahrestagung 2021 als digitales Event statt. Am Abend des 5. Mai zeichnete die Fraunhofer-Gesellschaft herausragende Projekte ihrer Forscherinnen und Forscher aus. Verliehen wurden der Joseph-von-Fraunhofer-Preis für hervorragende wissenschaftliche Leistungen bei der Lösung anwendungsnaher Probleme und der Fraunhofer-Preis »Technik für den Menschen und seine Umwelt«.
 

Joseph-von-Fraunhofer-Preis

Internet der Dinge: Effiziente und robuste Vernetzung

Der Vernetzung von Objekten im Internet der Dinge, kurz IoT, kommt immer größere Bedeutung zu. Schon heute steigt der Bedarf an verbundenen IoT-Geräten – vom Konsumentenbereich bis zur Industrie 4.0 – rasant und nimmt  immer weiter an Fahrt auf. Wichtig sind vor allem einfache, batteriebetriebene oder energieautark versorgte Sensorknoten, die über mehrere Kilometer hinweg kommunizieren. Dabei geht es meist um kleine bis sehr kleine Datenmengen, die nur gelegentlich übertragen werden müssen. Bislang fehlte allerdings eine geeignete, zuverlässige Kommunikation, mit der sich viele tausend Datenpakete zur gleichen Zeit übertragen lassen. Ein Forscherteam rund um Prof. Michael Schlicht, Josef Bernhard und Dr. Gerd Kilian aus dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS hat mit MIOTY® einen völlig neuen standardisierten Lösungsansatz entwickelt: Das System überträgt die Daten von mehreren tausend bis zu hunderttausend Sensorknoten pro Quadratkilometer – also bis zu 1,5 Millionen Datenpakete pro Tag verlustfrei an eine einzige Sammelstelle, und zwar auch in Gegenden ohne Mobilfunkabdeckung. Dies kann auch in Stadt- und Industrieumgebungen sein. Die Endgeräte sind dabei so energieeffizient, dass die Batterien bis zu 20 Jahre durchhalten.

Mikrochips: Kleiner, leistungsfähiger, konkurrenzlos

Elektronische Mikrochips – etwa in Smartphones – sollen immer kleiner, schneller und leistungsfähiger werden. Doch stoßen derzeitige Herstellungstechnologien an ihre Grenzen: Es lassen sich nur Strukturen von etwa zehn Nanometern Größe realisieren.
Ein Forscherteam um Michael Kampmann und Martin Witt vom Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT sowie Dr. Jacqueline Atanelov von der IMS Nanofabrication GmbH konnten diese Grenze um ein gutes Stück verschieben: Ihr Mikrosystem Schaltelement für einen Elektronen-Multistrahl-Maskenschreiber erlaubt es, im Produktionseinsatz der EUV-Lithografie Strukturen unter zehn Nanometern zu realisieren für die sieben Nanometer und fünf Nanometer Halbleiter-Chips. Damit ist das Verfahren bisher konkurrenzlos – und es ist unverzichtbar, will man die heute kleinsten erreichbaren Strukturen auf Mikrochips schreiben. Derzeit erzielt IMS mit den Geräten einen Jahresumsatz von 400
Millionen US-Dollar, und auch die Industrieumsätze des Fraunhofer ISIT übersteigen deutlich eine Million Euro pro Jahr.

Redox-Flow-Batterien: Schritt in Richtung Massenmarkt

Energiespeicher sind eine Schlüsseltechnologie für die Energiewende. Besonders vielversprechend sind Redox-Flow-Batterien: Sie sind zyklenstabil, nicht brennbar, recyclebar, skalierbar und frei von kritischen Materialien. Allerdings waren sie bislang zu teuer für den Massenmarkt.
Prof. Christian Doetsch, Lukas Kopietz und Dr. Thorsten Seipp haben am Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT nun das »Herz« einer Redox-Flow-Batterie – den Stack – vollständig re-designen können, um dieses und weitere Probleme zu lösen. Dafür haben sie die Materialzusammensetzung und die Herstellungsweise der einzelnen Stack-Bauteile – der Bipolarplatten – so geändert, dass sie sich miteinander verschweißen lassen. Das Ergebnis: Der neue Stack ist 80 Prozent leichter, nur halb so groß und vor allem deutlich kostengünstiger als herkömmliche Modelle. Um das neue Produkt in den Markt einzuführen, wurde das Spin-off Volterion GmbH
gegründet.

Fraunhofer-Preis »Technik für den Menschen und seine Umwelt«

Impfstoffherstellung: Erreger mit energiearmen Elektronen inaktivieren

Bei der Herstellung von Totimpfstoffen kommen bisher toxische Chemikalien wie Formaldehyd zum Einsatz, um damit die Viren zu inaktivieren. Diese hat jedoch erhebliche Nachteile: So zerstört die Chemikalie einen Teil der Virus-Außenstrukturen, belastet die Umwelt selbst bei fachgerechter Entsorgung und macht eine aufwändige Reinigung des Impfstoffs notwendig. Hinzu kommt: Je nach Virus kann die Inaktivierung Wochen oder gar Monate in Anspruch nehmen.
Dr. Sebastian Ulbert und Dr. Jasmin Fertey vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI sowie Frank-Holm Rögner vom Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP und Martin Thoma vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA haben nun ein Verfahren entwickelt, das Krankheitserreger über Elektronenstahlen innerhalb weniger Millisekunden inaktiviert. Auf diese Weise lassen sich Vakzine schneller, umweltfreundlicher, effizienter und kostengünstiger herstellen.

Für das neue, marktreif entwickelte Funkübertragungssystem mioty® werden Prof. Michael Schlicht, Josef Bernhard und Dr. Gerd Kilian (v.l.n.r.) stellvertretend für das Team mit dem Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2021 ausgezeichnet.
Für das neue, marktreif entwickelte Funkübertragungssystem mioty® werden Prof. Michael Schlicht, Josef Bernhard und Dr. Gerd Kilian (v.l.n.r.) stellvertretend für das Team mit dem Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2021 ausgezeichnet.
Für ihre die Entwicklung einer im weltweiten Vergleich unerreichten Technologie zur weiteren Miniaturisierung von Mikrochips erhalten sie den Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2021: Michael Kampmann, Martin Witt und Dr. Jacqueline Atanelov (v.l.n.r.).
Für ihre die Entwicklung einer im weltweiten Vergleich unerreichten Technologie zur weiteren Miniaturisierung von Mikrochips erhalten sie den Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2021: Michael Kampmann, Martin Witt und Dr. Jacqueline Atanelov (v.l.n.r.).
Mit ihrer Erfindung haben sie Redox-Flow-Batterien einen wichtigen Schritt in Richtung Massenmarkt vorangebracht und erhielten dafür den Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2021: Prof. Christian Doetsch, Lukas Kopietz und Dr. Thorsten Seipp (v.l.n.r.).
80 Prozent leichter, nur halb so groß und deutlich kostengünstiger. Mit ihrer Erfindung haben sie Redox-Flow-Batterien einen wichtigen Schritt in Richtung Massenmarkt vorangebracht und erhielten dafür den Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2021: Prof. Christian Doetsch, Lukas Kopietz und Dr. Thorsten Seipp (v.l.n.r.).
Für ein effizienteres, schnelleres und umweltfreundlicheres Herstellungsverfahren von Vakzinen erhalten sie den Fraunhofer-Preis »Technik für den Menschen und seine Umwelt« 2021: Dr. Sebastian Ulbert, Dr. Jasmin Fertey, Frank-Holm Rögner und Martin Thoma (v.l.n.r.).
Für ein effizienteres, schnelleres und umweltfreundlicheres Herstellungsverfahren von Vakzinen erhalten sie den Fraunhofer-Preis »Technik für den Menschen und seine Umwelt« 2021: Dr. Sebastian Ulbert, Dr. Jasmin Fertey, Frank-Holm Rögner und Martin Thoma (v.l.n.r.).
© Titelbild: istock

Vorstellung des Jahresberichts 2020: Anhaltender Erfolg in schwieriger Zeit

Presseinformation / 5. Mai 2021

Im Jahr 2020 konnte die Fraunhofer-Gesellschaft ihre Stellung als führende Organisation für angewandte Forschung behaupten und festigen. Das Finanzvolumen blieb stabil bei 2,8 Milliarden Euro, davon entfallen 2,4 Milliarden Euro auf den Leistungsbereich Vertragsforschung. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler meldeten mehr als 600 Patente an, zudem gingen mehr als 20 Spin-off-Unternehmen aus der Gesellschaft hervor. Grundlage dieses Erfolgs sind rund 29 000 Mitarbeitende an 75 Fraunhofer-Instituten und -Einrichtungen, die sich mit Engagement, Know-how und exzellenter Forschung für das Wohl der Gesellschaft und die Stärkung der deutschen und europäischen Wirtschaft einsetzen.

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Veränderung im Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft

Presseinformation / 31. März 2021

Prof. Ralf B. Wehrspohn, zuletzt Vorstand für Technologiemarketing und Geschäftsmodelle, wird die Fraunhofer-Gesellschaft auf eigenen Wunsch verlassen und seine Tätigkeit als Vorstand zum 31.03.2021 einvernehmlich beenden.

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Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Prof. Dr. Bernd Huber, Prof. Dr. Thomas O. Höllmann, Bayerischer Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Prof. Dr. Martin Stratmann, Prof. Dr. Thomas F. Hofmann, Minister Bernd Sibler und Minister Hubert Aiwanger (von links).
© Bayerische Staatskanzlei
Prof. Reimund Neugebauer, Prof. Bernd Huber, Prof. Thomas O. Höllmann, Bayerischer Ministerpräsident Markus Söder, Prof. Martin Stratmann, Prof. Thomas F. Hofmann, Minister Bernd Sibler und Minister Hubert Aiwanger (von links).

Das Munich Quantum Valley – ein Sprung für Quantenwissenschaft und -technologie

Ministerpräsident Söder und die Präsidenten von BAdW, Fraunhofer, LMU, MPG und TUM unterzeichnen eine Absichtserklärung für die Forschungsinitiative
Presseinformation / 11. Januar 2021

Ein Quantencomputer, der herkömmliche Rechner in den Schatten stellt, abhörsichere Kommunikationsverfahren und grundlegende Elemente der Quantentechnologie – das sind einige der Ziele, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler künftig im Munich Quantum Valley verfolgen werden. Für die Forschungsinitiative geben der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder, die Minister Hubert Aiwanger und Bernd Sibler sowie die Präsidenten der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Thomas O. Höllmann, der Fraunhofer-Gesellschaft Reimund Neugebauer, der Ludwig-Maximilians-Universität München Bernd Huber, der Max-Planck-Gesellschaft Martin Stratmann und der Technischen Universität München Thomas F. Hofmann am 11. Januar 2021 mit einer Absichtserklärung den Startschuss.

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Neues Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP

Presseinformation / 7. Januar 2021

Schon 2012 wurde mithilfe des hessischen LOEWE-Programms (Landesoffensive für ökonomische und wissenschaftliche Exzellenz) am Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME eine Fraunhofer-Projektgruppe für Translationale Medizin und Pharmakologie TMP eingerichtet, um das Portfolio der Fraunhofer-Gesellschaft auf dem Gebiet der Arzneimittelforschung und –entwicklung zu erweitern. Basierend auf ihrer hohen Expertise auf den Gebieten Wirkstoffsuchforschung, pharmazeutische Technologie, hochdifferenzierte und indikationsspezifische pharmakologische Modelle bis hin zur klinischen Forschung hat sich die einstige Fraunhofer-Projektgruppe TMP in den letzten Jahren auf dem Gebiet der Immunerkrankungen international sichtbar etabliert. Aufgrund dieser positiven Entwicklung wird der Institutsteil TMP des Fraunhofer IME zum 1. Januar 2021 in ein eigenständiges Institut mit Hauptsitz in Frankfurt am Main und Standorten in Hamburg und Göttingen überführt.

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Titelbild Fraunhofer-Jahresbericht 2021

Vorstellung des Fraunhofer-Jahresberichts 2021

Presseinformation 20. Mai 2022

Trotz der zahlreichen Herausforderungen in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld gelang der Fraunhofer-Gesellschaft im Jahr 2021 ein leichtes Wachstum. Das Finanzvolumen stieg um 3 Prozent auf rund 2,9 Milliarden Euro; davon entfällt mit 2,5 Milliarden Euro ein Großteil auf den Kernbereich Vertragsforschung. Die Wirtschaftserträge konnten wieder an das Vorkrisenniveau anschließen. Die Forscherinnen und Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft meldeten 604 Erfindungen an, zudem gingen 30 Spin-off-Unternehmen aus der Fraunhofer-Gesellschaft hervor. Die Basis für diesen Erfolg bilden über 30 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 76 Fraunhofer-Instituten und -Einrichtungen.

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Fraunhofer-Jahrestagung 2022 / Verleihung der Fraunhofer-Forschungspreise

Am Abend des 19. Mai 2022 zeichnete die Fraunhofer-Gesellschaft auf ihrer Jahrestagung in Hamburg herausragende Projekte ihrer Forscherinnen und Forscher aus. Verliehen wurden drei Joseph-von-Fraunhofer-Preise, ein Wissenschaftspreis des Stifterverbandes »Forschung im Verbund« sowie – zum ersten Mal auf der Fraunhofer-Jahrestagung – der Fraunhofer-Gründerpreis.

 

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2022
 

3D-basierte Patientenlageüberwachung in der Strahlentherapie
Eine wichtige Säule der Krebstherapie ist die Strahlenbehandlung. Dabei werden Tumorzellen durch Röntgenstrahlen gezielt abgetötet. Elementar dabei: Die Tumorregion muss exakt und vollständig getroffen, das gesunde Gewebe möglichst geschont werden. Doch gestaltet sich das Überwachen der genauen Position der Patientinnen und Patienten während der Behandlung bisher schwierig. Mit einem neuartigen System lässt sich die Position einer zu behandelnden Person künftig sowohl vor als auch während der Bestrahlung kontinuierlich überwachen. Auf diese Weise wird die Chance auf eine erfolgreiche Behandlung und die Genesung des Erkrankten effektiv gesteigert. Entwickelt wurde das produktionsreife Gesamtsystem von Dr. Peter Kühmstedt, Dr.-Ing. Christoph Munkelt und Matthias Heinze am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF gemeinsam mit dem Industriepartner Varian Medical Systems. Das System bildet die Person mit einer Genauigkeit von weniger als einem halben Millimeter und einer hochfrequenten Bildrate dreidimensional ab. Damit wird eine fortlaufende Überwachung der optimalen Ausrichtung der Strahlen unter minimaler zusätzlicher Strahlenbelastung durch bildgebende Röntgensysteme ermöglicht. Auch erlaubt es die neuartige Lösung, dass die Zielgenauigkeit eingehalten und damit die Nebenwirkungen auf das umliegende, gesunde Gewebe reduziert werden.


Neue Präzisionsmethode − Fluoreszenz-Messtechnik zur Qualitätssicherung in der Produktion

Die Fluoreszenz galt bisher eher als Schätzeisen denn als zuverlässiges, quantitatives Messverfahren: Schließlich braucht es nicht nur präzise Referenzverfahren, um das Verfahren zu kalibrieren, sondern auch ein tiefes Verständnis der Effekte, die die Fluoreszenzstrahlung beeinflussen. Ein Forscherteam des Fraunhofer-Instituts für Physikalische Messtechnik IPM rund um Dr. Albrecht Brandenburg und Dr. Alexander Blättermann konnte aus dem Schätzeisen eine robuste Präzisionsmesstechnik mit extremer Geschwindigkeit entwickeln. Die Vorteile des Verfahrens: Komplexe 3D-Bauteile lassen sich erstmals im Sekundentakt der Fertigung auf Reinheit prüfen – und das zu hundert Prozent. Auch die erzielten Leistungsdaten sind spektakulär: 40 Millionen Punkte können pro Sekunde gemessen werden, Verunreinigungen von einem Milligramm pro Quadratmeter sind bereits nachweisbar, ab zehn Milligramm werden quantitative Messungen möglich. Elementar sind solche Informationen vor allem dort, wo es um die Sicherheit geht, etwa beim Verkleben von Pkw-Bauteilen.

 

Jederzeit empfangsbereit – Mit RFicient-Chip nachhaltig ins Internet der Dinge

Sei es im privaten, sei es im industriellen Bereich: Das Internet der Dinge verbreitet sich rasant, die Anzahl der drahtlos vernetzten Geräte steigt rapide an. Allerdings muss der Funkempfänger der Geräte im Zuge der ständigen Erreichbarkeit dauerhaft eingeschaltet sein – was die Batterielebensdauer bei kleinen, batteriebetriebenen IoT-Knoten auf wenige Wochen begrenzt.

Einen gigantischen Sprung nach vorne erlaubt der RFicient® Chip des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS, den Dr. Frank Oehler, Dr. Heinrich Milosiu und Dr. Markus Eppel mit ihrem Team entwickelt haben. Dieser Chip spart 99 Prozent des Stroms ein: Eine Batterie, die mit herkömmlicher Technologie gut einen Monat schafft, hält dann zehn Jahre. Dennoch ist der Sensorknoten jederzeit empfangsbereit – er braucht gerade mal 30 Millisekunden, um auf ein Signal mit einer Aktion zu reagieren. Die RFicient®-Technologie hat sich bereits von der ersten Idee zu einem kommerziell erhältlichen Standard-Chip entwickelt, auch entsprechende Industriepartner sind bereits gewonnen. Konservativ geschätzt werden in den nächsten Jahren über 50 Millionen IoT-Geräte von der RFicient®-Technologie profitieren.
 

Wissenschaftspreis des Stifterverbandes »Forschung im Verbund« 2022
 

Nahezu reibungslos – Virtuelle Materialsonde bringt Licht in den Reibspalt

Diamantbeschichtungen schützen die Komponenten, die in Gleitringdichtungen gegeneinander reiben, vor Verschleiß und sorgen für eine hohe Lebensdauer – etwa in Pumpen oder Kompressoren. Allerdings kann es zu starken Reibwertschwankungen kommen, in seltenen Fällen gar zum Ausfall von Anlagen, was Schäden in Millionenhöhe hervorrufen kann. Bislang war jedoch weder bekannt, wodurch kritische Reibwertschwankungen entstehen, noch welche Voraussetzungen es braucht, um die Reibung konstant auf niedrigstem Niveau zu halten.
Prof. Dr. Michael Moseler und Prof. Dr. Matthias Scherge vom Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM sowie Dr. Ing. habil. Joachim Otschik der EagleBurgmann Germany GmbH & Co. konnten dem Reibspalt nun seine atomaren Geheimnisse entlocken: Mit einer virtuellen Materialsonde, die Simulationen auf mehreren Größenskalen mit den Ergebnissen realer Experimente kombiniert. Mit ihr können sie während des Gleitens quasi in den Reibspalt »hineinsehen« – was weltweit einzigartig ist. Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse gelang es EagleBurgmann, die Entwicklungszeit ihrer Gleitringdichtung um mindestens 99 Prozent zu verkürzen, einen Millionenauftrag zu sichern und Dichtungen zu entwickeln, die nahezu keine Reibung aufweisen.

 

Fraunhofer-Gründerpreis 2021

Desinfektion von Saatgut – sicher und nachhaltig durch Elektronenbehandlung

Geerntetes Saatgut einfach aufs Feld bringen? Keine gute Idee! Denn auf der Schale des Saatguts tummeln sich Pilze, Viren und Bakterien, die die Erträge drastisch senken würden. Saatguthersteller rücken diesen Erregern daher mit chemischen Beizmitteln zu Leibe. Doch das hat seine Nachteile: Da das Beizmittel am Saatgut haften bleibt, hantiert der Landwirt beim Ausbringen der Saat mit potenziell gefährlichen Stoffen, die ihm, der Natur und dem Boden schaden können. Auflagen sollen die Gefahr für die Umwelt eindämmen, so ist gebeiztes Saatgut etwa in Grundwasserschutzgebieten tabu. Auch wurden zahlreiche fungizide Beizmittel bereits verboten. Doch ganz ohne geht es nicht – der Einsatz der verbleibenden Beizmittel wird daher Jahr für Jahr per Notfall- und Sonderzulassungen erneut genehmigt.

Die E-VITA GmbH, ein Joint Venture des Fraunhofer-Instituts für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP und der Ceravis AG, dürfte diesem Prozedere bald ein Ende bereiten: Statt Pilze und Co. auf dem Saatgut mit Beizmitteln zu beseitigen, setzt sie auf beschleunigte Elektronen – und schafft damit eine chemiefreie, nachhaltige, erprobte und wirtschaftliche Alternative.

Eröffnung der Fraunhofer-Labore auf dem Campus des Biotechnologie-Zentrums von Roche in Penzberg

Presseinformation 6. Mai 2022

Am 6. Mai 2022 wurden die Labore des Fraunhofer-Standorts für Immunologie, Infektions- und Pandemieforschung in Penzberg/München feierlich eröffnet. Ziel der Forschungen vor Ort ist es, pandemische Erreger zu identifizieren und zu charakterisieren, neue Diagnostika und Therapien zu entwickeln sowie die Rolle des Immunsystems bei Infektionserkrankungen besser zu verstehen. Bis zur Fertigstellung des eigenen Gebäudes nehmen die Forschenden ihre Arbeit in angemieteten Räumen bei Roche in Penzberg auf. Unter den Gästen und Rednern bei der feierlichen Eröffnung waren: Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Alexander Dobrindt, Vorsitzender der CSU im Bundestag, Stefan Korpan, Erster Bürgermeister der Stadt Penzberg, Prof. Raoul Klingner, Direktor Forschung der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Thomas Gudermann, Dekan der Medizinischen Fakultät der LMU, Vorstand des Walther-Straub-Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Medizinische Fakultät LMU, Claus Haberda, Geschäftsführer und Leiter Finanzen der Roche Diagnostics GmbH, Prof. Gerd Geisslinger, Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP, sowie Prof. Michael Hoelscher, Standortleiter Penzberg/München, Fraunhofer ITMP und Direktor Abteilung Infektions- und Tropenmedizin, LMU Klinikum München.

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Zum Russland-Ukraine-Konflikt

Presseinformation 9. März 2022

Die Fraunhofer-Gesellschaft verurteilt nachdrücklich die kriegerischen Handlungen Russlands gegenüber der Ukraine. Mit Sorge blicken wir auf die Situation vor Ort, auf das Wohlergehen der ukrainischen Bevölkerung, aber auch auf die Fortentwicklung der Beziehungen zwischen Deutschland und der EU zu Russland unter anderem im Bereich der Wissenschaft. Unsere Solidarität gilt allen Mitarbeitenden ukrainischer Herkunft sowie der ukrainischen Bevölkerung, aber auch den Menschen in Russland, die diesen Krieg ablehnen und verurteilen.

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Erfolgreicher Aufbau des Munich Quantum Valley

Presseinformation / 27. Januar 2022

Nur ein Jahr nach der Absichtserklärung der Bayerischen Staatsregierung ist mit der feierlichen Unterzeichnung der Gründungsurkunde in den Räumen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften das Munich Quantum Valley nun auch formal als Verein gegründet worden. Komplementär zur Förderung aus der Hightech Agenda Bayern in Höhe von 300 Millionen Euro haben die Mitglieder der Initiative bereits Bundesmittel in Höhe von mehr als 80 Millionen Euro eingeworben.

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Neues Fraunhofer-Zentrum SIRIOS in Berlin nimmt Betrieb auf

Presseinformation 25. Januar 2022

Im Januar 2022 nahm das neugegründete Fraunhofer-Zentrum für die Sicherheit Sozio-Technischer Systeme SIRIOS in Berlin seinen Betrieb auf. In übergreifenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten bündelt es die Kompetenzen von vier Fraunhofer-Instituten. Ziel ist es, in den nächsten vier Jahren eine Forschungs-, Test- und Trainingsumgebung für Sicherheitsbehörden, Rettungskräfte und Betreiber kritischer Infrastruktur aufzubauen. Dort können komplexe Sicherheitsszenarien simuliert, virtuell erfahren und real erprobt werden. Auch eine direkte Partizipation von Bürgerinnen und Bürger soll ermöglicht werden, um z. B. subjektives Sicherheitsempfinden zu erfassen.

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Gesellschaft für Marine Aquakultur stärkt Fraunhofer IMTE

Presseinformation 13. Januar 2022

Die Aquakultur ist ein weltweit wachsender Markt. Von der Futtermittelproduktion über die Lebensmittelherstellung bis zur Pharmazie und Medizin profitieren zahlreiche Branchen von den Erkenntnissen aus grundlegender und angewandter Aquakulturforschung, die als Schlüsselforschungs- und Entwicklungsfeld für die Ernährungssicherheit einer wachsenden Weltbevölkerung angesehen wird. Um ihre Kompetenzen in diesem Bereich weiter auszubauen, ergänzt seit dem 1. Januar 2022 das Forschungsteam der GMA – Gesellschaft für Marine Aquakultur mbH mit seinen vielfältigen Kompetenzen die Fraunhofer-Einrichtung für Individualisierte und Zellbasierte Medizintechnik IMTE in Lübeck, die damit zwei Standorte erhält. Dies wird die Expertisen in dem Forschungssektor bündeln, um die maritime Wirtschaft im norddeutschen Raum zu stärken und innovative Technologien zur Verbesserung der ökologischen und wirtschaftlichen Bilanz der Aquakultur zu entwickeln.

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Fraunhofer Forschungsfertigung Batteriezelle FFB wird selbstständige Fraunhofer-Einrichtung

Presseinformation / 11. Januar 2022

Die Fraunhofer Forschungsfertigung Batteriezelle FFB ist seit Januar 2022 eine selbstständige Einrichtung unter dem Dach der Fraunhofer-Gesellschaft. Bislang wurde die Fraunhofer FFB im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF geförderten Projekts FoFeBat in Münster als Institutsteil des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT aufgebaut. Ziel der Fraunhofer FFB ist es, den Innovations- und Kommerzialisierungsprozess von Produktionstechnologien für bestehende und zukünftige Zellformate zu beschleunigen und dadurch Batterietechnologien effizienter, günstiger und in höchster Qualität zu produzieren und so internationale Abhängigkeiten von anderen Märkten der Energiespeichertechnologien langfristig zu vermeiden. Die Leitung der selbstständigen Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB übernimmt kommissarisch Prof. Jens Tübke.

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